Beiträge von Svanniversary

    D.h. Du wolltest ihn übersteuernder? Damit überfährst Du die Hinterachse, was diese leider mit diesem unschönen einknicken quittiert und zwar je mehr, je höher die Querbeschleunigung ist, die der Wagen aufbaut.
    Das passt also durchaus dazu, dass das Phänomen mit anderen Reifen nicht oder nur schwächer auftritt. Der Michelin ist eben recht performant und ermöglicht hohe Querbeschleunigungen.


    Ich bekomme das mit meinem Wagen auch provoziert, aber nur bei sehr dynamischen Manövern bzw. unsauberer Linie.
    Das war aber bei den anderen beiden Reifen genauso und liegt nach meiner Einschätzung eindeutig an der Achse.
    Ich fahre auch immer noch 10‘ mehr Sturz hinten und eine neutralere Balance und bei mir funktioniert es.

    Ja, es gibt noch den 88W, aber nach Aussage von Michelin sollen die identisch sein.


    Bist Du sicher, dass das nicht am Fahrwerk liegt? War bei mir mit allen Reifen hinten ähnlich querweich, bis ich hinten auf 2° Sturz gegangen bin.


    Einen querweichen Reifen bemerkt man normalerweise sofort an der Vorderachse, weil der Centerpoint nicht passt und der Wagen nicht direkt und linear auf die Lenkung reagiert. Das ganze Ansprechen ist dann häufig zweiphasig:
    Du lenkst an, der Wagen nimmt den Lenkwinkel nichtlinear und verzögert auf, dann lenkt der Wagen ein und die Hinterachse reagiert verzögert, so dass sie leicht nachschwingt.


    All das kann ich vom Michelin nicht sagen. Der reagiert direkt und linear und funktioniert super. Aber wie bekannt steckt mittlerweile auch viel Erfahrung und Feinschliff in meiner Fahrwerkeinstellung.
    Umgekehrt nimmt man dem Reifen die Arbeitsvoraussetzungen, wenn Fahrwerk und Einstellung nicht passen.


    Fährst Du nicht auch ein ST-X? Dann verweise ich gleich noch einmal freundlich auf meine Hinweise, dass man das Fahrwerk dafür anders einstellen sollte, weil sonst die Hinterachsstabilität nicht passt ;-).


    P.S.: Hattest Du nicht in der Diskussion zur Einstellung sogar noch geschrieben, dass Du bei Dir kein Übersteuern hast? Eine Hinterachse die nicht steht und wegbricht ist auch Übersteuern.

    Das stimmt, butterweich würde ich auch nicht sagen. Die Schaltkräfte sind zwangsläufig etwas höher, als man das gewöhnt ist und man merkt jegliches, leichtestes Kratzen oder Hakeln.


    Ich würde sagen kurz, knackig und mit sehr direktem Gefühl. Wenn man die Gänge nicht durchreisst, sondern mit Gefühl einlegt, geht das bei mir mit Widerstand, aber ohne Kratzen und Hakeln. Beim sehr schnellen schalten wird es etwas widerborstiger.

    Die gibt es nicht ohne XL in der Mx-5 Größe, aber das stört auch nicht ;-).
    Es gab mal einen 245/45 R17 84V der genau gepasst hätte, aber der wird nach Aussage von Michelin nicht mehr hergestellt.


    Bei einem sportlichen Reifen muss das XL kein Nachteil sein.


    Es ist sowieso nicht gesagt, dass zwingend konstruktive Unterschiede vorhanden sein müssen. Oft erschlagen die Hersteller mit einer Konstruktion mehrere Traglasten und Geschwindigkeiten und nur die Prägung ist anders, um alle Marktsegmente zu bedienen.


    Den Preis finde ich auch günstig.

    Ein normales PKW Getriebe wird per Gestänge oder Seilzug betätigt. Da ist der Hebel größer, die Schaltwege sind deutlich länger und alles ist schön entkoppelt. Bei einem Getriebe wie Du es beschreibst, wird es dann ab 100 tkm etwas wabbelig und ab 200 tkm fängt man an die Gänge zu suchen. Das meinte ich mit Vorhalt. Wenn man es gleich etwas strammer macht und das Spiel in Grenzen hält bzw. einen Spielausgleich einplant, funktioniert es länger, ist aber am Anfang schwergängiger.


    Beim MX ist der Schaltknauf wie oben schon geschrieben direkt mit den Schaltmuffen verbunden und er ist recht kurz. Das ergibt sehr kurze Schaltwege, wenig Spiel und ein sehr direktes Gefühl, hat aber die Nachteile höherer Schaltkräfte und das Hakeligkeiten und Vibrationen deutlich fühlbarer werden. Das ist so gewollt und tatsächlich der Preis dafür, dass man so ein kurzes und knackig zu schaltendes Getriebe hat.
    Diese Hakeligkeiten gibt es bei normalen Getrieben auch. Die Übersetzung ist aber so groß und die Entkopplung so gut, dass Du das einfach überdrückst und gar nicht mitbekommst.


    Das Du relativ wenig fährst und sich dadurch das Einfahren hinzieht ist dann aber eher persönliches Pech. 5-10 tkm muss man schon einplanen bis wirklich alles absolut sauber läuft und wenn es gut gemacht ist bleibt dann für die nächsten 200 - 300 km auch so. Hat man bei mir nicht nur beim Getriebe, sondern auch beim Motor gemerkt, der jetzt nach 20 tkm auch deutlich besser läuft als neu.


