Beiträge von Svanniversary

    Trocken über 15° C funktioniert der schon mit akzeptablem Gripniveau und dafür aber sehr harmonischem Grenzbereich. Da gibt es schlechtere Reifen.
    Das Hauptproblem bleibt, was er alles nicht kann - Nässe, kühlere Temperaturen...

    @RezeptFrei, ich greife Deinen Post aus dem "Werte"-Thread mal hier auf, damit wir dort die reine Wertesammlung behalten.


    Zitat: "deine Werte
    Sturz HA L/R -2°00'
    Spur HA L/R 0°10'


    Sturz VA L/R -1°20'
    Nachlauf L/R 7°30'
    Spur VA L/R 0°05'


    das kommt den SPS Werten sehr nahe


    Sturz HA L/R -2°00'
    Spur HA L/R 0°10'


    Sturz VA L/R -1°45'
    Nachlauf L/R 7°30'
    Spur VA L/R 0°06'"


    Da muss auf die Details schauen. SPS hat hier nur 15' Unterschied im Sturz zwischen vorne und hinten. Das war ähnlich wie bei meiner alten Einstellung und hat nicht gut funktioniert. Jetzt sind es bei mir 40' und damit funktioniert es jetzt.


    Deine Werte für das BC funktionieren bestimmt gut. Müsste eine leicht untersteuerndes, gut beherrschbares Verhalten ergeben.


    Zitat: "unschöner Nebeneffekt
    durch die 2x20 SP auf der VA leidet die Spurtreue.


    Rückholung des Lenkrades gefühlt soweit i.o.
    aber
    fährt man eine gerade Straße oder Autobahn
    und steuert jetzt ganz leicht ( 1 cm ) nach rechts oder links
    korrigiert sich die Lenkung nicht mehr 100% auf gerade aus ,
    sondern verbleibt fast auf diesem Einschlag
    heisst also FZ zieht dann leicht nach rechts oder links.


    das heißt auch, das ich immer schauen und bei der Lenkung nach lenken bzw eingreifen muss


    ok, ich denke das liegt jetzt am Lenkrollradius
    und reduziere die Spurplatte wieder zurück auf 18 mm"


    Ich glaube nicht, dass das wirklich hilft bzw. das Problem komplett löst. Die Spurplatten verändern den Lenkrollradius und den Störkrafthebelarm, so dass der Wagen empfindlicher auf Störungen wie Unebenheiten und Spurrillen reagiert. Darunter leidet dann der Geradeauslauf. Mit dem Lenkungsrücklauf hat das nicht so viel zu tun, da sich die Effekte von links und rechts ausgleichen.
    Der Nachlauf hat hier mehr Einfluss, aber der ist mit ca. 7°30' i.O.


    Wie viele km bist Du bisher gefahren? Die Showa-Lenkung, die Mazda einsetzt hat ein Problem mit relativ hoher Eigenreibung. Das führt genau zu dem beschriebenen Effekt, dass sie irgendwann feststeckt und nicht ganz bis in die Mitte zurückläuft. Den Effekt kenne ich von meinem Auto, ohne Spurplatten, auch. Es wird mit der Zeit etwas besser, also nach mehreren tausend km, weil sich das Lenkgetriebe einläuft und die Reibung dann abnimmt.
    Da kann man leider auch nichts gegen machen. Bei meinem Arbeitgeber (VW) arbeitet man deshalb bei den Lenkungen mit einem aktiven Rücklauf. D.h. der Elektromotor kompensiert die Reibung und sorgt dafür, dass die Lenkung immer sauber in die Nulllage zurück läuft. So etwas hat Mazda hier leider nicht appliziert.


    Spricht da technisch etwas dagegen?

    Nein, ganz im Gegenteil. Vorne verschlechtern die Spurplatten den Lenkrollradius, den Geradeauslauf und die Spurtreue. Hinten haben sie im Prinzip keine negativen Effekte, außer dem generellen Problem, das ich in den Radverbund eingreife.
    Vorteil ist, dass sich hinten die größere Spurweite sogar positiv hinsichtlich Stabilität auswirkt.


