Beiträge von Svanniversary

    Das stimmt, butterweich würde ich auch nicht sagen. Die Schaltkräfte sind zwangsläufig etwas höher, als man das gewöhnt ist und man merkt jegliches, leichtestes Kratzen oder Hakeln.


    Ich würde sagen kurz, knackig und mit sehr direktem Gefühl. Wenn man die Gänge nicht durchreisst, sondern mit Gefühl einlegt, geht das bei mir mit Widerstand, aber ohne Kratzen und Hakeln. Beim sehr schnellen schalten wird es etwas widerborstiger.

    Die gibt es nicht ohne XL in der Mx-5 Größe, aber das stört auch nicht ;-).
    Es gab mal einen 245/45 R17 84V der genau gepasst hätte, aber der wird nach Aussage von Michelin nicht mehr hergestellt.


    Bei einem sportlichen Reifen muss das XL kein Nachteil sein.


    Es ist sowieso nicht gesagt, dass zwingend konstruktive Unterschiede vorhanden sein müssen. Oft erschlagen die Hersteller mit einer Konstruktion mehrere Traglasten und Geschwindigkeiten und nur die Prägung ist anders, um alle Marktsegmente zu bedienen.


    Den Preis finde ich auch günstig.

    Ein normales PKW Getriebe wird per Gestänge oder Seilzug betätigt. Da ist der Hebel größer, die Schaltwege sind deutlich länger und alles ist schön entkoppelt. Bei einem Getriebe wie Du es beschreibst, wird es dann ab 100 tkm etwas wabbelig und ab 200 tkm fängt man an die Gänge zu suchen. Das meinte ich mit Vorhalt. Wenn man es gleich etwas strammer macht und das Spiel in Grenzen hält bzw. einen Spielausgleich einplant, funktioniert es länger, ist aber am Anfang schwergängiger.


    Beim MX ist der Schaltknauf wie oben schon geschrieben direkt mit den Schaltmuffen verbunden und er ist recht kurz. Das ergibt sehr kurze Schaltwege, wenig Spiel und ein sehr direktes Gefühl, hat aber die Nachteile höherer Schaltkräfte und das Hakeligkeiten und Vibrationen deutlich fühlbarer werden. Das ist so gewollt und tatsächlich der Preis dafür, dass man so ein kurzes und knackig zu schaltendes Getriebe hat.
    Diese Hakeligkeiten gibt es bei normalen Getrieben auch. Die Übersetzung ist aber so groß und die Entkopplung so gut, dass Du das einfach überdrückst und gar nicht mitbekommst.


    Das Du relativ wenig fährst und sich dadurch das Einfahren hinzieht ist dann aber eher persönliches Pech. 5-10 tkm muss man schon einplanen bis wirklich alles absolut sauber läuft und wenn es gut gemacht ist bleibt dann für die nächsten 200 - 300 km auch so. Hat man bei mir nicht nur beim Getriebe, sondern auch beim Motor gemerkt, der jetzt nach 20 tkm auch deutlich besser läuft als neu.


    Das soll aber alles nicht heißen, dass es nicht auch Getriebe gibt, die schlicht nicht in Ordnung sind und damit andere und größere Probleme machen. Ich kann ja für mich nur feststellen, dass unser Getriebe am Anfang auch keinen Spass gemacht hat, dass es nach 5.000 km schon recht gut war und nach ca. 10.000 km richtig Freude macht.

    Ich bin nur verwundert dass die "knackige Schaltung" seit Jahrzehnten so gelobt wird...sie ist wirklich hakelig=schlecht verglichen mit anderen.

    Also "Deine", oder von wie vielen MX reden wir? Ich kann mich da wirklich nicht beschweren. Klar, dadurch dass der Schalthebel direkt auf der Schaltwelle sitzt ist es etwas rauer und mehr Bewegung im Hebel, aber dafür gibt es auch keine Elastizität, o.ä. Das flutsch leicht und sehr präzise.


    Vielleicht müssen wir einfach mal wieder feststellen, dass es da in der Fertigungsqualität anscheinend große Unterschiede gibt.

    Hab ich nicht so genau im Blick. Ich nehme nur war, dass die Pressevorstellung und Launchtermine in Amerika vor Europa liegen und in der Regel bedient man seine Hauptmärkte zuerst. Ich denke traditionell ist Amerika immer ein Markt, der bei der Entwicklung eines MX eine große Rolle spielt.