    Das soll aber alles nicht heißen, dass es nicht auch Getriebe gibt, die schlicht nicht in Ordnung sind und damit andere und größere Probleme machen. Ich kann ja für mich nur feststellen, dass unser Getriebe am Anfang auch keinen Spass gemacht hat, dass es nach 5.000 km schon recht gut war und nach ca. 10.000 km richtig Freude macht.

    Ich bin nur verwundert dass die "knackige Schaltung" seit Jahrzehnten so gelobt wird...sie ist wirklich hakelig=schlecht verglichen mit anderen.

    Also "Deine", oder von wie vielen MX reden wir? Ich kann mich da wirklich nicht beschweren. Klar, dadurch dass der Schalthebel direkt auf der Schaltwelle sitzt ist es etwas rauer und mehr Bewegung im Hebel, aber dafür gibt es auch keine Elastizität, o.ä. Das flutsch leicht und sehr präzise.


    Vielleicht müssen wir einfach mal wieder feststellen, dass es da in der Fertigungsqualität anscheinend große Unterschiede gibt.

    Hab ich nicht so genau im Blick. Ich nehme nur war, dass die Pressevorstellung und Launchtermine in Amerika vor Europa liegen und in der Regel bedient man seine Hauptmärkte zuerst. Ich denke traditionell ist Amerika immer ein Markt, der bei der Entwicklung eines MX eine große Rolle spielt.


    Die andere Frage ist ja, ob Mazda für die Märkte außerhalb Amerikas Sonderlösungen macht. Solange wir dieselbe Technik bekommen, leiden wir auch unter den Kompromissen, die für die USA gemacht werden.

    Danke, verstehe jetzt was Du meinst. Ich denke in Verbindung mit meiner Fahrwerkeinstellung und dem KW V3 bin ich im "besseren" Bereich und daher fühlte sich das für mich recht stimmig an. Dann würde ich es so formulieren, dass man dem Michelin im Fahrwerk (mit Feder/Dämpfer und Einstellung) ein entsprechendes Umfeld bieten muss, damit er seine volle Linearität und Performance ausspielen kann? Passt das?
    Ich denke der Reifen braucht wahrscheinlich eine gewisse Vorspannung durch die Vorspur. Aber weniger als 5' empfiehlt sowieso niemand für den MX und damit fährt er sich bei mir auf der Vorderachse sehr gut. Keine Querweichheit, keine Zweiphasigkeit und ein sehr direktes und lineares Ansprechen.
    Der Vorteil ist sicher, dass der Michelin durch einen weicheren Aufbau auf Unebenheiten und in der Kurve sehr gut arbeiten kann und dadurch gutmütig ist und das Gripniveau auch hält.
    So richtig von "weicher Flanke" mag ich aber trotzdem nicht reden. Ein Pirelli PZero oder ander "normale" Sportreifen (also Richtung HP, und leicht Richtung UHP) kenne ich sehr ähnlich (wenn auch auf anderen Autos). Auch die älteren Pilot Sport fand ich vergleichbar. Neben der hohen Performance sorgt das bei all diesen Reifen für einen sauberen Übergangsbereich und eine hervorragende Fahr- und Kontrollierbarkeit und dass ist (mir) im Straßenverkehr mit am wichtigsten.


    Hinsichtlich Fülldruck kann ich das auch nachvollziehen. Die knapp über 2 bar, die ich fahre, passen ja auch ungefähr zu dem Warmdruck, den Du genannt hast. Dann ist die Empfehlung, Praxis tauglich, eher kalt nicht wesentlich unter 2 bar zu gehen (es sei denn es ist sehr warm). 2,2 bar kalt und entsprechend wahrscheinlich 2,4 - 2,5 bar warm haben sich jedenfalls nicht gut angefühlt.

    Ich denke das wird nicht kommen und das werden wir dann vermutlich dem Hauptmarkt des MX-5 Amerika verdanken. Was die da mit ihrer Produkthaftung machen ist einfach krank und verhindert technischen Fortschritt. Bei uns (VW) ist es auch so, dass wir viele Assistenzsysteme und andere Technik nicht oder erst sehr spät in Amerika anbieten (können).
    Die gehen von dem Grundsatz aus, dass alles erlaubt ist, es sei denn der Hersteller verhindert es oder klebt einen großen Aufkleber drauf, dass es verboten ist. Da ist nichts mit Selbstverantwortung. Der Hersteller muss voraus sehen, was der größte DAU anstellen könnte, und dann entsprechende Vorkehrungen treffen. Und wenn es schief geht ist man von Schadenersatz in extrem großer Höhe bedroht.

    Die Frage wäre, gegen welche dieser Punkte würde man denn verstoßen?


    „Zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis finden sich dort folgende Angaben: Die Erlaubnis erlischt, wenn
    Änderungen vorgenommen werden, durch die


    • die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart geändert wird,
    • eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist oder
    • das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert wird.“ (Quelle: § 19 StVZO)“

    Das fällt üblicherweise unter Gefährdung, wenn nicht zugelassene Betriebsmittel eingebaut werden. Hier konkret z.B. das Öffnen bei höherer Geschwindigkeit, dass durch den Hersteller und die Typprüfung nicht gedeckt sind. Wenn dabei Schäden am Dach auftreten und sich Teile lösen, die hinter her fahrende gefährden, wäre das so ein Fall und die ABE wäre ungültig.


    P.S.: Das soll jetzt nicht moralisch rüber kommen, sondern ist einfach nur ein Beispiel, mit welchen Problemen man ggü. Paragraphenreitern zu tun haben könnte.