Volle Zustimmung, jedoch muss gesagt werden, dass mit dem besseren Reifen besser fährt, wer sich im "normalen" Bereich der Fahrdynamik aufhält - dort, wo der Serienbrückenstein schon versagt. Zudem sind gute Reifen besser und vorhersehbarer fahrbar als die Brückensteine.
Och - trocken sind die Bridgestone jetzt nicht so schlecht. Das Seitenkraftniveau ist mäßig, aber Übergangsverhalten und Lastwechselreaktionen sind in Ordnung. Da gibt es wirklich schlechtere Reifen.
Ich würde sogar so weit gehen, dass sie aufgrund des überschaubaren Seitenkraftaufbaus ganz gut geeignet sind, um sich im Trockenen ranzutasten, was Reifen und Auto so können (natürlich am Besten beim Fahrsicherheitstraining, oder anderswo abseits des öffentlichen Straßenverkehrs).
Trocken ist er aus meiner Sicht auch recht linear und vorhersehbar, so dass ich da nicht von „versagen“ sprechen würde.
Im Zusammenspiel mit dem KW V3 geht das sehr gut, außer dass eben irgendwann etwas früher Schluss ist, weil der Reifen früher in den Übergangsbereich kommt.
In Verbindung mit den Serienfahrwerken geht dann natürlich noch etwas weniger.
Es gibt natürlich viele Reifen, die Trocken deutlich mehr können, aber das hebt wie geschrieben auch das Niveau und wenn es dann schief geht, wird es auch richtig anspruchsvoll.
Man hat mit so einem Reifen dann zwar mehr Reserven, muss aber noch mehr aufpassen, dass man nicht an/über die Grenzen kommt.
Das ist auch im OEM Geschäft immer wieder ein Thema. Nehme ich den Reifen, der nicht das Querkraftmonster ist, aber der gutmütig ist und die Grenzen sauber ankündigt, oder nehme ich den Reifen mit dem hohen Niveau und riskiere, das dann irgendwann gar nichts mehr geht. In der Serienentwicklung gewinnen meistens die Reifen mit den gutmütigeren Eigenschaften.