Beiträge von Svanniversary

    Der Fehler liegt darin, dass angenommen wird, dass es DAS PRODUKT gibt.


    Kauft doch was euch gefällt und macht selbst die Erfahrungen.
    Danach einfach mal kurz das Ego ausschalten und dann versuchen die eigene Erfahrung in Worte zu fassen. Das wird nicht einfach und wird auch niemal an einen A-B Vergleich ran kommen.

    Ach ja, schön wäre das. Aber leider werden sich nur die wenigsten eine Fehlinvestition in der Größenordnung von 1 - 2 t€ leisten können. Also hofft man natürlich, das es gleich passt (puh, ich habe da Glück gehabt, bzw. bei der Recherche viel richtig gemacht ;) ).


    Was ich inzwischen verstanden habe - es gibt das objektive, optimale Fahrwerk unter fahrdynamischen Gesichtspunkten und das kann man auch einigermaßen technisch definieren. D.h. aber noch lange nicht, dass es für alle passt und alle damit zufrieden wären. Die subjektiven Vorlieben beim Fahrwerk sind einfach enorm wichtig, wie doll wankt es, ist es zu hart oder zu weich, wie ist das subjektive Sicherheitsgefühl, schmaler oder breiter Grenzbereich, welcher Reifen, welches Rad, welche anderen Randbedingungen. Da gibt es immens viele Faktoren die wichtig sind, so dass es am Ende eben nicht das eine Fahrwerk gibt, dass für alle das Richtige ist.


    Man kann dem aus meiner Sicht etwas vorbeugen, in dem man sich vorher ein paar Gedanken macht. Erster Punkt wie wichtig ist mir weniger Wanken und der Komfort. Dementsprechend sollte man rein aufgrund der technischen Daten entscheiden in welche Richtung die Federraten gehen sollten. Im Bereich 40-50 N/mm ist man mit leichtem Restwanken eher noch komfortabler unterwegs (ST-X, KW V3), darüber wird es schon sehr straff und sportlich.
    Zweiter Punkt ist der Dämpfer, dessen Einfluss fast noch größer ist, als der der Feder. Hier umgeht man viele Probleme, wenn man ein Fahrwerk mit Verstellung nimmt, da man dann selber in die eine oder andere Richtung nachjustieren kann.
    Bei einfacher Verstellung (nur Zug- oder nur Druckstufe, wobei eigentlich immer beides kombiniert ist), kann man in Richtung Härte oder Komfort nachjustieren. Bei getrennter von Zug- und Druckstufe kann man sogar fahrdynamisch, z.B. hinsichtlich Eigenlenkverhalten, nachjustieren.
    Wenn man auf der Basis entschieden hat, was einem wichtig ist, weiß man auch wie tief man in die Tasche greifen sollte. Einbau und Abnahme kann man beim Händler mit ca. 500 € veranschlagen, so dass man auch eine Idee bekommt, was es kostet, wenn man nochmal tauschen muss, weil es nicht passt.

    Ich weiß nicht genau wieso (Vielleicht unbewusst durch die Werbung) aber irgendwie hat KW für mich immer so nen ATU-Tuning-Charakter.

    Da bin ich zu pragmatisch, um mich von der Werbung beeinflussen zu lassen. Die müssen halt auch irgendwie ihre Ware an den Mann bringen und bei der üblichen Zielkundschaft kommt das an.


    Wenn man das Buch von Wolfgang Weber liest, dann merkt man wie er für KW und die dahinterliegende Technik brennt und da sage ich ohne zucken, der Mann hat wirklich Ahnung, insbesondere von Fahrdynamik und Rennsport. Darüber hinaus gibt es eine Menge Rennställe, wie z.B. Manthey Racing, die auf KW setzen.
    Ich denke das ist auch der Grund für die verschiedenen Produktlinien. KW bedient mit ST und der Marke KW selber verschiedene Segmente in verschiedenen Qualitäten, so dass für jede Zielgruppe was dabei ist.
    Die Produktlinie V3, Clubsport und Competition ist da aus meiner Sicht sehr dicht am Profi Rennsport-Segment, sowohl technisch als dann folgerichtig auch preislich.
    Da muss ja jeder seine individuelle Entscheidung treffen. Viele investieren viel Geld in Optik, Räder und anderes Zubehör. Da habe fast nichts gemacht, aber dafür ins Fahrwerk investiert. Mir geht es da in allererster Linie um Fahrdynamik und Funktion. Sehen tue ich das Auto ja nicht, wenn ich fahre ;-).
    Technologisch finde ich KW gerade deshalb sehr interessant, weil sie eine eigene Dämpferentwicklung haben und das was sie da machen ist wirklich anspruchsvoll. Das ist durchdacht und auch definitiv gut und teuer. Dazu kommt der eigene Fahrdynamik-Prüfstand mit denen sie Fahrwerke analysieren und abstimmen können. So etwas haben die wenigstens Fahrwerkshersteller.


    Qualitativ kann man immer mal Pech haben und ich denke da nehmen sich die genannten Marken alle nichts.


