Du brauchst doch nur die beiden Federn der Hinterachse gegen weichere tauschen oder mit den Stabis oder dem Reifenluftdruck die Federrate der Hinterachse abmindern.
Für mich liegt das Fahrwerk im Moment hauchzart auf der falschen Seite und ich möchte aus neutral/übersteuernd gerne neutral/untersteuernd machen.
Das was Du vorschlägst sind doch alles größere Umbauten, die dazu auch noch den Kauf neuer Teile voraussetzen (Ausnahme Reifendruck, aber das ist Feintuning und das kann man machen, wenn alles andere passt). Die Fahrwerkseinstellung bekomme ich für 120 € und ich bin mir recht sicher, dass das als alleinige Maßnahme zielführend ist.
Man könnte ja auch einfach den hinteren Stabi aushängen, aber ich bin mir recht sicher, dass der Wagen dann recht heftig ins Untersteuern geht.
Und wenn ich Deinem Ratschlag folge und etwas an Federn oder Stabis ändere, dann geht das Spiel mit der Suche der richtigen Einstellung ja wieder von vorne los. Man merkt ja schon, dass mein Anspruch nicht der ist, dass das Auto irgendwie fährt, sondern dass ich da eine Zielvorstellung habe. Dann hätte ich also neue Teile, den Umbau und eine Fahrwerkseinstellung. Das hört sich für mich weder effektiv noch günstig an.
Die Feinheiten die Du hier herausarbeitest liegen weit jenseits des Bereiches in dem der normale Anwender sein Fahrzeug bewegt.
Das mag ja sein, aber das macht es ja für andere die auch das Fahrwerk mit ähnlichen Einstellungen fahren nicht besser. Aus rein professioneller Sicht würde ich ein Fahrwerk so nicht abstimmen und es dann Lieschen Müller an die Hand geben.
Gerade für nicht Profis halte ich ein neutrales oder übersteuerndes Setup für nicht sinnvoll. Nach Aussage von KW sind sie bei der Abstimmung des V3 auch von den Vorgaben für die Serien-Fahrwerkseinstellung (mit hoher Sturzdifferenz vorne/hinten) ausgegangen. D.h. die hier eher bevorzugten Einstellungen mit wenig Sturzdifferenz waren nicht das Ziel der Entwicklung. Warum sollte man dem also nicht Rechnung tragen in dem man mit der Einstellung mehr in die Richtung geht, mit der das Fahrwerk auch abgestimmt wurde?
Und wenn man dann sieht mit welchen Einstellungen das Fahrwerk gut funktioniert und ein robustes und sicheres Fahrverhalten bietet, dann ist das doch sicher auch ein Gewinn für alle anderen, auch wenn sie das nicht jeden Tag heraus fahren. In einer Notsituation kann so etwas genau die Reserven bieten, die man braucht.