Beiträge von Svanniversary

    Das einzige was ich sicher weiß ist, dass Edelstahl noch nicht durchgängig verwendet wird. Das ist aber auch nicht unbedingt erforderlich, da es auch andere recht korrosionsbeständige Stähle gibt.
    Und was Mazda da genau macht, was ich leider nicht.

    All die anderen Gründe, wie zu viel Kurzstreckenverkehr, defekte Batterie/Lichtmaschine/Bordnetz bleiben Dir natürlich erhalten. Der Tempomat ist im Zweifel ein Grund für Startprobleme, aber garantiert nicht der Einzige.

    Aus welchem Material ist eigentlich der Originalauspuff.
    Ich habe schon die Behauptung gehört, es wäre Edelstahl.
    Wer weiß genaueres?

    Edelstahl kann ich mir nicht vorstellen. Der Bastuck Zubehör Topf soll aus Edelstahl sein, aber in Serie? Viel zu teuer ;-).

    Korrigiert mich bitte wenn ich mich irre/ es falsch verstanden habe...
    + zu "beachten", dass sich auch "durch die zum jew. Gewindefahrwerk gehörenden, modifizierten Anschlagpuffer ein erweiterter Einfederweg" ergeben kann (bei H&R bspw. wohl 20mm).

    Ja, hatte ich ja geschrieben, dass sich durch die verschiedenen Auslegungen unterschiedliche Federwege ergeben ("Das äußert sich z.B. so, dass das KW V3 aufgrund anderer Auslegung in der höchsten Stellung trotz 25 mm Tieferlegung mehr Restfederweg, als die Serie hat."). Das geschieht in der Regel durch Variation des Punktes an dem der Druckanschlag einsetzt und ist abhängig von der Dämpfergeometrie und der Gestaltung des Druckanschlages.
    Aber für alle Fahrwerke ist der Radfreigang am Ende das begrenzende Element. Ich kann nur so weit einfedern, wie das Rad noch ausreichend Freigang hat. Je tiefer ich stelle desto mehr reduziert sich dieser Freigang und es kann nur der noch vorhandene Raum ausgenutzt werden.


    Ich kann u.a. auch dadurch Restfederweg gewinnen, dass ich kürzere Anschlage verwende. Das führt dann aber wiederum zu härteren Anschlägen und zu einem härteren Einlaufen in die Anschläge, was auch wieder andere Probleme mit sich bringt.

    Soweit ich weiß wird das BC-Fahrwerk aber nicht über die Feder eingestellt, sondern über die Federbeinverstellung. Somit sollte sich am Federweg ja nichts ändern oder sehe ich das falsch?


    Wie auf den Bilden zu sehen:
    https://www.kamracing.co.uk/ca…oilover-2015-onwards.html

    Ja, das hat eine sogenannte Fußpunkteinstellung.


    Der tiefste einstellbare Punkt ist dann dadurch definiert, dass der Platz im Radhaus noch ausreichen muss. D.h. das Rad darf nirgendwo schleifen oder anschlagen. Da der Druckanschlag bei der Verstellung mitwandert, weil der Federweg gleich bleibt und sich der Fußpunkt verändert, reduziert jede Tieferstellung den Radfreigang.
    Bei einem Gewindefahrwerk mit Federverstellung bleibt der Freigang dagegen konstant und ich verändere den Restfederweg.


    Also nochmal kurz:
    Fußpunktverstellung: gleicher Federweg, aber Tieferstellung reduziert den Radfreigang bis es schleift,
    Federverstellung: gleicher Radfreigang, aber Tieferstellung reduziert den Restfederweg.


    In der tiefsten zugelassen Einstellung bieten beide Varianten ungefähr dieselben Restfederwege, denn die sind weitestgehend durch den Radfreigang vorgegeben. Dabei ergibt sich dann ein eher geringer Federweg.
    Bei der Fußpunktverstellung kann ich das Auto dann höher stellen, ohne dass das irgendwelche Auswirkungen hat. Bei der Federverstellung wird mit der Höherstellung der Restfederweg immer größer. Das äußert sich z.B. so, dass das KW V3 aufgrund anderer Auslegung in der höchsten Stellung trotz 25 mm Tieferlegung mehr Restfederweg, als die Serie hat.


