Beiträge von Svanniversary


    Die wenigsten meistern diesen oder auch anderen Kurs und wenn diese Jungs abfliegen sind es meistens irgendwelche gesponserten Teams die die Blessuren am Fahrzeug weglächeln.

    Das glaube ich nicht. In der Liga fahren nicht viele.


    Ich kenne jemanden der fährt in der GT Masters mit einem Lamborghini. Jeder Schaden im Rennen muss privat bezahlt werden, egal wie er zu Stande gekommen ist. So ein Scheinwerfer liegt da schon einmal bei 8.000 €. Das tut schon richtig weh.

    Warst du schon mal da?
    Dass sich "die meisten" überschätzen ist etwas übertrieben. Ja, es gibt solche, aber der Regelfall ist das nicht.

    Naja, wie würdest Du es nennen? Sie sind zu schnell und bekommen dafür die Quittung. Mit einer entsprechend vorsichtigeren und angepassten Fahrweise wäre das nicht passiert.
    Wer auf einer der anspruchsvollsten Strecken der Welt voll ans Limit will und sich dann ablegt, der hat sein Fahrkönnen in der Regel überschätzt.


    Ich bin auf der NOS nicht nur gefahren, sondern habe da auch im Grenzbereich getestet. Und es ist gut gegangen, weil ich mich immer vorsichtig von unten ans Limit heran getastet habe und meine Grenzen und die des Autos kenne.
    Bei vielen Fahrern sieht man auch einfach, dass keine richtigen Reaktionen abrufbar sind. Wenn ich mich mal weit aus dem Fenster hänge, dann hätten weit mehr als die Hälfte der Unfälle vermieden werden können, wenn der Fahrer nach dem Ausbrechen des Autos anders und richtig reagiert hätte. Warum also lässt man es krachen, wenn einem die Erfahrung fehlt, wie man ein ausbrechendes Auto richtig abfängt? Überschätzung des eigenen Könnens wäre eine Erklärung. Es bliebe sicher auch noch Dummheit, mangelndes Talent, oder Pech, aber das macht es auch nicht besser.


    Daher habe ich auch genau dieses Video hier verlinkt. Ich sehe das wie mit dem ESC. Entweder man schafft es angepasst zu fahren und das eigene Können realistisch einzuschätzen, oder es kann ganz schnell schief gehen. Ich denke die Kandidaten auf der NOS haben auch alle gedacht "ich kann das und wird schon gut gehen". Etwas was man im Zusammenhang mit deaktiviertem ESC auch sehr oft liest.


    In absehbarer Zeit wird es bei Zymexx in meinen MX5 eingebaut. Dort riet man mir auch, mich für das
    H&R zu entscheiden, da es gegenüber anderen Gewindefahrwerken noch ein bißchen "Restkompfort" bietet.

    ST-X und KW V3 werden auch allgemein für ihren Restkomfort gelobt. Das H&R ist eine Möglichkeit und sicher eine gute ;-). Es muss aber nicht der Eindruck entstehen, dass alle anderen Fahrwerke total unkomfortabel sind.

    Frontantrieb ist auch immer noch etwas einfacher, bzw. man kann weniger Fehler machen.
    Es kommt ja auch immer auf die Abstimmung des ESC an. Wenn die schlecht ist, kann das jede saubere Linie verhindern.


    Auf der anderen Seite, mit einer guten Abstimmung, merkt man bei sauberer Fahrweise gar nichts vom Regelsystem.
    Beim MX-5 ND ist das so und wir fahren mit den Autos meines Arbeitgebers auch mit eingeschaltetem System, weil es nicht stört.
    Da bietet es dann zusätzliche Sicherheit, wenn etwas unvorhergesehenes passiert.


    Auf der anderen Seite, und das sieht man gut am NOS Video, wenn man viel zu schnell ist, oder schwere Fehler macht, rettet einen das ESC auch nicht.

    @GarchingS54, schöne Zusammenfassung, gefällt mir.


