Bei der Auslegung und Erprobung der Teile wird ein hoher Anteil Vollast einkalkuliert. Das maximale Drehmoment liegt dabei beim G160 ca. bei 4.500 1/min. an und damit auch die höchste Belastung für den Triebstrang. Also durchaus in einem Bereich, den ich auch ohne "Knallgas" öfter mal anfahre.
All das ist so spezifiziert und getestet und wird vom Hersteller auf die Lebenszeit eines Autos ausgelegt. Üblicherweise erreichen moderne Motoren damit dann Laufleistungen weit jenseits der 200 tkm.
Ein ganz anderes Spiel ist es, wenn ich jetzt Lasten überproportional steigere und die Auslegungsdimensionen verlasse. Solche Systeme verhalten sich stark nichtlinear, so dass leichte Erhöhungen der Belastungen deutlich höhere Schädigungen verursachen (können).
Aber Du hast natürlich recht, dass eine sehr schonende Fahrweise die Lebensdauer weiter erhöhen kann. Dann reden wir aber eben über den Bereich weit über 200 tkm hinaus, weil der Motor die normale Laufleistung auch mit diesen Belastungen schaffen sollte.
Dafür kannst Du dir allerdings auch andere Probleme, z.B. über erhöhten Russeintrag, oder verschmutzte Ventile und Einspritzdüsen einfahren, wenn der Motor nie frei laufen und auch einmal höhere Lasten und Temperaturen erreichen kann.
Also ja, ich stimme Dir zu, halte den Nutzen im Rahmen einer normalen Fahrzeuglebensdauer aber für vernachlässigbar, zumindest im Bereich Motor und Triebstrang. Den Verschleiß von Reifen und Bremsen kann ich natürlich mit entsprechender Fahrweise signifikant reduzieren.
Das ist natürlich auch eine Frage des Anspruchs und der eigenen Erwartungshaltung. Ich habe mir den G160 auch und gerade deswegen gekauft, weil ich die Leistung auch ausnutzen möchte. Sonst hätte ich ja auch gleich einen G131 nehmen können.
Das Auto ist dann auch dafür da, Spass zu haben und nicht dafür, darüber nachzugrübeln, wie ich es maximal schonen kann. Wenn etwas kaputt geht gibt es Garantie, oder es wird eben selber bezahlt (z.B. Reifen, Bremsen). Das ist für mich einer der großen Vorteile des MX - das Auto ist preiswert und Wartung und Ersatzteile sind es auch. Das kann man sich leisten und damit kann man auch maximalen Spass haben. Ich kenne da genug andere Beispiele von Freunden, die z.B. Porsche fahren, und vor jeder Ausfahrt überlegen müssen, ob gerade Geld für Wartung und Reparaturen da ist.
Ich habe auch schon viele verschiedene Autos beruflich mit sehr hoher Last "gequält". Da bekommt man ein Gefühl wie robust so ein Auto eigentlich ist und was es alles aushält - und das ist am Ende eine Menge.
Ich habe einen Kollegen, der immer kleinere Motoren kauft, diese aber maximal ausnutzt, während es andere Leute gibt, die große Motoren fahren, aber nie die volle Leistung abrufen. Wie immer gibt es da unterschiedliche heran gehensweisen.