Beiträge von Svanniversary

    ;) - hatte ich schon erwähnt, dass ich vier Jahre lang Lenkungen entwickelt habe?


    Im MX-5 ist eine Dual-Pinion Zahnstangenlenkung verbaut. Bei dieser Form der Lenkung arbeiten zwei Ritzel auf der Zahnstange, eines für die Lenkungswelle, an der der Fahrer mit dem Lenkrad dreht und eines für den Elektro-Motor, der die Servo-Unterstützung liefert.
    Wenn der Fahrer am Lenkrad dreht, wird ein Drehstab verwunden und abhängig von der Höhe des Eingangs-Drehmoment unterstützt der Motor.


    Diese Art Lenkung lebt sehr davon, dass sie eine möglichst niedrige Reibung hat. Wenn der Fahrer am Lenkrad dreht, sollte der Elektromotor so feinfühlig wie möglich unterstützen, damit es keine Unstetigkeiten gibt. Ist jetzt zu viel Reibung in der Lenkung zieht man den Drehstab auf, der E-Motor läuft auch hoch, aber die Zahnstange steckt und läuft nicht los. Irgendwann ist die Reibung überwunden und die Zahnstange bricht los, wobei der Drehstab dann schon stärker aufgezogen ist und ein zu hohes Moment abgerufen wird. Wenn das Moment dann nach dem Losbrechen gestellt wird, macht die Zahnstange eine größere Bewegung als ursprünglich angefordert wurde und es wird zu viel Lenkwinkel gestellt.
    Für den Fahrer fühlt sich das dann so an, als wenn er erstmal ins Leere lenkt und das Auto dann eckig viel zu viel macht. Die Fehlerbeschreibung oben von @MXdriver war also sehr gut.


    Die Reibung entsteht u.a. an den beiden Ritzeln und zur Reduzierung der Reibung werden Ritzel und Zahnstange befettet. Je nach Befettungsprozess klappt das mal mehr oder weniger gut und es kann auch passieren, dass das Fett mit der Zeit aus der Verbindung verdrängt wird. Das passiert bevorzugt da, wo die Lenkung oft steht und wenig bewegt wird, nämlich in der Mitte. Ich hatte die Vermutung, dass genau das hier der Fall sein könnte.
    In den Randbereichen der Zahnstange und überhaupt über ihre Länge setzt sich das restliche Fett ab. Was passiert, wenn man dann ein paar mal durchlenkt? Ich hole mir Fett aus den anderen Zahnstangenbereichen und verteile es wieder gleichmäßig auf der Zahnstange, so dass wieder genug Fett für eine einwandfreie Schmierung bei Geradeausfahrt zur Verfügung steht.


    Man merkt so etwas ähnliches auch immer bei neuen Lenkungen. Die fühlen sich dann etwas zäh und unpräzise an und man merkt, dass die Lenkung nicht gut zur Mitte zurück läuft. Neue Lenkungen haben immer mehr Reibung und das läuft sich dann innerhalb einiger tausend km ein, so dass die Lenkung immer feinfühliger und besser wird.


    Ich würde das an Deiner Stelle @MXdriver weiter beobachten. Wenn das alle paar Monate mal passiert und auf diese Weise kurierbar ist, ist alles in Ordnung. Wenn die Lenkung sehr schnell wieder unpräzise wird, oder sich insgesamt unpräzise fahren lässt und schlecht zurück läuft, sollte sich Mazda das mal anschauen.

    Da ich heute sowieso den Kompressor draußen hatte, habe ich gleich mal ein bisschen gespielt. Wie @Merten124 auch schon geschrieben hat, hat der Wagen bei mir heute auch von etwas höherem Fülldruck an der Hinterachse profitiert (KW V3 mit MX505 Einstellung ;) und Michelin PS4). Das gibt hinten mehr Quer-Steifigkeit und verringert die Querweichheit bzw. das viel zitierte Weckknicken hinten deutlich.
    Einen negativen Einfluss auf die Balance konnte ich nicht feststellen.


    Bestes Resultat heute mit kalt 2,0 bar vorne und 2,3 bar hinten (warm ca. 2,2 bar und 2,5 bar). Bleibt so und passt auch sehr gut zu der Warmdruck-Empfehlung von @GarchingS54. An der Stelle sind wir uns also alle einig ;-).