    Was mich zusätzlich bewegt ist, dass die Grundsteuertendenz der genannten Fahrwerke eben sportlicher bzw. weniger untersteuernd ist. D.h. wenn ich ein Serienfahrwerk mit den bekannten Werten einstelle, bekomme ich ein recht robustes Setup, dass gutmütig untersteuernd ist und mit dem man erstmal nichts falsch macht.
    Wenn ich jetzt die gleichen Werte bei den genannten Fahrwerken einsetze, dann wird das Fahrverhalten schon deutlich anspruchsvoller, mit weniger unter- bzw. sogar übersteuern. So etwas möchte ich persönlich nicht mehr als solide Basiseinstellung bezeichnen. Der eine oder andere wird damit nicht mehr klar kommen und auch als Absprungbasis für weitere Optimierungen ist das ein schwierigerer Start.
    Deswegen fände ich es klasse, wenn wir unsere Erfahrungen zusammen tragen, so dass man am Ende Empfehlungen bekommt, die das abdecken. Auf der einen Seite ein solides Basissetup für Gewindefahrwerke mit steiferer Hinterachsfederung, mit dem jeder starten kann, auch wenn er noch nicht so viel Erfahrungen hat und eventuell eine zweite Empfehlung, für die erfahrenen Fahrer in Richtung neutral/untersteuernd mit mehr Agilität.
    Und dann bin ich wieder voll bei Markus, @Taxidriver, dass solche Empfehlung immer nur eine Basis, also ein Startwert sein können, bei denen dann jeder Fahrer für sich und sein Auto schauen muss, wie gut es funktioniert und ob man noch etwas optimieren möchte.

    Sehr viele sind ja mit diesem Fahrwerk unterwegs inkl. sehr ähnlichen Standard-Fahrwerkswerten und da kam bisher wenig Kritik. Man könnte diese Diskussion hier also schon unter Jammern auf hohem Niveau bezeichnen - bzw. nur der "Versierte" erkennt, dass es besser gehen kann.

    Da wird sich im Zweifel auch niemand beschweren. Meine Frau ist auch zufrieden. Wer ist denn in der Lage zu erkennen, ob es an seiner eigenen Fahrweise, oder am Auto lag, wenn in einer bestimmten Situation das Heck kommt? Wer kann unter den erschwerten Bedingungen des öffentlichen Straßenverkehrs, mit viel Umsicht und Vorsicht, gezielt bestimmte Situationen anfahren und sich dann heran tasten, was an der Fahrweise und was am Auto liegt? Da kenne ich selbst in meinem Umfeld nicht viele Kollegen, die das können und diejenigen, die es können, machen das jeden Tag. Hier im Forum waren es am Ende drei Benutzer @GarchingS54, @Harkpabst und ich, denen aufgefallen ist, dass es nicht so 100%ig passt. Und ich meine zumindest heraus gelesen zu haben, dass es den anderen beiden dabei wir mir ging: Man tastet sich da heran, es kommt einem etwas komisch vor und nach und nach wächst die Erkenntnis, dass es nicht passt. Da setzt man sich nicht einmal ins Auto und erkennt das. Man tastet sich heran und braucht ein bisschen Zeit. Ich habe am Anfang auch oft gedacht, es hätte an der Kurve, dem Asphalt, meiner Fahrweise, oder anderen Dingen gelegen, dass die Hinterachse so unruhig ist.


    Das ist also schon ein Fahrverhalten, dass nicht jeder jederzeit im Alltag bemerken wird. Wenn es dann aber darauf ankommt, weil einem jemand die Vorfahrt nimmt, oder man einen Wildwechsel erlebt, dann wäre es ja schon schön, wenn das Auto auch ein sicheres und verlässliches Fahrverhalten bietet. Daher finde ich so eine Diskussion und Empfehlung auch prinzipiell für alle interessant, die ein entsprechendes Fahrwerk fahren.


    Ich finde es auch super, wenn jemand viel Erfahrung hat und für sich bewusst entscheidet, dass Auto neutraler, oder sogar übersteuernd zu fahren. Die Leute wissen in der Regel auch was sie tun.
    Blöd wäre es, wenn man aufgrund einer nicht passenden Einstellung jemand mit wenig Erfahrung quasi aus Versehen, ein übersteuerndes Auto an die Hand gibt. Bei mir ist ja genau das passiert (außer das meine Frau und ich zum Glück Erfahrung haben). Ich bin von den alten Werten abgesprungen und habe jetzt ein Auto, das eher in die übersteuernde Richtung geht. Mein Frau hat auch schon ein zweimal gesagt, dass unerwartet das Heck gekommen ist, aber da war es nass, da war es glatt... Den Zusammenhang mit der Fahrwerkseinstellung hat sie natürlich nicht hergestellt.

    Danke, BC und Öhlins fahren sehr hohe Federraten an der VA und sind tendenziell damit deutlich untersteuernder als die KW Fahrwerke. KW scheint da eine etwas andere Philosophie zu haben.

    Ja sicher! Eine Art der Tieferlegung ist ein Gewindefahrwerk und es wäre schon sehr gut, wenn man das hinterher auch richtig eingestellt bekommt.


    Man kann natürlich auch sagen Hauptsache tief und Fahrverhalten egal, aber das werden wohl die wenigsten wollen.