    Die andere Frage ist ja, ob Mazda für die Märkte außerhalb Amerikas Sonderlösungen macht. Solange wir dieselbe Technik bekommen, leiden wir auch unter den Kompromissen, die für die USA gemacht werden.

    Danke, verstehe jetzt was Du meinst. Ich denke in Verbindung mit meiner Fahrwerkeinstellung und dem KW V3 bin ich im "besseren" Bereich und daher fühlte sich das für mich recht stimmig an. Dann würde ich es so formulieren, dass man dem Michelin im Fahrwerk (mit Feder/Dämpfer und Einstellung) ein entsprechendes Umfeld bieten muss, damit er seine volle Linearität und Performance ausspielen kann? Passt das?
    Ich denke der Reifen braucht wahrscheinlich eine gewisse Vorspannung durch die Vorspur. Aber weniger als 5' empfiehlt sowieso niemand für den MX und damit fährt er sich bei mir auf der Vorderachse sehr gut. Keine Querweichheit, keine Zweiphasigkeit und ein sehr direktes und lineares Ansprechen.
    Der Vorteil ist sicher, dass der Michelin durch einen weicheren Aufbau auf Unebenheiten und in der Kurve sehr gut arbeiten kann und dadurch gutmütig ist und das Gripniveau auch hält.
    So richtig von "weicher Flanke" mag ich aber trotzdem nicht reden. Ein Pirelli PZero oder ander "normale" Sportreifen (also Richtung HP, und leicht Richtung UHP) kenne ich sehr ähnlich (wenn auch auf anderen Autos). Auch die älteren Pilot Sport fand ich vergleichbar. Neben der hohen Performance sorgt das bei all diesen Reifen für einen sauberen Übergangsbereich und eine hervorragende Fahr- und Kontrollierbarkeit und dass ist (mir) im Straßenverkehr mit am wichtigsten.


    Hinsichtlich Fülldruck kann ich das auch nachvollziehen. Die knapp über 2 bar, die ich fahre, passen ja auch ungefähr zu dem Warmdruck, den Du genannt hast. Dann ist die Empfehlung, Praxis tauglich, eher kalt nicht wesentlich unter 2 bar zu gehen (es sei denn es ist sehr warm). 2,2 bar kalt und entsprechend wahrscheinlich 2,4 - 2,5 bar warm haben sich jedenfalls nicht gut angefühlt.

    Ich denke das wird nicht kommen und das werden wir dann vermutlich dem Hauptmarkt des MX-5 Amerika verdanken. Was die da mit ihrer Produkthaftung machen ist einfach krank und verhindert technischen Fortschritt. Bei uns (VW) ist es auch so, dass wir viele Assistenzsysteme und andere Technik nicht oder erst sehr spät in Amerika anbieten (können).
    Die gehen von dem Grundsatz aus, dass alles erlaubt ist, es sei denn der Hersteller verhindert es oder klebt einen großen Aufkleber drauf, dass es verboten ist. Da ist nichts mit Selbstverantwortung. Der Hersteller muss voraus sehen, was der größte DAU anstellen könnte, und dann entsprechende Vorkehrungen treffen. Und wenn es schief geht ist man von Schadenersatz in extrem großer Höhe bedroht.

    Die Frage wäre, gegen welche dieser Punkte würde man denn verstoßen?


    „Zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis finden sich dort folgende Angaben: Die Erlaubnis erlischt, wenn
    Änderungen vorgenommen werden, durch die


    • die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart geändert wird,
    • eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist oder
    • das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert wird.“ (Quelle: § 19 StVZO)“

    Das fällt üblicherweise unter Gefährdung, wenn nicht zugelassene Betriebsmittel eingebaut werden. Hier konkret z.B. das Öffnen bei höherer Geschwindigkeit, dass durch den Hersteller und die Typprüfung nicht gedeckt sind. Wenn dabei Schäden am Dach auftreten und sich Teile lösen, die hinter her fahrende gefährden, wäre das so ein Fall und die ABE wäre ungültig.


    P.S.: Das soll jetzt nicht moralisch rüber kommen, sondern ist einfach nur ein Beispiel, mit welchen Problemen man ggü. Paragraphenreitern zu tun haben könnte.