    Das hört sich nach Reibung in der Lenkung an, eventuell in Kombination mit nicht ganz günstigen Fahrwerkseinstellungen (Nachlauf, Spur vorne).


    Probier mal folgendes: Lenke Deine Lenkung mal im Stand mehrmals von Anschlag zu Anschlag (ggf. auch im langsamen Rollen, um das nicht so auf einer Stelle zu machen). Dann fahr mal wieder ein bisschen und wiederhole die Prozedur. Schreib bitte mal, ob es danach besser geworden, oder weg ist.

    selbst der hier so verhasste Serienreifen hat mich bisher selbst bei zügiger Fahrt nicht enttäuscht, noch nicht mal wenn ich etwas zu enthusiastisch in eine Kurve bin und dann in der Kurve mal ordentlich auf die Bremse musste. Da wirkt er zwar im ersten Moment etwas schwammig, das Auto bleibt aber stabil und lenkt willig ein aber vielleicht denke ich auch nur ich fahre zügig und bin einfach noch meilenweit vom Grenzbereich des "Backsteins" entfernt ?(

    Da geht es in allererster Linie um die Nässe-Performance. Trocken ist der BS gut fahrbar und hat auch einen sehr soliden Übergangs- und Grenzbereich. Erst wenn man mal einen Michelin PS4 o.ä. gefahren ist, merkt man dann, dass da doch noch deutlich mehr geht.
    Ist aber auch nicht so relevant, weil es sich für mich nicht so anhört, als wenn Du auf letzter Rille die Reserven austestest.


    Nass ist etwas anderes und das wirst Du unfreiwillig noch merken, selbst wenn Du sehr vorsichtig unterwegs bist.

    Hallo,


    auch aus professionellem Interesse, wie halten sich denn Eure Gewindefahrwerke so hinsichtlich ihrer Geräusche? Gemeint sind Klapper- oder andere Federgeräusche, die z.B. durch Helferfedern, o.ä. verursacht werden. Dämpferpoltern spare ich einmal ausdrücklich aus, weil wir das schon ausreichend in anderen Threads haben (es sei denn, es ist ausdrücklich gewünscht, das hier mit reinzunehmen).


    Das KW V3 macht sich in der Hinsicht recht gut, d.h. normalerweise gibt es im Alltag keinerlei derartige Geräusche von sich. Ich schreibe normalerweise, weil ich doch schon zweimal Fahrwerksgeräusche hatte:
    - Das erste Mal direkt nach der Montage, das war ein kurzes metallisches Klappern und hörte sich so an, als wenn eine Feder noch nicht richtig saß und nach den ersten Bodenwellen in ihre richtige Position gesprungen ist
    - Gestern hatte ich zweimal Geräusche. Einmal beim rückwärts Fahren und dann etwas später in einer eher normal gefahrenen Kurve. Das hörte sich auch wie ein hartes metallisches Klappern an und ich vermute, dass sich beim rückwärts Fahren etwas verspannt und kurz darauf wieder entspannt hat. Danach war dann auch bei verschärfter Fahrweise wieder Ruhe.


    Sehr häufig werden solche Geräusche von den Helferfedern verursacht, wenn das Rad entlastet ist, da diese ja nicht so viel Vorspannung haben und damit Spiel und Verdrehungen auftreten können.
    Ich bin da schon einmal ein KW Fahrwerk in einem Golf gefahren, dass auf unebenen Strecken eigentlich permanent leichte Geräusche gemacht hat.


    Mich interessiert, was Ihr für Erfahrungen mit den verschiedenen Fahrwerken von ST, KW, H&R, Bilstein, BC, SPS usw. gemacht habt.

    Und bei all der Apperei hindert mich keiner daran wie früher alle Papierrechnungen, auch fremder Werkstätten, aufzubewahren.
    Ja, ich weiß, unglaublich, aber das kann man machen, ganz ohne Handy und Computer ;-).

    Sehe ich mit meinen 1,83 m genauso, aber ich denke die Anatomie Sitzriese vs. -Zwerg spielt auch eine große Rolle.
    Da wird man um das Probe sitzen und fahren nicht herum kommen.
    Ich denke aber auch, dass es irgendwo über 1,90 m eine Grenze gibt, ab der es nicht mehr gut geht.