Beiträge von Svanniversary

    Hypothese: Die im Verhältnis hinten zu vorne relativ höhere Federrate kosten Traktion.

    Nicht nur das. Sie ändern auch das Verhältnis der übertragbaren Seitenkräfte zwischen vorne und hinten, d.h. die Federrate ist eins, wenn nicht sogar das Instrument (neben den Stabis), um die Balance eines Fahrzeugs einzustellen. Das ist auch keine Spekulation, sondern ein Fakt, den man in den ersten Semestern Fahrzeugtechnik lernt.


    Genauso ist es fahrzeugtechnisches Grundwissen, dass man mit den Spur- und Sturzwerten Einfluss auf das Seitenführungspotential einer Achse nimmt.


    Wer jetzt meint "ach, der Sven wieder", kann das auch problemlos in der entsprechenden Fachliteratur, z.B. im beliebten Buch "Fahrdynamik in Perfektion" von W. Weber nachlesen.


    Insofern finde ich die Diskussion und insbesondere die dabei mitunter vorkommende Schärfe recht erstaunlich.


    Wir haben es bei den KW Fahrwerken mit einem anderen Verhältnis der Federraten von vorne und hinten zu tun und das kann und muss Einfluss auf die Balance haben, da es keine Faktoren gibt, die das in irgendeiner Weise kompensieren können (z.B. sind ja dieselben Stabis verbaut und auch die Elastokinematik ist dieselbe).
    Genauso ist es für mich dann auch folgerichtig zu überlegen, mit welchen Änderungen der Spur- und Sturzeinstellungen man etwaige Effekte kompensieren kann.


    Die große Frage die für mich bleibt ist, wie groß diese Effekte sind und in welchem Maße man bestimmte Werte ändern muss um eine sinnvolle Kompensation zu erreichen (und ggf. sogar die Frage, ob eine Kompensation notwendig ist).
    Das ist die eigentliche Diskussion, die ich auch anstossen wollte.

    Danny meinte aber, dass sich die meisten da überschätzen. Und das ist einfach nicht richtig. Ich bin 2-3 im Jahr dort. Klar sieht man Unfälle, aber verhältnismäßig wenig dafür, dass es halt noch immer eine Rennstrecke ist.Aber, das ist hier ja auch nicht das Thema :)

    Ich denke Danny und ich meinten, dass sich die überschätzen, die ihr Auto zerlegen. Daneben gibt es natürlich zum Glück auch noch die überwiegende Mehrheit der Fahrer, die besonnen fahren und unfallfrei durchkommen.


    "Verhältnismäßig wenig" glaube ich nicht. Es sind schon verhältnismäßig viele, da so gut wie keine Touristenfahrt ohne mehrere Unfälle endet. Im öffentlichen Straßenverkehr ist die Quote schon deutlich besser.

    Damit keine Missverständnisse aufkommen, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich grds. sehr dankbar und happy über die "Taxidriverbasiswerte" ("für tiefergelegte NDs") bin.

    Das tut doch auch keiner, das in Frage zu stellen, oder? Gerade im Sinne der vielzitierten Basisabstimmung muss es doch erlaubt sein, zu überlegen, ob ich in anderen Konstellationen die Werte modifizieren muss und kann, um ein anderes und ggf. sogar besseres Ergebnis zu erzielen.


    Ich glaube persönlich eher nicht, dass es nur an den Winterreifen liegt. Einen ähnlichen Effekt hatte ich bei mir auch, bin aber der Meinung, dass die Winterreifen dieses Phänomen nur auf niedrigerem Niveau erfahrbarer machen.
    Die gleichen Tendenzen waren bei mir mit Sommerreifen auch schon da. Nur mit denen kommt man, insbesondere trocken, seltener in die Bereiche, wo man mit Balance u.ä. Probleme bekommt (und wenn hat man häufig anderes zu tun, nämlich u.a. das Auto wieder unter Kontrolle zu bringen ;) ).

    Sorry Sven, den Schuh gebe ich dir zurück.

    Mir ist nicht bewusst, worauf Du Dich dabei beziehst. Hier hatte ich bewusst nichts dazu geschrieben, außer der Frage, was die Absprungbasis war. Du hast PN. Vielleicht können wir das in dem Rahmen klären.

    Skipper: Habe ich irgendwo geschrieben, dass das Fahrwerk total daneben ist? Überhaupt nicht, das funktioniert super. Was aber nicht so gut funktioniert, ist es einfach die alten Einstellwerte zu übernehmen.
    Was Du vorschlägst ist das Fahrwerk zu wechseln, weil es falsch eingestellt wurde. Das halte ich nicht für sinnvoll.


    Es ist ja nicht so, dass es nicht gut fährt, oder unfahrbar ist. Die Steuertendenz ist leicht außer Balance und ich bin mir sehr sicher, dass man das mit einer geeigneten Einstellung auch wieder da hin geschoben bekommt wo es sein soll.


