Beiträge von Svanniversary

    Wie fährt man denn schnell und nicht materialmordend? Meine Fahrweise wäre jetzt mit Vollgas auf die Kurve zu, dann voll auf die Bremse im ABS Regelbereich oder kurz davor und beim einlenken von der Bremse runter. Eher kein Trailbraking. Bei sehr kurzen Bremszonen vielleicht auch nur mal antippen um mehr Rotation/Gewichtsverlagerung zu bekommen, je nach Strecke. Wie machst du das?

    Tatsächlich in erster Linie so, dass man die Linie sehr gut kennt und viel Schwung mitnimmt, also prinzipiell wenig bremst.

    Hart Bremsen, ruhig mit Trailbraking ist besser, als das Bremsen lange zu schleppen, treibt die Bremsentemperatur aber auch hoch.

    Wenn ich möchte das meine Bremse möglichst lange mitmacht, dann fahre ich tatsächlich nicht jede Kurve mit einer Vollbremsung an, sondern gehe auch schon einmal früher vom Gas und mache dann nur noch direkt vor der Kurve eine Teil- oder leichte Vollbremsung, um dann den richtigen Kurvenspeed zu haben.


    Das ist so ein wenig Philosophiefrage. Mit der oben beschriebenen Fahrweise fahre ich zwei Tage auf der Nordschleife mit Serienmaterial (Golf R, Golf GTI). Jede Kurve voll und auch Beschleunigungen voll, aber Bremsen eben auch mal leicht verschliffen und nicht immer voll. Das kostet natürlich ein wenig Zeit, aber dafür kann ich deutlich länger und materialschonender fahren.

    Es geht ja meist nicht darum irgendwelche Rekordzeiten aufzustellen, sondern darum Spass zu haben und die eigene Fahrtechnik zu verbessern. Das geht mit der Fahrweise auf jeden Fall.

    Damit hat man auch genug Reserven, um zum Üben, oder zum Überholen, die eine oder andere Kurve sehr agressiv anzubremsen. Danach erst einmal wieder etwas Tempo beim Bremsen herausnehmen und die Bremse kühlt wieder ab, wird geschont und steht danach wieder voll zur Verfügung.

    Nach meiner Einschätzung funktioniert das gut, wenn man nur etwas Performance herausnimmt und die Bremse nur zu 70-80 % belastet.


    Wenn Du wirklich voll fährst, also immer max. Vollgas und max. Bremsen machst Du am Ende jede Bremse kaputt, bzw. musst auf jeden Fall mehr machen, als nur andere Beläge zu fahren.

    Es geht aber gerade mit dem leichten MX-5 schon sehr viel.

    Ich kann mit der Beschreibung nichts anfangen. Erst einmal ist es völlig normal, dass man ein Bremspedal durchtreten kann, denn genau dafür ist es da.

    Hast Du keinen Widerstand? Keine Bremswirkung? Wo genau ist das Problem?


    Einfacher Test, probier das ganze während der Fahrt. Wenn Du einen Kopfstand machst, ist alles in Ordnung ;) .

    Man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass die Zyklen, egal ob NEFZ, oder WLTP den primären Zweck haben eine Vergleichbarkeit verschiedener Fahrzeuge unter klar definierten Rahmenbedingungen zu gewährleisten.

    Einen realistischen Kundenverbrauch können beide Zyklen nicht abbilden, obwohl der WLTP schon viel praxisnäher ist, aber das war eben auch nie der Anspruch.

    Wie soll das auch funktionieren, da es ja schon daran scheitert, dass jeder unterschiedlich fährt und es daher DEN KUNDENVERBRAUCH gar nicht gibt.

    Genau, das wird auch so schnell kein Hersteller machen, da die Kamera immer mal wieder keine Sicht hat, was zum Komplettausfall führt.

    Daher benutzen diese Systeme aktuell immer eine Fusion aus Kamera- und Kartendaten mit Priorisierungsalgorithmen.

    Naja, man kann damit schon einen Trend zum Über- oder Untersteuern beeinflussen. Wird die Achse hinten im Verhältnis breiter als vorne, verringert sich die Tendenz zum Übersteuern.

    Dezent genauer wird es Svanniversary sagen können.

    Im großen und ganzen ist das nahezu vernachlässigbar, bzw. nichts was ich nicht auch mit geeigneter Spur-/Sturzeinstellung hinbekomme.

    Vorne Serie lassen, um Lenkrollradius/Störkrafthebelarm, etc. nicht negativ zu beeinflussen und hinten dezent breiter, verschiebt die Balance nach vorne, macht das Auto also stabiler, bzw. untersteuernder. Das will man jetzt auch nicht unbedingt ;) .