Beiträge von Svanniversary


    Bist eh schon infiziert, und wenns ins Budget passt .....

    Das ist der Punkt ;-).


    Ich sehe auch nichts was dagegen spricht. Der Umstand, dass Du da überhaupt darüber nachdenkst zeigt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Mache nicht den gleichen Fehler wie wir, die sich mit Mitte 40 einen MX kaufen und sich dann fragen, warum sie das nicht schon viel früher gemacht haben.


    Für langweilige Autos ist immer noch Zeit.

    Hi @Oetti989,


    mein KW V3 hat sich im Schnitt 5 - 10 mm gesetzt. Kommt ja vom gleichen Hersteller. 15 mm ist schon sehr viel. Vielleicht hat sich nicht nur etwas gesetzt, sondern auch verstellt?


    Wenn Du Dein Fahrwerk einstellst, dann die Standhöhe tiefer stellst und es danach wieder genau auf das alte Maß hochdrehst, passt die Fahrwerksgeometrie normalerweise wieder.
    Aber was ist schon normal ;-). Die Gummibuchsen werden je nach Standhöhe unterschiedlich belastet und passen sich gewissermaßen auf die neuen Lasten an. Das ist ein Teil vom Setzen. Dazu kommt, dass die ganzen Vermessungen stark davon abhängen wie gut man das Auto vorher entspannt und genau auf das richtige Niveau bekommt.
    Dazu kann man mal das folgende Experiment machen:
    - Auto vermessen und einstellen,
    - Eine Runde fahren,
    - Auto nachmessen.
    Dabei wird man problemlos Abweichungen im Bereich einiger Minuten messen, weil Verspannungszustand und Standhöhe bei beiden Messungen unterschiedlich sind.
    Es ist auch sehr spannend das Auto auf dem Messstand mal am Rahmen hochzudrücken, oder herunter zu ziehen. Da tut sich auch einiges in den Werten. Daher sollte man das Auto dann auch immer durchwippen, bevor man die Werte nimmt und alles festzieht.


    Also empfiehlt es sich tatsächlich, bei jeglichen Arbeiten am Fahrwerk die Werte zu kontrollieren und ggf. neu einzustellen. Tätig werden würde ich aber erst, wenn die Abweichungen sich im Bereich 5' und höher bewegen. Alles andere liegt eher im Bereich der Messtoleranzen.

    Ich würde auch lügen, wenn ich behaupte, dass ich es nie ausmache. Aber sicher nicht regelmäßig, nicht im Alltag und nur wenn ich die Situation wirklich kontrollieren kann (und das ist nicht so oft).

    @Shortylaforge
    Für Serie, inkl. Bilstein und H&R/Bilstein Tieferlegungsfedern passen die bekannten Werte inkl. der sehr robusten Einstellung, die von @Taxidriver empfohlen wird.


    Einige Gewindefahrwerke, wie z.B. das ST-X, das KW V3, H&R und Bilstein B14 fahren andere Radlastverteilungen, da sie verhältnismässig höhere Feder-Steifigkeiten an der Hinterachae fahren.
    Das bewirkt, dass sie mit den empfohlenen Werten für die Serie eine ganz andere Balance bekommen und weniger unter- bzw. mehr übersteuern.
    Hier erscheint es, zumindest mir, ratsam, eine angepasste Fahwerksgeometrie zu fahren. Konkret heisst das, grössere Sturzdifferenz vorne/hinten und mehr Vorspur hinten.
    Die genauen Werte dafür erarbeiten wir uns hier gerade. Als erste Orientierung würde ich hinten 15-20‘ mehr Sturz und ca. 10-20‘ mehr Gesamtspur fahren (also hinten gesamt ca. 20-30‘). Auch das lässt sich noch sogar noch problemlos innerhalb der Werkstoleranzen realisieren.

    Daher wundert mich deine Einschätzung ein wenig. Bist Du sicher das Du das V3 richtig eingestellt hast?

    Ja, sicher. Mindestens die Werkseinstellung hätte ja funktionieren sollen ;-). Davon ausgehend, habe ich nur versucht, dass Auto noch neutraler bzw. untersteuernder zu machen und auch das hat innerhalb gewisser Grenzen funktioniert.


