Beiträge von Svanniversary

    Ich hab zwar nicht so viel Ahnung von Motoren aber um auch mal meinen Senf dazuzugeben:


    Ich habe letztens auf Youtube eine Präsentation von Dave Coleman gesehen, das ist einer der Ingenieure die unser Auto entwickelt haben. Der erwähnte darin, dass Sie den Motor speziell für höhere Oktanzahlen entwickelt hätten.


    Ich weiß gerade nicht mehr, ob er genau 98er sagte, vielleicht findet ja jemand die Präsentation, der gerade nicht auf der Arbeit ist ;)

    Damit ist in den USA in der Regel Premium unleaded mit 91 Oktan gemeint ;-). Nicht gerade eine Referenz für EU ...

    Danke Dir, dann sollte ja der Regelbereich so großzügig ausgelegt sein, daß der Motor mit 100 Oktan magerer und mit höherem Ladedruck gefahren werden kann. Somit sollte der Motor die Reserven, die höheroktaniges Benzin bietet ausnutzen, ob er sie jedoch in Leistung umsetzt, oder einfach nur magerer läuft und damit Sprit und Emissionen verringert, müßte man nachmessen. Ich vermute mal letzteres.

    Das wird nichts, da der Turbo fehlt ;-). Aber selbst bei einem Turbo gibt es einen Oktanzahl auf die der Motor ausgelegt wird und im Rahmen CO2 und Emissionen ist der Spielraum begrenzt. D.h. es kann sicher auf niederoktanigen Sprit adaptiert werden, aber nicht beliebig nach oben.


    Schon vor ungefähr 20 Jahren konnten die Klopfsensoren einen sicheren Betrieb mit Normalbenzin garantieren, auch wenn der Motor auf Super ausgelegt war. Ist die Motorsteuerung bei Mazda tatsächlich darauf ausgelegt, jeden Kraftstoff bis zum Erreichen der Klopfgrenze für maximale Leistung auszunutzen? Sind 102 Oktan viel zu wenig? ;)

    Das glaube ich persönlich eher nicht. Wenn es offiziell ein 95 Oktan Motor ist und darauf deutet ja einiges hin (inklusive der offiziellen Unterlagen), dann kann es Luft geben, aber eben nicht beliebig viel.
    Theoretisch wird ein 95 Oktan Motor mit Klopfregelung für Benzin mit einer Oktanzahl etwas über 95 Oktan ausgelegt sein, so dass über die Klopfregelung eine optimale Ausnutzung erreicht wird. D.h. unter optimalen Bedingungen, z.B. hinsichtlich Luftdichte und -temperatur etc., gibt es dann ein wenig Luft nach oben.
    Das scheint sich in der Praxis nach meiner Einschätzung auch zu bestätigen, da die Erfahrungen mit Super+ überwiegend (gefühlt) positiv sind.
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das beliebig nach oben skaliert und auch Kraftstoff mit 102 oder 105 Oktan noch eine Leistungssteigerung bringt. Dann würde man den Motor wohl eher als 98 Oktan Motor ausweisen und die Mehrleistung bzw. einen Minderverbrauch ausloben.


    Rein technisch stoße ich auch irgendwann an Grenzen, wenn ich einen 95 Oktan Motor nur über Zündzeitpunkt, Nockenwellenverstellung etc. auf eine höhere Oktanzahl adaptieren will. Irgendwann ist da Feierabend und die ganze Verstellerei hilft auch nicht mehr.

    Danke Dir, dann sollte ja der Regelbereich so großzügig ausgelegt sein, daß der Motor mit 100 Oktan magerer und mit höherem Ladedruck gefahren werden kann. Somit sollte der Motor die Reserven, die höheroktaniges Benzin bietet ausnutzen, ob er sie jedoch in Leistung umsetzt, oder einfach nur magerer läuft und damit Sprit und Emissionen verringert, müßte man nachmessen. Ich vermute mal letzteres.

    Das wird nichts, da der Turbo fehlt ;-). Aber selbst bei einem Turbo gibt es einen Oktanzahl auf die der Motor ausgelegt wird und im Rahmen CO2 und Emissionen ist der Spielraum begrenzt. D.h. es kann sicher auf niederoktanigen Sprit adaptiert werden, aber nicht beliebig nach oben.