    Kannst du also problemlos so machen (wenn es da was mit ABE/Zulassung gibt).

    Man, man, komme beim durchzählen auch auf fast 50 Autos. Man wird alt...


    In halbwegs chronologischer Reihenfolge:
    Kadett E
    Vectra A
    BMW 318i
    BMW 323i (der erste "Traumwagen", als Sechszylinder)
    Passat B5 Variant (der "Bau"-Wagen)
    Polo 86C GT Coupe (kleiner Rennwagen)
    Skoda Fabia (das erste Vernunftauto, nach dem Hausbau, mit 3-Zylinder Diesel)
    Audi 80 B4 (schon nicht mehr ganz so vernünftig, habe ich in sehr guter Erinnerung)
    Golf+ (noch vernünftiger)


    Danach folgen 36 Fahrzeuge, die ich über meinen Arbeitgeber geleast, oder zur Verfügung gestellt bekommen habe, ein paar Beispiele:
    2 x Beetle Cabrio
    diverse Golf als GTI, GTE und GTD, aber auch normal und als Variant und als e-Golf
    Scirocco
    Tiguan
    Passat Limo und Variant
    CC
    T6
    und meine bisherigen Highlights
    Golf 7 R (meine Frau hat 3 Runden Touri-Fahrt auf der Nordschleife durchgehalten ;) )
    Arteon 2,0 TSI 4motion
    Porsche Cayman S


    Danach dann doch mal wieder eigene Autos:
    MX-5 ND
    Audi 90, Bj. 1985

    Ich möchte hier nochmal einsteigen und noch einmal die Diskussion UHP vs. Sportreifen vs. "normaler" Sommerreifen ansprechen.


    Vielleicht als Einstieg ein kleines Video. Es geht zwar um den NC, aber ich halte das Gesagte durchaus für übertragbar:
    http://www.mx-5.mx/thread/2108…-auf-euren-mx-5-benutzen/


    Nach meinen letzten Erfahrungen mit dem KW V3 ist mir noch einmal so richtig bewusst geworden, dass man die Reifenfrage nur in sehr enger Abhängigkeit vom Fahrwerk beantworten kann, insbesondere bei unserem MX-5 ND (andere Autos sind da robuster, was die Reifenwahl angeht).


    Das erste was mir letztes Jahr beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen auffiel war, dass der, aus meiner Sicht sehr gute, Pirelli Sottozero 3 in Verbindung mit dem KW V3 gar nicht mehr so gut funktioniert hat. Mit den damaligen Einstellungen war der Reifen zu querweich und man hatte ein sehr unharmonisches Fahrverhalten aus weichem Reifen und steifen Fahrwerk.
    Der erste Lösungsschritt war, das Fahrwerk etwas weicher zu stellen und das hat auch gut funktioniert.
    Im zweiten Schritt habe ich ja dann die Achseinstellung verändert, was dem Reifen mehr Quersteifigkeit beschert hat und danach hat der Pirelli auch mit der KW Grundeinstellung gut funktioniert.


    Beim Serienfahrwerk (Bilstein) habe ich es eher umgekehrt empfunden. Mit dem Winterreifen hat das hervorragend funktioniert, aber selbst mit dem Bridgestone S001, der ja kein Performance-Monster ist, hatte man z.T. das Gefühl, dass der Reifen steifer ist und mehr kann als das Fahrwerk und dass das nicht so harmonisch war.


    Für mich hat das noch einmal deutlich aufgezeigt, dass man gerade beim MX-5 ND Fahrwerk und Reifen gut aufeinander abstimmen muss. D.h. also zum Serienfahrwerk empfehlen sich eher weniger performante, weichere Reifen und erst wenn man ein entsprechendes Fahrwerk verbaut hat, macht es auch Sinn über steifere Reifen nachzudenken.


