Beiträge von Svanniversary

    Um das Ganze mal wieder rauszukramen:


    Wie sieht es denn bei den Prime und Center Lines aus? Gibt's da Zahlen?
    Evtl kann man ja mit einer solch "abgespeckten" Line noch hübsch ein paar kg sparen, wenn man das Auto vom Gewicht her optimieren möchte.

    Das mit Sicherheit. Die Center-Line hat deutlich weniger Ausstattung und das wiegt alles etwas ;-). Wenn Dich das nicht stört ist es doch einfach, oder?


    Wäre natürlich trotzdem interessant ein paar Zahlen zu sehen, aber ich schätze da werden einige 10 kg zusammen kommen.

    Die Radlastwaage fand ich sehr spannend.
    1083 kg Gesamtgewicht ohne Fahrer und davon 52,5 % auf der Vorderachse. Passt doch wirklich sehr gut.
    Leider sind wir komplett darüber hinweg gekommen, die Gewichte der Federbeine zu messen. Die Aluminium-Federbeine von KW sollten leichter sein als die von Bilstein (hoffe ich :) ).

    Bin gespannt was du nach 1-2tkm sagst und wo du Bedarf siehst an der KW Grundeinstellung was zu ändern.
    Schade, dass das mit den Verlängerungswellen für die hinteren Dämpfer nicht so gut funktioniert, aber auch so kommt man recht gut ran.


    Wir fahren ähnliche Fahrwerkseinstellung, nur dein Spur vorne ist fast doppelt so hoch. Was bezweckst du damit?

    Nach den ersten Eindrücken scheint mir die Grundeinstellung schon sehr gelungen zu sein. Aber das muss ich mir wirklich nochmal in Ruhe anschauen und irgendwann kommt der Spieltrieb mal an den Rädchen zu drehen sowieso.


    Die Spur habe ich tatsächlich absichtlich etwas höher gewählt. Das hat die folgenden Gründe:
    - Wenn das Fahrwerk sich vorne setzt, geht das in Richtung Nachspur, so habe ich einen leichten Vorhalt drin, damit die Vorspur erhalten bleibt.
    - Die erhöhte Vorspur arbeitet gegen den relativ hohen Sturz, so dass der Reifen etwas gleichmäßiger ablaufen kann.
    - Mehr Vorspur reduziert das Untersteuern und drückt das Auto noch mehr in die neutrale Richtung.

    Ich hatte dich - fälschlicher Weise - so verstanden dass ihr versucht habt hinten keine Diffrenz zu haben.Ich hatte schon gehört dass man versucht vorne keine Differenz zu haben, um beim Anbremsen gleiche Traktion zu haben.

    Gleiche Radlastverteilung links/rechts wäre durchaus ein erstrebenswertes Ziel, aber der Wagen ist weder links/rechts noch vorne/hinten genau 50/50 verteilt. Das bekommt man über die Höheneinstellung nicht sauber kompensiert.

    Jetzt bin ich verwirrt ;-).


    Was außer den vier Radlasten sollte man denn messen? Einstellen kann man das dann über die Diagonalen.
    Die 10 kg zwischen hinten links und rechts waren die größte Differenz der Radlasten. Es wäre etwas Luft gewesen, um die Radlast zwischen hinten links und vorne rechts auszugleichen, das hätte aber den Schiefstand weiter erhöht.
    Die Achslast vorne war höher als hinten, spricht der Schwerpunkt liegt (minimal) weiter vorne. Die genauen Werte habe ich aktuell nicht zur Hand, bekomme ich aber noch zugeschickt.


    Jetzt kann man natürlich den kompromisslosen Weg gehen, die Radlasten 100 % ausgleichen zu wollen, aber ...
    - ich persönlich glaube nicht, dass ich einen Radlastunterschied von 10 kg heraus fahre
    - Wie stelle ich überhaupt ein? Mit Fahrergewicht? Was ist dann wenn meine Frau dabei ist? Was mache ich mit dem Tank, Leer, voll, alles falsch, da sich der Füllstand beim Fahren ändert. Was ist mit Gewicht im Kofferraum?


    Der MX-5 ist und bleibt ein kleiner Roadster und ist kein Rennwagen (wird er auch mit dem KW V3 nicht). Ich persönlich denke, dass da 10 kg Radlastunterschied ein sehr gutes Ergebnis sind.
    Wenn man sich an solche Sachen macht, sollte man sich immer genau über Ursache und Wirkung klar sein und ob ich anfange Gespenster zu jagen, oder ob das wirklich der große Hebel ist, der mich voran bringt. Ist er an dieser Stelle nmE nicht.