    Hört sich für mich alles sehr merkwürdig an. Könnte eventuell ein Reifeneinfluss sein, also dass der Reifen stark zum untersteuern neigt. Anders kann ich mir das nicht erklären.
    Wie war das eigentlich noch einmal mit der Gewichtsverteilung beim Spider? Hat der mehr Gewicht auf der Vorderachse, als der MX? Das wäre auch eine Erklärung.


    Wie sieht das mit nass und trocken bei Dir aus? Gibt es da Unterschiede, oder verhält sich das Auto immer gleich?


    @Harkpabst ist ja mit dem ST-X dabei, aber das ist dann auch wieder ein MX.

    Wenn das so ist gibt es mehrere Möglichkeiten: Der Spider verhält sich komplett anders, als der MX - mein Auto ist irgendwie anders - Dein oder mein Popometer funktioniert nicht richtig. Eine andere Möglichkeit wäre noch, dass sich das ST-X komplett anders verhält, als das V3, aber das scheint nach @Harkpabst Erfahrungen auch nicht so zu sein.


    Mein Wagen ist aktuell ähnlich eingestellt, mit 10' weniger Sturz vorne (also eher untersteuernder) und das Fahrverhalten ist neutral mit leichter Übersteuertendenz. Müssen wir eventuell darüber reden was Du genau unter "neutral" verstehst?
    Ich definiere das mal aus fahrzeugtechnischer Sicht. Neutral heißt, dass das Auto bei konstanter Kreisfahrt gleichmäßig über beide Achsen ausbricht, ohne dabei zu unter- oder zu übersteuern. Wenn das Fahrzeug so ein Verhalten statisch zeigt, heißt das das es dynamisch durch Lastwechsel zum übersteuern neigt. Schaffst Du es, das Auto in ein statisch neutrales, oder leicht untersteuerndes Verhalten zu stellen? Mit meinem geht das nur unter ganz bestimmten Randbedingungen bei niedrigen Geschwindigkeiten.
    Mit einem echt neutralen Fahrwerk, oder dem normal eher angestrebtem Verhalten neutral mit leichter Untersteuertendenz, sollte es einem möglich sein, eine saubere Linie ohne übersteuern, oder ESC Eingriffe zu fahren. Das ist mit meinem Auto aktuell sehr anspruchsvoll und kaum möglich.


    Übrigens, so am Rande, die Spur vorne hat nur sehr geringe Effekte auf das Steuerverhalten, nämlich nur über den Spurdifferenzwinkel links zu recht. Man kann sich das ganz gut vorstellen, da sich die Vorderachsspur am äußeren Rad bei Kurvenfahrt ja nicht fest einstellt, sondern durch den Lenkwinkel verändert wird. Anders gesagt, kann ich an der Vorderachse keine festen Werte einstellen, die die Kurvenfahrt beeinflussen, weil diese vom aktuellen Lenkwinkel abhängen.
    An der Hinterachse ist das anders. Da geht der Spurwert direkt in den Schräglaufwinkel ein und beeinflusst das Steuerverhalten massiv.
    Vielleicht noch anschaulicher, mit dem Spurdifferenzwinkel an der Vorderachse beeinflusse ich den Schräglauf am entlasteten kurveninneren Rad, dass nur wenig Kräfte übertragen kann. Mit dem Spurwert der Hinterachse beeinflusse ich in erster Linie den Schräglaufwinkel des belasteten kurvenäußeren Hinterrades, dass höhere Kräfte übertragen kann. Damit ist der Einfluss der Gesamtspur an der Hinterachse auf das Fahrverhalten deutlich höher, als dass der Gesamtspur an der Vorderachse.


    Leider nicht unbedingt selbsterklärend, aber eventuell trotzdem zur Visualisierung hilfreich: https://de.wikipedia.org/wiki/Einspurmodell.


    Um das also auf den Punkt zu bringen, beeinflusst die VA-Spur hauptsächlich das Anlenkverhalten, aber das Steuerverhalten nur minimal. Wenn ich die Steuerdentenz beeinflussen möchte, muss ich mit der Sturzdifferenz vorne zu hinten arbeiten, oder mit der Spur an der Hinterachse. Dabei gilt, dass die Achse mit mehr Sturz stabiler ist und dass mehr Vorspur an der Hinterachse auch zu einem stabileren Fahrverhalten führt. Stabil mein hier fahrzeugtechnisch neutral bis untersteuernd im Gegensatz zu übersteuernd als instabilem Fahrzustand.