    Dem folgend, sollte man nicht unbedingt einen UHP auf dem Serienfahrwerk fahren, während man z.B. mit Winterreifen beim besseren, steiferen Fahrwerk schon Kompromisse eingeht.
    Das Problem sehe ich dabei eher beim Serienfahrwerk in Verbindung mit sehr performanten Reifen. Z.B. funktionieren die Winterreifen in Verbindung mit dem KW V3 recht gut, wenn die Einstellung (Geometrie und ggf. Dämpfer) dazu passend gewählt wird. Umgekehrt werde ich aber nie genug Steifigkeit in das Serienfahrwerk bekommen, damit es mit einem UHP richtig gut funktioniert.


    Wo sehe ich das Problem? Hoch performante Reifen wie UHPs erreichen entsprechend höhere Querkräfte und damit das Auto auch höhere Querbeschleunigungen. Die Reaktionen beim Anlenken sind schneller, die Gierraten, die erreicht werden, sind höher. Das resultiert in entsprechend höheren Wankwinkeln, wobei das Auto ja vom Anlenken bis zum statischen Zustand auch erst einmal in die Federn "hinein" wankt und dabei entsprechende Zeiten vergehen. Durch die höheren Wankwinkel ergibt sich kurvenaußen auch mehr Einfederweg und entsprechend komme ich dichter an die Endanschläge, oder erreiche diese sogar.


    Ein für mich elementarer zusätzlicher Aspekt ist die Frage, wie performant möchte ich mein Auto überhaupt haben? Ein UHP schiebt alles nach oben, höhere Querbeschleunigung, höherer aber auch schmalerer Grenzbereich usw. Irgendwann komme ich an den Punkt, bei dem das Auto eine hervorragende Performance bietet, ich es aber definitiv im normalen Straßenverkehr nicht mehr ausfahren kann, weil die Grenzen zu hoch und zu schmal werden. Gleichzeitig mache ich das Auto auch sehr steif. D.h. alles was ich an Lenkwinkel etc. in das Auto stecke wird 1:1 umgesetzt, aber ich komme überhaupt nicht mehr in die Nähe des Grenzbereichs. Das Auto steht wie eine eins und macht alles was ich ihm sage - sicher nett wenn es um gute Rundenzeiten geht, aber fahrerisch vielleicht (und definitiv für mich) auch langweilig.
    Alternativ dazu wähle ich einen guten Sommer- oder Sportreifen mit sehr guter Performance, aber einem erreichbaren und gutmütigen Grenzbereich und kann diesen dann auch erleben und ausfahren. Aus meiner Sicht kann man eigentlich nur damit sein fahrerisches Talent wirklich ausbauen und trainieren, weil man sich vorsichtig an Grenzen heran tasten kann und Fehler noch ausgebügelt werden können (selber, oder durch das ESC). Für mich ist gerade der leicht MX ein Auto, dass ich auch selber noch beherrschen möchte und dass auch hier oder da einmal leicht rutschen darf, wenn ich nicht ganz sauber fahre. Nur durch dieses Feedback kann ich besser werden. Voraussetzung dafür ist natürlich ein gutmütiges Auto (inkl. Fahrwerk und Einstellung) und ein gutmütiger Reifen, sowie ideale Bedingungen unter denen man die Situation einschätzen und beherrschen kann.
    Erst auf der Rennstrecke mit den entsprechenden Auslaufzonen und höheren möglichen Geschwindigkeiten sehe ich dann für mich einen sinnvollen Einsatzzweck für UHPs o.ä.


    Was meint Ihr? Wie sind Eure Erfahrungen, was sind Eure Vorlieben?

    Der RE050 ist Werksausrüstung beim Abarth124Spider... und dort hört man keine Klagen über den Reifen.
    Demnach also besser als der Serien BS S001 auf dem MX5 und F124.

    Könnte aber auch eine FCA Werks-Spezifikation sein und muss nicht zwingend identisch mit der Aftermarket Spec. sein. So richtig viel Gutes habe ich vom RE050 noch nicht gehört, wenn auch nicht direkt im Kontext MX-5.