    Jetzt kann man natürlich auch sagen "alles Leute bei KW, die keine Ahnung haben", aber auch das glaube ich nicht. Die haben sich etwas bei Ihrer Abstimmung gedacht und ich bin auch bereits mit der KW Hotline dazu im Kontakt. Die Jungs sind sehr hilfsbereit und haben mir auch schon viele Hinweise gegeben, die geholfen haben.


    Und als letztes ist das ein Thema was u.a. das ST-X, das KW V3, das H&R Monotube und das Bilstein B14 betrifft, im mehr oder weniger ausgeprägter Form. Entweder diese Fahrwerke müssten jetzt alle andere Federn bekommen, oder man macht sich mal Gedanken, wie man sie am besten einstellen sollte.


    Ich finde es großartig, dass wir hier mit @Harkpabst und @GarchingS54 mehrere Leute haben, die in der Lage sind das zu beurteilen und sich jetzt ebenfalls Gedanken machen. Daher bin ich auch fest davon überzeugt, dass wir am Ende eine Idee bekommen, wie man so ein Fahrwerk einstellen sollte und dass dann viele andere davon profitieren können.

    Komisch 0°01 mehr Spur an der HA und alles ist angeblich gut :whistling: .
    Nur mal so zum Nachdenken ;)

    Na klar. Professionell und umfassend beurteilt nach der ersten Probefahrt und ohne dass wir Vorgeschichte und Erfahrung kennen. So am Rande ist jetzt ein anderes Fahrwerk verbaut und das Feedback bezieht sich nicht bloß auf eine geänderte Einstellung, sondern auch den ersten Eindruck mit einem anderen Fahrwerk.
    Was soll das denn jetzt? Und ich finde es ist kein guter Stil, dass jetzt im ganzen Forum in verschiedenen Threads auszutragen. Sorry, aber gerade muss ich mein Bild von Dir etwas korrigieren.
    Ich freue mich übrigens über sachliche und fundierte Kommentare im Tieferlegungs-Thread. Da würde es Sinn machen es weiter zu diskutieren.


    @KTS: Das bezieht sich auf einer Diskussion im Tieferlegungs-Thread und gehört nach meiner Ansicht nicht hierher.


    Die wenigsten meistern diesen oder auch anderen Kurs und wenn diese Jungs abfliegen sind es meistens irgendwelche gesponserten Teams die die Blessuren am Fahrzeug weglächeln.

    Das glaube ich nicht. In der Liga fahren nicht viele.


    Ich kenne jemanden der fährt in der GT Masters mit einem Lamborghini. Jeder Schaden im Rennen muss privat bezahlt werden, egal wie er zu Stande gekommen ist. So ein Scheinwerfer liegt da schon einmal bei 8.000 €. Das tut schon richtig weh.

    Warst du schon mal da?
    Dass sich "die meisten" überschätzen ist etwas übertrieben. Ja, es gibt solche, aber der Regelfall ist das nicht.

    Naja, wie würdest Du es nennen? Sie sind zu schnell und bekommen dafür die Quittung. Mit einer entsprechend vorsichtigeren und angepassten Fahrweise wäre das nicht passiert.
    Wer auf einer der anspruchsvollsten Strecken der Welt voll ans Limit will und sich dann ablegt, der hat sein Fahrkönnen in der Regel überschätzt.


    Ich bin auf der NOS nicht nur gefahren, sondern habe da auch im Grenzbereich getestet. Und es ist gut gegangen, weil ich mich immer vorsichtig von unten ans Limit heran getastet habe und meine Grenzen und die des Autos kenne.
    Bei vielen Fahrern sieht man auch einfach, dass keine richtigen Reaktionen abrufbar sind. Wenn ich mich mal weit aus dem Fenster hänge, dann hätten weit mehr als die Hälfte der Unfälle vermieden werden können, wenn der Fahrer nach dem Ausbrechen des Autos anders und richtig reagiert hätte. Warum also lässt man es krachen, wenn einem die Erfahrung fehlt, wie man ein ausbrechendes Auto richtig abfängt? Überschätzung des eigenen Könnens wäre eine Erklärung. Es bliebe sicher auch noch Dummheit, mangelndes Talent, oder Pech, aber das macht es auch nicht besser.


    Daher habe ich auch genau dieses Video hier verlinkt. Ich sehe das wie mit dem ESC. Entweder man schafft es angepasst zu fahren und das eigene Können realistisch einzuschätzen, oder es kann ganz schnell schief gehen. Ich denke die Kandidaten auf der NOS haben auch alle gedacht "ich kann das und wird schon gut gehen". Etwas was man im Zusammenhang mit deaktiviertem ESC auch sehr oft liest.