Beiträge von Svanniversary

    Ah, o.k.
    Dann kannst Du den Wagen nach den 700 km einstellen lassen.
    Der Wagen wird auf dem langen Transportweg durch Transferfahrten und Verspannung sowie Vibrationen auf dem Schiff ausreichend vorbelastet.


    Transport + 500 bis 1.000 km reichen da aus.
    Davon ab würde ich die Einstellung dann nach 1-2 Jahren sowieso nochmal kontrollieren und ggf. nachstellen lassen. Aber bis dahin ist ja ggf. sowieso ein anderes Fahrwerk verbaut ;-).


    Ich frage mich daher - bzw. euch ;) - wann ich die Einstellung vornehmen lassen sollte. Komme ich mit einem Werkstattbesuch aus?

    D.h. ihr baut den Wagen auf Bilstein um, aber die Federbeine sind schon in einem anderen Auto gelaufen?


    Ungelaufenen Teilen würde ich 2-3 tkm Zeit zum Setzen geben.


    Gelaufene Teile müssen sich nur auf den Federunterlagen zurecht rütteln. Dafür sollten 500-1.000 km reichen.


    Beim Reifenverschleiss würde ich mir nicht so große Sorgen machen. Viele fahren auch ohne weitere Einstellung und ohne Probleme im Verschleiß. Für ein paar tausend km ist das auch nicht so kritisch.

    Meine Frau ist die Hauptnutzerin und passionierte Reiterin. Der Vorteil ist einfach, dass die Wanne schneller ausgebaut und ausgeschüttelt ist, als ich einen Staubsauger zur Hand habe. Ganz davon abgesehen, dass sich Schlamm und Pferdemist nicht im Teppich verewigen.

    Wir haben vorne Löcher in die Domstrebe gemacht. Damit komme ich sehr einfach vorne und hinten an die Verstellung.


    Ein Kollege hat mir noch einen Tipp gegeben, der bei mir ganz gut funktioniert hat. Er sprach von Summendämpfung und damit ist die Summe aus Druck- und Zugstufe gemeint.
    D.h. wenn Du an einer Achse die Druckstufe viel härter machst, musst Du gleichzeitig die Zugstufe öffnen und umgekehrt.
    Wichtig ist das, wenn ich bei den Achsen unterschiedliche Werte wähle. Wenn ich beiden Achsen gleich verändere, ist das nicht so kritisch.


    Kriterium für ein ausgewogenes Dämpfungsverhältnis ist dann in erster Linie ein paralleles Wanken und Huben. D.h. das Auto muss beim Anlenken gleichmäßig vorne und hinten anwanken und darf nicht über eine Achse weckknicken. Genauso muss es bei Unebenheiten parallel huben und darf nicht nicken.


    Für die Rennstrecke und insbesondere die leichte Übersteuerdentenz des V3 würde ich anfangen, mit der Druckstufe zu spielen und diese an einer Achse stärker zu machen, als an der anderen. Je nachdem, ob man vorne oder hinten mehr Druckstufe gibt, äußert sich das in den unterschiedlichen Kurvenphasen:
    - mehr Druckstufe an der Hinterachse macht das Auto beim Anlenken übersteuernder und etwas stabiler bei stationärer Kreisfahrt
    - mehr Druckstufe an der Vorderachse macht die Hinterachse bei dynamischen Manövern etwas stabiler


    Wenn Du starke Differenzen in der Druckstufe vorne zu hinten wählst, musst Du ggf. mit der Zugstufe etwas gegenhalten, d.h. an der Achse mit mehr Druckstufe die Zugstufe weicher stellen, oder/und umgekehrt.


    Das muss man einfach mal ausprobieren, was einem besser liegt, da es stark von Fahrweise und Linienwahl abhängt.

    Spürt man Schläge durch Gullideckel eher vorne oder eher hinten in der Druckstufe? Sobald ich meine Winterräder aufstecke, werde wohl Druckstufe 12 einstellen.

    Was mir dazu nach heute noch auffällt und was mir die Kollegen mitgegeben hatten: Die Zugstufe hat einen enormen Einfluss auf den Komfort. Die Einstellung auf 12 Clicks an der Vorderachse hat man deutlich mit mehr Komfort gemerkt.
    Ich würde also für einen besseren Komfort auch die Zugstufe verstellen.

    Ich war nochmal neugierig auf ein anderes Setup und habe gestern und heute nochmal ein wenig ausprobiert.


    Durch die hohe Druckstufe im Heck ist der Wagen mit meiner letzten Einstellung beim Einlenken extrem agil geworden. Ich wollte es jetzt mal in die andere Richtung ausprobieren.


    Ursprüngliches Setup
    Zug/Druck
    Vorne: 11/10
    Hinten: 11/8


    Gestartet bin ich für das neue Setup mit (Clicks immer in Richtung auf gezählt von komplett geschlossen):
    Zug/Druck
    vorne: 11/7
    hinten: 11/10


    Das war sehr unausgewogen. Vorne recht steif, hinten leicht unterdämpft. Auf Bodenwellen war deutlich mehr Bewegung im Hinterwagen, als vorne.
    Also habe ich noch einmal korrigiert, mit hinten etwas mehr Druck und als Ausgleich vorne etwas weniger Zug, damit das Auto wieder parallel kommt.


    Als Ergebnis also:
    Zug/Druck
    vorne: 12/7
    hinten: 11/9


    Das hat dann ganz gut gepasst. Das Auto hubt recht parallel, hängt sehr gut an der Lenkung und ist recht gutmütig, was Lenkbewegungen angeht. In schnellen Kurven ist die Hinterachse etwas ruhiger als mit dem alten Setup, Steuertendenz relativ neutral. Hat mir sehr gut gefallen und bleibt erst einmal so.


    Ist schon interessant mit der Druckdämpfung, weil sie je nach Einstellung großen Einfluss auf die unterschiedlichen Kurvenphasen Einlenken, balanced Throttel und Auslenken hat.


    Gefahren bin ich heute bei um die 0° mit teilweise trockenen und feuchten Straßen und Winterreifen.