Beiträge von Svanniversary

    Den S001 gibt es auch in etwas besser auf anderen Fahrzeugen. Aber richtig überzeugt hat der mich bisher in keiner Spezifikation.


    Das “für OEM ganz OK“ verstehe ich nicht so recht.
    Wenn man in Deutschland mit z.B. Porsche, BMW, Audi oder VW einen OEM-Reifen abstimmt, dann ist der Anspruch dass der besser fährt als die Aftermarket-Reifen und nicht umgekehrt.
    Wäre ja ein merkwürdiger Anspruch extra einen Reifen für die Erstausrüstung abzustimmen, oder zumindest auszusuchen, der dann so lala ist.
    Ich hätte eher gesagt, für OEM ganz schön schlecht.

    Ne, sehe ich echt anders. Trocken recht ordentlich, aber nass sehr schlecht.
    Es fehlt ein vernünftiger Übergangsbereich. Der Reifen kündigt den Grenzbereich nass nicht sauber an und reißt dann schlagartig ab. Gute Reifen können das besser.


    Wenn Du natürlich meinst er ist gut geeignet, um etwas auszuprobieren, ihn schnell runter zu schruppen und dann gegen einen guten Reifen zu tauschen, hast Du meine volle Zustimmung ;-).
    Genauso habe ich es jetzt innerhalb eines Jahres gemacht und in der nächsten Saison kommt der Michelin PS4 drauf.

    @MX505 Einen Vergleich mit Turbomotoren finde ich praxisfern. Leider habe ich keinen Drehmomentverlauf von dem getunten Motor.

    Ich nicht, denn Drehmoment ist Drehmoment, insbesondere im stationären Beschleunigungsvorgang. Ansprechverhalten, etc. einverstanden, da ist der Turbo ganz anders. Es war aber am Ende auch nur ein Beispiel, wie sich ein Motor anfühlt, der bis zum Begrenzer nahezu konstantes Drehmoment liefert.

    Ist es nicht so, dass PS (KW) nur eine mathematische Größe ist und nicht messbar sondern nur errechenbar ist? Die Faktoren, die man zum Berechnen braucht, sind Drehmoment und Drehzahl. Das, was man beim Fahren spürt in Form von Beschleunigung ist nicht Leistung sondern Drehmoment.
    Wenn also, wie von Dir beschrieben, alle 1000 Umdrehungen die errechnete Leistung um 10 PS steigt, dann nur, weil das Drehmoment steigt.

    Ja, stimmt so.


    Real ist es so, dass die Drehmomentkurve beim Serien-Mapping irgendwann abflacht und fällt und daher die Leistung begrenzt wird. Mit dem Tuning sollte es so sein, dass das Drehmoment bis zum Begrenzer nahezu konstant gehalten wird.
    Und ich bin auch der Meinung so etwas merkt man. Ich kenne zwei ganz konkrete Beispiele aus dem VW-Konzern, bei denen man genau diesen Effekt merkt. Den 2,0 EA888 gibt es mit 220 und 280 PS, beide haben 350 Nm Drehmoment. Der kleine Motor ist eher drehmomentoptimiert, d.h. das Drehmoment liegt früher an und flacht dann schneller ab. Der Große ist leistungsoptimiert. Bei dem Motor wird das erreicht durch die Verwendung von zwei unterschiedlich großen Turboladern.
    Und der Effekt ist deutlich. Der eine Motor geht unten rum sehr gut und wird oben etwas müde. Der andere geht unten gut und oben sehr gut. Alles subjektiv einwandfrei und deutlich spürbar.
    So würde ich mir das beim MX auch vorstellen, wenn man 40 PS drauf packt. Der Motor müsste ab 4.500 1/min. ohne jegliches Nachlassen mit viel Schub bis in den Begrenzer laufen. Eine maximale Leistung von ca. 200 PS bei 6.500 1/min. kurz vor dem Begrenzer würde bedeuten, dass dann immer noch 215 Nm anliegen müssen.

    Das nennt sich Impuls auf der Schleuderplatte und unter den Randbedingungen spielt der Reifen keine so große Rolle, da der Reibwert recht niedrig ist und der Impuls von außen eingeleitet wird.
    Da gehört einfach Gefühl und eine schnelle und richtig dosierte Gegenreaktion dazu.


    Je öfter man das übt, umso besser wird es ;-). Schadet also bestimmt nicht.


    Volle Zustimmung, jedoch muss gesagt werden, dass mit dem besseren Reifen besser fährt, wer sich im "normalen" Bereich der Fahrdynamik aufhält - dort, wo der Serienbrückenstein schon versagt. Zudem sind gute Reifen besser und vorhersehbarer fahrbar als die Brückensteine.

    Och - trocken sind die Bridgestone jetzt nicht so schlecht. Das Seitenkraftniveau ist mäßig, aber Übergangsverhalten und Lastwechselreaktionen sind in Ordnung. Da gibt es wirklich schlechtere Reifen.
    Ich würde sogar so weit gehen, dass sie aufgrund des überschaubaren Seitenkraftaufbaus ganz gut geeignet sind, um sich im Trockenen ranzutasten, was Reifen und Auto so können (natürlich am Besten beim Fahrsicherheitstraining, oder anderswo abseits des öffentlichen Straßenverkehrs).
    Trocken ist er aus meiner Sicht auch recht linear und vorhersehbar, so dass ich da nicht von „versagen“ sprechen würde.
    Im Zusammenspiel mit dem KW V3 geht das sehr gut, außer dass eben irgendwann etwas früher Schluss ist, weil der Reifen früher in den Übergangsbereich kommt.
    In Verbindung mit den Serienfahrwerken geht dann natürlich noch etwas weniger.


    Es gibt natürlich viele Reifen, die Trocken deutlich mehr können, aber das hebt wie geschrieben auch das Niveau und wenn es dann schief geht, wird es auch richtig anspruchsvoll.
    Man hat mit so einem Reifen dann zwar mehr Reserven, muss aber noch mehr aufpassen, dass man nicht an/über die Grenzen kommt.
    Das ist auch im OEM Geschäft immer wieder ein Thema. Nehme ich den Reifen, der nicht das Querkraftmonster ist, aber der gutmütig ist und die Grenzen sauber ankündigt, oder nehme ich den Reifen mit dem hohen Niveau und riskiere, das dann irgendwann gar nichts mehr geht. In der Serienentwicklung gewinnen meistens die Reifen mit den gutmütigeren Eigenschaften.

    mit deinen neu georderten ps4 werden dir solche unkontrollierten heckausbrüche nicht mehr passieren.

    Das halte ich für eine Übertreibung.


    Das Auto bricht dann nur heftiger und auf höherem Niveau aus, was noch schwerer zu kontrollieren ist (aber es gibt ja ESC). Da habe ich selbst mit dem Bridgestone schon sehr unschöne Erfahrungen gemacht, als ich mir das mal ohne ESC angeschaut habe. Wenn der Reifen noch mehr kann und sich alles bei höheren Querkräften und Querbeschleunigungen abspielt, wird es nicht einfacher zu beherrschen.