Beiträge von Svanniversary

    Einlegen des ersten im Stand ist ein ganz anderes Thema, als die hier geschilderten Probleme. Das gilt insbesondere beim kalten Auto. Im Zweifel einmal ein- und wieder auskuppeln und nochmal versuchen.


    Gib dem Getriebe etwas Zeit sich einzulaufen. Unseres hat mehrere tausend km gebraucht, bis es geschmeidiger wurde.

    ... also die Vorgaben vom §. Nicht die Realität.

    Nein, auf der Autobahn oder im zügigen Landstraßenbetrieb ist das ein reales Szenario.


    Treiber sind da die Testverfahren der Presse (z.B. AMS Folgestopp-Test). Das ist überspitzt, vermittelt aber ein gutes Gefühl, welche thermischen Reserven eine Bremse hat.
    Mit der Gesetzgebung hat das nichts zu tun.


    Die Bremse hat bei so einem Betrieb weniger Zeit sich abzukühlen und braucht mehr Reserven, weil mit mehr Leistung die Abkühlzeiten zwischen Beschleunigen und Bremsen kürzer werden.


    Immerhin sind ja auch hier im Forum schon einige, die mit ihrer Fahrweise thermische Bremsenprobleme provozieren. Mit mehr Leistung wird das nicht besser.
    Und das geht am Ende nicht nur auf den Verschleiß, sondern kann auch die Bremse zerstören (Verglasung der Beläge und Blauversprödung der Scheiben aufgrund zu hoher Temperaturen).

    Stimmt ;-). Da geht es um Fahrweise und Kollektiv.
    Die nicht ganz unwahrscheinliche Vermutung ist, dass derjenige der so etwas macht die Leistung auch ausnutzt.


    Man sieht das ja auch bei Serienautos. Die Bremsanlage wächst mit der Leistung, selbst bei gleichem Gewicht. Der Hauptgrund sind Beschleunigs-/Bremszyklen bzw. Folgestoppbremsungen.

    "Mehrbeanspruchung der Bremse"


    Warum? Außer wenn ich aus einer höheren Endgeschwindigkeit eine Vollbremsung mache.
    Ansonsten bremst es sich immer gleich. :huh:
    Das ist jetzt nur für mich (und die, die es auch noch interessiert). Vielleicht habe ich ja irgendwo einen Denkfehler. :/

    Das ist einer der wichtigen Punkte. Ich bin schneller schnell und bei Folgestopbremsungen hat die Bremse weniger Zeit wieder abzukühlen.
    D.h. wenn ich die Leistung ausnutze im Zyklus Beschleunigen, Bremsen wird die Bremse heißer, als mit der Serienleistung, was bis zur Zerstörung gehen kann.


    Ansonsten ist die Belastung im Kollektiv höher. Das führt dann aber nur zu schnellerem Verschleiß.

    Mit dem Thema hatte ich mich auch schon einmal beschäftigt. Es ist leider wirklich sehr aufwendig. Mazda sieht knapp 7 h für den Umbau vor.


    Ich hatte damals mal gesucht und fand die Videos von Corksport ganz gut gemacht, z.B. https://www.youtube.com/watch?v=6JT-jhDWPdg.


    Da es am Ende ja nur eine Teillösung ist und dazu sehr aufwendig, hatte ich mich dann entschieden gleich ein Gewindefahrwerk einzubauen. Das ist je nach Typ natürlich in der Anschaffung teurer, aber auch eine konsequentere Lösung, die sich zudem deutlich einfacher einbauen lässt.


    Fährst Du das Serienfahrwerk? Ich möchte sicherheitshalber noch den Tipp loswerden, dass man das Auto nicht zu steif machen sollte. Ein anderes härteres Fahrwerk, oder Stabilisatoren sind sinnvoll, beides zusammen nur noch auf sehr sehr ebenen Rennstrecken.

    Mehr Leistung/Drehmoment heißt ja nun mal, dass das Getriebe mehr verdauen muss als der Hersteller vorgesehen hat.

    Kupplung, Getriebe, Kardanwelle, Differential, Antriebswellen, dazu Bremsen und die übrige Motormechanik an sich (Kolben, Pleuel, Lager, Thermo-Haushalt), all das wird deutlich höher belastet als in der Serie.


    Und viele dieser Teile werden heute und gerade beim MX (Stichwort Leichtbau) auf den Punkt simuliert, berechnet, ausgelegt und erprobt.


    Wenn man so einen Umbau plant, sollte man sich schon mit dem Gedanken anfreunden können, dass das eine oder andere Teil deutlich eher kaputt gehen wird.

    Ist ja o.k. Und können wir auch gerne so stehen lassen.


    Bei Sicherheitssystemen sehe ich es so, dass man viel Glück hat, wenn man sie nicht braucht.
    Aber im Falle des Falles, und sei er noch so selten, bin ich froh sie an Bord zu haben.


    Natürlich ist man früher z.B. auch ohne ABS und ESC klar gekommen, aber wenn man ganz ehrlich zu sich ist, dann ist man damals unter gewissen Bedingungen auch sehr vorsichtig durch die Gegend geeiert, weil man wusste, dass jeder Fehler sofort schief geht. Mit den Systemen kann man dagegen heute auch bei Nässe oder Schnee recht entspannt fahren.
    Und wenn ich vor 20 Jahren schon Front Assist gehabt hätte, hätte sich meine Versicherung eine Regulierung gespart.


    Ehrlich gesagt ist es mir dann auch egal, ob die jetzt mit Zwang vorgeschrieben sind, oder nicht. Je mehr Autos so etwas haben, um so sicherer werden die Straßen.
    Ich habe gerade Statistiken gesehen, die jetzt schon zeigen, dass die ESC-Pflicht in Europa Undallschwere und -folgen drastisch reduziert hat.

    Dass das aber -mindestens passiv- VORGESCHRIEBEN ist, das empfinde ich als eine absolut übertriebene Bevormundung!


    Ich behaupte ja nicht, dass die Technik an sich „schlecht“ ist....

    Was genau ist so schlecht an einem Sicherheitssystem, das mich ggf. rechtzeitig über einen Reifenschaden informiert, bevor schlimmeres passiert und mir der Reifen um die Ohren fliegt?


    Die Motivation der EU hinsichtlich CO2 ist technisch durchaus dünn, aber als Sicherheitssystem finde ich es sehr gut.


    Ich fahre so etwas schon länger privat und dienstlich. Ich hatte bisher eine überschaubare Anzahl von Fehlalarmen, aber zwei Fälle bei denen das System einen defekten Reifen sensiert hat bevor ich es selber gemerkt habe.