Das STX hat fast gleich hohe Federraten vorne wie hinten, die Serie weißt eine ähnliche Differenz vorne zu hinten auf.
Ansonsten bin ich durchaus deiner Meinung bei deinen ND mit deinen Reifen und deiner Fahrwerkshöhe. Ansonsten ist es auch nur, wie du schreibst ein Vorschlag bzw Grundeinstellung. Ob sie dann zu anderen Fahrzeugen oder Fahrern usw paßt, bleibt abzuwarten.
PS: Die 1°30 sind keine Vorgaben von Mazda, hier die Vorgaben
Hallo Markus,
ST-X und KW V3 fahren mit 40/37 hinten progressiv fast identische Federraten an Vorder- und Hinterachse. In der Serie sind es 27/14 bzw. 27/18 (H&R und Bilstein mit 50/40). Damit sind alle Gewindefahrwerke an der Hinterachse deutlich steifer als die Serie und damit auch in der Balance deutlich nach hinten geschoben, also übersteuernder.
Dem sollte man bei der Einstellung Rechnung tragen. Ich habe das im ersten Anlauf nicht gemacht und merke jetzt, dass es nicht so gut passt.
Mein Fahrwerk wurde auch seit dem Einbau des V3 zweimal eingestellt, aber die Tendenz ist und bleibt dieselbe. Es fährt sich deutlich übersteuernder, als die Serie, obwohl ich sogar vorne 10‘ weniger Sturz als hinten fahre. Meine aktuellen Werte habe ich auch schon mehrfach hier und an anderer Stelle gepostet (wenn man das nicht liest, weiß man natürlich nicht was ich aktuell fahre
).
Der Vorschlag den ich oben gepostet habe trägt dem Rechnung in dem er generell die Vorderachse etwas schwächt und die Hinterachse stärkt.
Aktuell fahre ich (ich wiederhole das gerne nochmal):
Vorne
Gesamtspur 16‘
Sturz 1°20‘
Hinten
Gesamtspur 20‘
Sturz 1°30‘
Ich kann Euch versichern, dass die Hinterachse kein Gripmonster ist. Das gilt in dem Setup leider nur für die Vorderachse. Die ist bombenstabil während das Heck recht lose ist. Also ist es erst einmal logisch die Vorderachse leicht zurück zu nehmen und an der HA die Spur zu erhöhen.
Das ich selber noch neu einstellen lassen muss und entsprechend im Moment auch nur theoretische Überlegungen anstellen kann, hatte ich dazu auch oft genug geschrieben.
Wenn ich Werte heraus gebe, oder empfehle dann generell nur solche, von denen ich glaube, dass jeder damit klar kommt und die auch ein sicheres Fahrverhalten gewährleisten. Insofern sind die oben genannten Werte natürlich eine Empfehlung in Richtung eines untersteuernden Setups und der Profi weiß dann selber was er ändern muss ;-).
Das sind übrigens auch nicht genau die Werte, die ich bei mir einstellen lasse. Da ich mich kenne ;-), wird das gleich modifiziert.
Es besteht jetzt natürlich noch die Möglichkeit, dass sich bei mir was verstellt hat, oder bei der letzten Vermessung schief gegangen ist. Sollte dem so sein habe ich sicher keine Probleme, den Fehler einzuräumen und hier Farbe zu bekennen sowie das ganze zu korrigieren.
Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ich hier die richtige Diskussion anstoße und sich gerade die etwas versierteren Mitgleider beteiligen. Denn ich bin mir inzwischen wirklich sehr sicher, dass man bei den Gewindefahrwerken den steiferen Hinterachsfedern Rechnung tragen muss und nicht einfach mal pauschal alles so ähnlich wie im Serienfahrwerk machen sollte.
Mit den Einstellwerten hast Du schon recht Markus. Da habe ich die 1°23‘ der Vorgabe auf 1°30‘ erhöht, weil ich das bei einer Tieferlegung und einem Sportfahrwerk noch für gut vertretbar halte. Also Entschuldigung, dass ich da etwas ungenau war. Dennoch sind die von mir o.g. Werte auch noch in der Werkstoleranz, so dass man da keine Bedenken haben muss.
Und, das kann ich nicht oft genug betonen, es ist absolut richtig, dass eine Einstellung immer zu Fahrer, Fahrwerk, Reifen etc. passen muss. Aber irgendeine Absprungbasis braucht man ja und das sollte aus meiner Sicht immer erst einmal ein solides, konventionelles gutmütig untersteuerndes Setup sein.
Den Reifeneinfluss habe ich bei mir übrigens auch schon einigermaßen isoliert. Die Grundsteuertendenz ist sowohl mit Sommer- wie mit Winterreifen die gleiche mit nach hinten verschobener Balance. Ich hatte ja auch extra dazu geschrieben, dass es mir um normale Reifen und ein alltagstaugliches Setup geht. Ich suche auch definitiv eine Einstellung, die wieder mit Sommer- und Winterreifen funktioniert, weil ich mein Fahrwerk nicht zweimal im Jahr neu einstellen lassen werde.
Auch wenn ich Dir voll zustimme, dass man erst einmal mit einem Grundsetup starten sollte, um dann selber zu optimieren, muss man im Blick behalten, dass das nicht für alle Fahrer gilt. Viele Fahrer haben weder die fahrdynamische noch die technische Ausbildung, um da später zu optimieren. Die wollen dann Werte für eine Einstellung haben und fahren damit die nächsten 30 Jahre.
So bietest Du zwar auch immer eine Grundeinstellung zur späteren Optimierung an, aber sehr viele hier stellen genau einmal diese Werte ein und fahren damit.
Das ist wie das, was man in einem Auto ab Werk ausliefert. Einige werden das optimieren, aber viele andere fahren damit einfach. Also macht es schon Sinn sich umfangreiche Gedanken zu machen und dann auch eine gute Grundeinstellung anzubieten. So etwas würde ich jetzt gerne auch für die Gewindefahrwerke erarbeiten und dann ggf. auch veröffentlichen. Und da freue ich mich über jeden der konstruktiv unterstützt und seine Meinung einbringt.
@SPSNico: Bist Du wirklich gedanklich beim KW V3, oder STX? Euer BC Racing fährt vorne recht hohe Federsteifigkeiten und wird sich komplett anders verhalten und auch eine andere Einstellung brauchen.