Wir haben vorne Löcher in die Domstrebe gemacht. Damit komme ich sehr einfach vorne und hinten an die Verstellung.
Ein Kollege hat mir noch einen Tipp gegeben, der bei mir ganz gut funktioniert hat. Er sprach von Summendämpfung und damit ist die Summe aus Druck- und Zugstufe gemeint.
D.h. wenn Du an einer Achse die Druckstufe viel härter machst, musst Du gleichzeitig die Zugstufe öffnen und umgekehrt.
Wichtig ist das, wenn ich bei den Achsen unterschiedliche Werte wähle. Wenn ich beiden Achsen gleich verändere, ist das nicht so kritisch.
Kriterium für ein ausgewogenes Dämpfungsverhältnis ist dann in erster Linie ein paralleles Wanken und Huben. D.h. das Auto muss beim Anlenken gleichmäßig vorne und hinten anwanken und darf nicht über eine Achse weckknicken. Genauso muss es bei Unebenheiten parallel huben und darf nicht nicken.
Für die Rennstrecke und insbesondere die leichte Übersteuerdentenz des V3 würde ich anfangen, mit der Druckstufe zu spielen und diese an einer Achse stärker zu machen, als an der anderen. Je nachdem, ob man vorne oder hinten mehr Druckstufe gibt, äußert sich das in den unterschiedlichen Kurvenphasen:
- mehr Druckstufe an der Hinterachse macht das Auto beim Anlenken übersteuernder und etwas stabiler bei stationärer Kreisfahrt
- mehr Druckstufe an der Vorderachse macht die Hinterachse bei dynamischen Manövern etwas stabiler
Wenn Du starke Differenzen in der Druckstufe vorne zu hinten wählst, musst Du ggf. mit der Zugstufe etwas gegenhalten, d.h. an der Achse mit mehr Druckstufe die Zugstufe weicher stellen, oder/und umgekehrt.
Das muss man einfach mal ausprobieren, was einem besser liegt, da es stark von Fahrweise und Linienwahl abhängt.