    Man kann also beim BC Racing schon davon ausgehen, dass auch die unterste Stellung noch funktioniert, muss aber bei einer Fußpunktverstellung generell damit leben, dass die Restfederwege geringer sind.
    Um solche Effekte zu kompensieren, werden bei solchen Fahrwerken häufig höhere Federraten eingesetzt (höhere Federsteifigkeit = weniger Weg bei gleicher Kraft), was beim BC ggü. dem KW auch der Fall ist.


    Ein zusätzlicher nicht zu vernachlässigender Aspekt für die Fahrdynamik ist, dass ich mich mit zunehmender Tieferstellung immer weiter von der Original-Kinematik entferne. Der Arbeitsbereich des Fahrwerks verändert sich aufgrund der anderen Standhöhe und das kann durchaus nachteilig sein, weil ich das Fahrzeug in einem anderen Bereich der Spur- und Sturzänderungskurve betreibe.

    Gerne ;-).


    Mal sehen wie lange Du das durchhältst ;-). Ich weiß nicht, ob Du die Threads zu den Fahrwerken und speziell dem V3 schon gesehen hast. Ich bin extrem begeistert, weil das Fahrwerk durch sein Ansprechen und das agilere Lenkverhalten auch und gerade beim normalen fahren und cruisen große Vorteile bietet. Das Auto wird handlicher und hängt noch direkter an der Lenkung, gleichzeitig weniger Wankwinkel und ein hervorragendes Ansprechen auf kleineren Unebenheiten. Das macht einfach richtig viel Spass und meine Frau und ich meinen immer, dass er so eigentlich ab Werk hätte fahren sollen.
    Ich hatte am Anfang auch etwas Angst, dass das Auto zu giftig wird, oder man diesen leichten, spielerischen Charakter verliert. Es ist aber genau das Gegenteil. Die positiven Eigenschaften werden noch weiter verbessert und das ganze Fahrverhalten wird reproduzierbarer und zuverlässiger.
    Aber natürlich wie immer gibt es auch hier Zielkonflikte. Der Komfort auf gröberen Unebenheiten ist schlechter und der Grenzbereich wird schmaler und anspruchsvoller (was aber kein Problem ist, solange man die Finder vom ESC-Aus Taster lässt).

    So etwas machen einige Hersteller.
    Das soll auch den Grenzbereich nicht verbessern, sondern kündigt ihn früh an, bevor er erreicht wird. Im Prinzip soll der ungeübte Fahrer ein Signal bekommen, dass ihm sagt „bis hierher und nicht weiter“. Und das Ganze frühzeitig und ohne, dass es gefährlich wird.
    Wenn Du Dich dann unsicher fühlst und vom Gas gehst, ist das genau der gewünschte Effekt ;-).


    Leider versaut einem das jede saubere Linie und hat für versiertere Fahrer mehr Nach- als Vorteile.


    Mazda hat den MX sehr agil und fahraktiv ausgelegt, aber anscheinend gleichzeitig eine Warnung eingebaut, damit es der untrainierte Fahrer nicht übertreibt.


    Man kann sogar mit so einer Auslegung sauber und schnell fahren, muss dann aber extrem sensibel und weich fahren.


    Mit den Sommerreifen wird das ganze noch ausgeprägter, weil die mehr Querkraft bieten und man dann noch öfter und früher in diese „Ecke“ fährt.

    Hi,
    hab heute auch gemerkt dass die Bilsteine in Kurven erst einknicken und dann stabil wie auf Schienen rum kommen. Das führt auf nasser Fahrbahn zu dem Gefühl, dass das Heck ausbricht. Das ist gerade auf einspurigen Landstraßen fies, weil man dass Gefühl hat, im Stacheldrahtzaun neben der Kuh zu landen. Aufgeschaukelt hat er sich in Wechselkurven nicht, aber blöd war das Gefühl schon. Ich werde nicht am Fahrwerk basteln - so ambitioniert bin ich nicht. Ich werde mich dran gewöhnen.

    Das ist genau der Effekt aufgrund dessen ich mir das KW V3 eingebaut habe.
    Ich vermute sogar, dass das Absicht ist, um den Grenzbereich früh und weich anzukündigen.
    Mich hat es am Ende so gestört, dass der Umbau sein musste, weil bei jeder Bodenwelle oder Lenkkorrektur bei höherer Querbeschleunigung Unruhe ins Auto gekommen ist.