    Übrigens ist bei mir eher H&R in der Bastelecke ;-). Da habe ich jetzt aber auch einmal keine gute Begründung für ;-). Wahrscheinlich weil ich die hauptsächlich mit Spurplatten und Tieferlegungsfedern in Verbindung bringe.
    Die Zukunft von Bilstein sieht auch nicht so rosig aus, weil sie bei Thyssen wohl keine Zukunft haben und verkauft werden sollen (Oder schon sind? Habe da keine zuverlässigen Infos zu gefunden.).

    KW mag ich einfach nicht so gern, deswegen ist das keine Option.

    Was ist denn das für ein Argument ;-)? Gibt es dafür Gründe, oder reines Bauchgefühl?


    Ich habe schon das Gefühl, auch seit meiner eigenen Gewindefahrwerk-Suche, dass das ein bisschen wie ein Glücksspiel ist. Alle Fahrwerke sind unterschiedlich und was im NB, oder NC super war, muss noch lange nicht im ND funktionieren. Und umgekehrt gibt es das auch, da z.B. das KW V3 im NC einen eher schlechten Ruf hatte und imho im ND hervorragend funktioniert.
    Probe fahren geht in den seltensten Fällen, also bleiben leider nur die Erfahrungen anderer, die man nutzen kann.

    Prima, das Ihr das so weit eingrenzen konntet.


    Underdämpfung ist in der Tat ein Thema und wurde ja auch schon häufig als Nachteil der Kombi Tieferlegungsfedern mit Seriendämpfern genannt. @mister_funk fährt H&R mit Bilstein, was eigentlich noch funktionieren sollte, aber eventuell leicht in die gleiche Richtung gehen könnte.


    Überdämpfung spielt in der Praxis eigentlich keine große Rolle und die allgemeine Grundregel in der Fahrzeugtechnik für minimale Radlastschwankungen (d.h. maximale Kraftübertragung) heißt auch weich Federn, hart Dämpfen.
    Auf ebener Straße werden im Rennsport Dämpferraten gefahren, die um einige Faktoren höher sind, als das was so ein MX-5 fährt. Auf unebener Strecke wie z.B. der NOS verliere ich durch Überdämpfung etwas Rundenzeit, aber das Auto bleibt in der Regel trotzdem fahrsicher. D.h. auf schlechten Landstraßen ist das eventuell ein Thema der maximalen Kurvengrenzgeschwindigkeiten.

    Glaubst Du wirklich das sich die Sicherheit damit erhöht?
    Wenn man drei der vier Schrauben löst reicht das doch wahrscheinlich auch schon. Kann MX505 sicherlich etwas zu sagen.

    Klar reicht das nicht. Man sieht ja alleine schon an dem Unterschied 4 Loch (ND) und 5 Loch (NC mit höherem Gewicht), dass die Hersteller sich da auch ihre Gedanken zu machen und das ich alle Schrauben benötige.


    Bei einer losen Schraube könnte ich mir vorstellen, dass es bei moderater Belastung gut geht. Bei zwei oder mehr führt das unweigerlich zum Schaden. Das Gute ist aber, das Radschraubenlöser sehr schnell sehr laut klappern und man es bemerkt.


    Vielleicht mal als Beispiel - ich war mal mit dem Touareg auf Nässeerprobung. Der bekam damals so ca. 180 Nm Anschraubmoment für die Radschrauben. Meine Mechaniker hatten es sich bei dem einen Versuch etwas einfach gemacht und die Schrauben nur mit dem Schlagschrauber auf höchster Stufe angezogen, mit ca. 120 - 140 Nm Drehmoment.
    Ich bin dann Handling im Nassen gefahren, mit deutlich niedrigerem Reibwert als trocken, und nach 2 (!) Runden hatte ich einen Schraubenlöser. Das hat dann wie beschrieben geklappert und als ich auf die Bühne gefahren bin, viel eine Schraube aus dem Rad.

    Mal abgesehen von der Schraubensetzung bei OZ machen Felgenschlösser nur Sinn, wenn sie die englischen Thatcham Anforderungen erfüllen. Die sind dann deutlich schwerer zu knacken.


    Normale Schlösser kann man sich sparen, weil daran wirklich nur die dümmsten Amateure scheitern.


    Dachte immer, OEM ist OEM oder aber sind die ab Werk bei der Auslieferung doch noch irgendwie anders von der Qualität her?

    Solche staubarmen Beläge werden immer gerne für die USA verwendet. JD Power fragt ab, wie zufrieden die Kunden mit der Staubbildung sind und das gibt ggf. Abzüge.


    Waren denn die Tauschbeläge eventuell auch etwas besser in der Bremsleistung? Staubarm heißt meistens auch automatisch etwas schlechtere Bremsleistung.


    Könnte mir vorstellen, dass ab Werk alle mit den gleichen (USA-) Belägen ausgeliefert werden und es dann im Aftermarket regionale Unterschiede gibt.

    ...oder möchtest du einen neuen MX-5 kaufen ?Wenn ja, in Geduld üben weil Mazda uns erst im letzten Augenblick verraten wird wann ein neues Modell kommen wird.

    Sicher wird mein Auto irgendwann nochmal getauscht und außerdem bin ich fahrzeugtechnisch interessiert.


    Wahrscheinlich ist Recht zu haben für dich viel spannender...

    Ts, ts, man soll doch nicht von sich auf andere schließen ;-). Wollen wir jetzt echt auf das Niveau gehen, oder bleiben wir vielleicht doch lieber sachlich?