    Und man sollte ihm wirklich etwas Zeit geben, bei uns:
    - die ersten 1.000 km: schwer und hakelig
    - 1.000 bis 5.000 km: etwas besser
    - 5.000 bis 10.000 km: leichtgängiger, seltenes hakeln
    - ab 10.000 km: butterweich und ganz, ganz selten mal ein leichtes hakeln.


    Die Dinger müssen sich einfach einlaufen. Jetzt kann man meckern, dass das so lange dauert, aber am Ende sind das häufig vorhalte, damit es auch mit 200 oder 300 tkm noch funktioniert.
    Vielleicht als triviales Beispiel, bei jedem neuen VW Dienstwagen ärgere ich mich, dass der Innenspiegel sich nur sehr schwer und unpräzise einstellen lässt. Dafür sind das aber auch die einzigen Spiegel, die ich kenne, die auch nach 10 Jahren noch an der Position halten, an der man sie einstellt und nicht wegwandern.

    Moin Garching,


    dazu hätte ich mal ein paar Fragen, alles basierend auf Erfahrungen (nur) mit Bridgestone SP001, Pirelli Sottozero 3 und MPS4 in Verbindung mit Serie und KW V3.


    Vorweg die Frage, ob Du das jetzt alles vom MX/124 ableitest, oder aus Deinen Erfahrungen in anderen Autos, wie z.B. dem BMW?


    Direkt nach dem Umstecken hatte die Werkstatt bei mir 2,2 bar kalt auf den MPS4 eingestellt. Das hat sich sehr unkomfortabel und steif angefühlt und der Reifen ist nach meinem Gefühl auch nicht richtig ans Arbeiten gekommen. Nach Korrektur auf 2,0 ringsum war es dann deutlich besser, inklusive linearerem und harmonischerem Lenkungsansprechen.
    Was ist denn Deine Erfahrung? Steigt der Grip mit zunehmendem Fülldruck, oder wird er schlechter, wie es ja bei einigen Reifen auf dem MX der Fall ist?


    Den Passus "Die Flanke ist stets eher Weich und das Einlenkverhalten eher schnell." kann ich nicht so richtig nachvollziehen.
    Eine Weiche Flanke resultiert normalerweise in einen weicheren Schräglaufaufbau und führt damit zu verzögertem Kraftaufbau und eher weicherer Querkraftansprache. Ein schnelles Einlenkverhalten ist das Gegenteil davon.
    Nach meinen ersten Erfahrungen, kann ich das schnelle Einlenken nachvollziehen. Der Reifen hat einen sehr guten Centerpoint, baut linear Kraft aus der Mitte auf und hängt sehr gut an der Lenkung, so dass Lenkwinkel schnell und direkt in Richtungsänderungen umgesetzt werden. Eine Querweichheit, oder weiche Flanke kann ich dabei allerdings nicht nachvollziehen. Auch unter hoher Querkraft steht der Reifen sehr gut und quersteif.
    Was unter sehr dynamischen Manövern immer noch auffällt ist eine verbleibende Querweichheit der MX-5 Hinterachse. Da kommt man aber in erster Linie bei Lastwechsel, oder extrem dynamischen Lenkmanövern hin. Bei sauberer Linie und statisch sind bei mir mit meiner Einstellung beide Achsen schön steif und führen quer extrem gut.


    Was ich nicht in Abrede stellen will ist, dass der Michelin vertikal und quer Elastizitäten hat und arbeitet, aber definitiv in einem Maß die er auch braucht um so eine Performance abzuliefern, die dem Auto Beweglichkeit und Gutmütigkeit gibt und die in keiner Weise stört. Ein Resultat davon ist ja u.a. der sehr gut vorhersehbare und breite Übergangsbereich, der das Auto beherrschbar und zuverlässig macht.


    Von den drei Reifen, die ich auf dem MX kenne, ist der MPS4 defintiv der mit der höchsten Quersteifigkeit und dem direktesten Fahrverhalten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es noch Reifen gibt, die quersteifer sind. Das müsste dann allerdings mit einem eher nichtlinearen Lenkverhalten und einem sehr giftigen Grenzbereich einher gehen.


    Bekommst Du Deine Erfahrungen damit irgendwie synchronisiert, oder haben wir beide einen völlig unterschiedlichen Eindruck von dem Reifen?