    Das gleiche gilt übrigens auch für die Achseinstellung. Wir haben nach Mazda Vorgabe ohne Fahrer mit vollem Tank eingestellt, aber müsste man nicht eigentlich mit Fahrer einstellen? Und was ist dann wenn man jemanden mitnimmt?


    Von diesen ganzen Überlegungen abgesehen machen weitere Detailoptimierungen sowieso erst Sinn, wenn sich nach einigen 1.000 km alles eingeschwungen und gesetzt hat. Dann ist auch schon die nächste Achseinstellung geplant.

    Das vertiefen wir, wenn das KW V3 drauf ist. Dann habe ich zumindest mehr Gefühl, was aus den Lenkern kommt und was aus der Feder-/Dämpferabstimmung.Es ist ja nicht so, dass der 17" gar nicht funktioniert. Wenn das Fahrwerk etwas mehr stützt als die Serie sollte das schon reichen und das erwarte ich vom KW V3.

    Obwohl ich jetzt erst ein paar km gefahren bin, lehne ich mich mal aus dem Fenster und behaupte 17" und ND harmonieren doch sehr gut, wenn das richtige Fahrwerk verbaut ist. Mit dem KW V3 haben die 17" einen geeigneten Partner und das ganze funktioniert sehr harmonisch.
    Ich könnte mir eventuell vorstellen, dass die Kombi dem einen oder anderen nicht so gut gefällt, weil der Wagen damit tatsächlich recht gut abstützt und eher straff wird. Das Fahrverhalten geht damit eher in Richtung Cayman/Boxster, oder TT und entfernt sich ein wenig von der "Beweglichkeit" eines unmodifizierten MX-5, wobei die tolle Balance natürlich erhalten bleibt. Mir gefällt das aber sehr gut, dass die Achsen damit schön quersteif sind und gut stehen.

    Heute war es dann bei mir soweit ;-).


    Passform und Qualität der Teile war gut, so dass der Einbau recht schnell und unkompliziert über die Bühne ging. Wenn ich auf hohem Niveau zu mäkeln hätte, dann ist die Lackierqualität der Federn nicht so wahnsinnig toll, da der Lack an einigen Stellen Blasen hatte bzw. beschädigt war. Das sah aber in meinen Augen nicht so aus, als wenn es damit Probleme geben wird, so dass ich damit gut leben kann.


    Die Druckstufenverstellung ist unter dem Auto recht gut zu erreichen. Vorne haben wir Löcher in die Domstrebe gebohrt, so dass man mit einem Innensechskant-Schlüssel an die Verstellung kommt ohne etwas auszubauen.
    Hinten haben wir die Wellen eingebaut, aber leider hat das nicht vernünftig funktioniert. Der Beugewinkel ist so hoch, dass sich die Wellen beim drehen verwinden und dann einen recht hohen Drehwiderstand haben. Im Ergebnis kann man die Klicks nicht mehr erfühlen und merkt im Zweifel auch nicht, wenn man das Dämpferventil überdreht. Das war mir zu heiß, so dass die Wellen wieder ausgebaut wurden. Dafür also von mir definitiv kein Tipp. Spart Euch das Geld.
    Wenn man erstmal weiß wo die Verstellung hinten sitzt, reicht es mit etwas schlankem Arm links und rechts je einen Clip der Verkleidung zu lösen, so dass man durch fassen kann und den Dämpfer verstellen kann. Das wird erst einmal meine Lösung, bis ich Lust habe mich damit noch einmal in Ruhe zu beschäftigen.


    Eingestellt wurde der Wagen auf die höchstmögliche Standhöhe. D.h. aufgrund des Schiefstands vorher ist er zwischen 15 und 25 mm tiefer gekommen und steht jetzt ganz grob bei einem Mass von 340 mm Radmitte zu Kotflügel.
    Wir haben alle Federbeine gleichmäßig eingestellt, d.h. auf gleiche Gewindelänge. Danach ergab sich ein deutlich reduzierter Schiefstand von maximal 5 mm, ggü. um die 10 mm vorher. Auf der Radlastwaage ergab sich eine maximale Differenz links/rechts an der Hinterachse von 10 kg.
    Eine Reduzierung des Schiefstands hätte die Radlastdifferenz erhöht, umgekehrt hätte der Ausgleich der Radlastdifferenz den Schiefstand erhöht. Also habe ich den Kompromiss gewählt es so zu lassen, und mit dem minimalen Schiefstand zu leben. Er steht auf jeden Fall deutlich gleichmäßiger und viel weniger schief als vorher.


    Ich habe jetzt erstmal die folgende Fahrwerkseinstellung gewählt:
    Vorderachse
    Gesamtspur 16 Minuten
    Sturz 1 Grad 20 Minuten
    Nachlauf 7 Grad 30 Minuten
    Hinterachse
    Gesamtspur 20 Minuten
    Sturz 1 Grad 30 Minuten


    Der erste Fahreindruck war extrem positiv, beschränkt sich aber aktuell auf eine etwas verlängerte Heimfahrt. Wankwinkel deutlich reduziert, aber immer noch etwas Bewegung im Auto und gutes Feedback. Beide Achsen sind deutlich steifer, das ganze Auto fühlt sich kompakter an, arbeitet in Kurven und bei Unebenheiten weniger und lässt sich damit deutlich präziser und sauberer fahren.
    Das Querkraftniveau und damit die mögliche Querbeschleunigung sind gestiegen. Die Fahrzeugreaktionen sind entsprechend schneller geworden mit einem etwas schmaleren Grenzbereich. Das ganze macht aber den ersten Eindruck, dass es (für einen trainierten Fahrer) noch gut beherrschbar ist.
    Sehr grobe Wellen nimmt das V3 etwas schlechter als das Bilstein und hat leichten Traktionsverlust. Das sind dann aber auch schon Unebenheiten, über die man eigentlich nicht mehr schnell fahren möchte.


    Der Komfort ist noch relativ gut, obwohl man Abstriche machen muss. Das Ansprechen der Dämpfer ist sehr gut, so dass das "Gehoppel" der Bilstein-Dämpfer weg ist. Dafür merkt man bei einigen kräftigeren Bodenwellen die härtere Federung und die straffe Dämpfung, so dass diese sich deutlicher ausprägen als vorher. Das Fahrwerk wirkt auf jeden Fall sehr geschmeidig.


    Unter dem Strich verstärkt sich das Go-Kart Feeling massiv, ohne allzu große Abstriche im Komfort. Mein erster Gedanke war, so hätte das Auto ab Werk fahren sollen.
    Also ein erster sehr positiver Eindruck mit einem breiten Grinsen im Gesicht ;-).


    Viel mehr möchte ich auch gar nicht schreiben, bevor ich das nicht auf weiteren Touren vertiefen konnte. Später folgt dann noch ein Update mit mehr Erfahrung.


    Edit, obwohl wahrscheinlich selbsterklärend: Eingestellt war das Werkssetup mit Zug-/Druckstufe 9/6 Clicks. Reifenfülldruck 2,0 bar ringsum.

    Und zum Thema sauberere Verbrennung vs. Verbrennungsrückstände - wie ist da eure Meinung bzw. Wissensstand?
    Ist ja auch so ein Argument der Firmen ... :/

    Ehrliche Meinung? Wenn der Motor ordentlich ausgelegt ist, und da gehe ich bei Mazda von aus, dann ist das kein Thema.
    Ich habe genug Autos im Bekanntenkreis plus die berufliche Erfahrung und ich kenne keinen einzigen Fall bei dem es in der Hinsicht Probleme gab. Da sind auch durchaus jüngere Exemplare mit hoher Laufleistung dabei.
    BTW die Autoindustrie verwendet für ihre Dauerläufe auch kein Zauberbenzin.


    Aus meiner Sicht genauso ein Marketing-Ding, wie die Zauber-Spritsorten allgemein.
    Es gibt ja auch keine wirklich notwendigen Innovationen in der Branche, da alles genormt und durchentwickelt ist. Also braucht man andere Ideen, um zusätzlichen Umsatz zu generieren. Ein paar Zusatzadditive und ein deutlich höherer Preis scheinen mir da eine gute Strategie zu sein.

    Wenn ich @Karai richtig verstanden habe, habt Ihr das zu zweit probiert, oder?


    Einer sitzt mit dem Schlüssel im Auto und dann kann ein Zweiter den Kofferraum öffnen.
    Geht das auch, wenn man das Auto innen verriegelt? Das mache ich immer gern in Großstädten, nachdem ich einmal gesehen habe wie in Nizza mitten im Verkehr eine Tasche geklaut wurde. Die haben einfach eine Tür aufgerissen und rein gegriffen.