    Schon vor ungefähr 20 Jahren konnten die Klopfsensoren einen sicheren Betrieb mit Normalbenzin garantieren, auch wenn der Motor auf Super ausgelegt war. Ist die Motorsteuerung bei Mazda tatsächlich darauf ausgelegt, jeden Kraftstoff bis zum Erreichen der Klopfgrenze für maximale Leistung auszunutzen? Sind 102 Oktan viel zu wenig? ;)

    Das glaube ich persönlich eher nicht. Wenn es offiziell ein 95 Oktan Motor ist und darauf deutet ja einiges hin (inklusive der offiziellen Unterlagen), dann kann es Luft geben, aber eben nicht beliebig viel.
    Theoretisch wird ein 95 Oktan Motor mit Klopfregelung für Benzin mit einer Oktanzahl etwas über 95 Oktan ausgelegt sein, so dass über die Klopfregelung eine optimale Ausnutzung erreicht wird. D.h. unter optimalen Bedingungen, z.B. hinsichtlich Luftdichte und -temperatur etc., gibt es dann ein wenig Luft nach oben.
    Das scheint sich in der Praxis nach meiner Einschätzung auch zu bestätigen, da die Erfahrungen mit Super+ überwiegend (gefühlt) positiv sind.
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das beliebig nach oben skaliert und auch Kraftstoff mit 102 oder 105 Oktan noch eine Leistungssteigerung bringt. Dann würde man den Motor wohl eher als 98 Oktan Motor ausweisen und die Mehrleistung bzw. einen Minderverbrauch ausloben.


    Rein technisch stoße ich auch irgendwann an Grenzen, wenn ich einen 95 Oktan Motor nur über Zündzeitpunkt, Nockenwellenverstellung etc. auf eine höhere Oktanzahl adaptieren will. Irgendwann ist da Feierabend und die ganze Verstellerei hilft auch nicht mehr.

    Da brauche ich nicht nachfragen.
    Alle von Dir genannten Punkte gehen in eine moderne Regelung mit ein - Luftdichte, Temperatur an diversen Stellen (natürlich inklusive Ansaugluft), Klopfneigung ... Geregelt wird dann die Drosselklappenstellung, Stellung der Nockenwellen, Einspritzzeitpunkt, -häufigkeit und -dauer, etc. Sogar die Motorkühlung wird z.T. schon über drei Kühlkreise kennfeldgeregelt.
    Die Anforderungen der neuen Abgasnormen sind extrem hoch, so dass ich unter allen Bedingungen eine optimale Verbrennung sicherstellen muss.

    Da brauche ich nicht nachfragen.
    Alle von Dir genannten Punkte gehen in eine moderne Regelung mit ein - Luftdichte, Temperatur an diversen Stellen (natürlich inklusive Ansaugluft), Klopfneigung ... Geregelt wird dann die Drosselklappenstellung, Stellung der Nockenwellen, Einspritzzeitpunkt, -häufigkeit und -dauer, etc. Sogar die Motorkühlung wird z.T. schon über drei Kühlkreise kennfeldgeregelt.
    Die Anforderungen der neuen Abgasnormen sind extrem hoch, so dass ich unter allen Bedingungen eine optimale Verbrennung sicherstellen muss.

    Hallo Thilo,


    so weit ist das alles gut nachvollziehbar und ich kann Deinen Frust verstehen. Der Speedster ist auch einfach ein ganz anderes Auto und da kannst Du ja schon eher in Richtung Lotus o.ä. schauen, um etwas vergleichbares zu finden.
    Mir ging es eine zeitlang ein bisschen wie Dir und ich habe auch überlegt, ob mir der MX-5 wirklich reicht, oder ob ich mir ein anderes Auto suchen muss.


    Aber ;) - auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass Du mit Deinen Probefahrten den Kern des MX-5 noch nicht getroffen hast. Du bist bisher nur das Normal-Fahrwerk gefahren (sehr komfortorientiert) und natürlich auch nur "Stock" Fahrzeuge, ohne jegliche Modifikation und ohne richtige Fahrwerkseinstellung.


    Aus dem MX kann man richtig viel machen. Der G160 mit Sperre bietet super Voraussetzungen ab Werk und selbst das Serien-Bilstein Fahrwerk ist schon deutlich fahrdynamischer, als das normale Serienfahrwerk. Wenn man dann noch entsprechend mit einem Sport- oder Gewindefahrwerk nachschärft, erhält man ein Fahrzeug, dass fahrdynamisch ein fantastisches Preis-/Leistungsverhältnis hat und sich nicht zu verstecken braucht.


    Falls Du nicht sowieso schon aufgegeben hast und inzwischen eher nach Alternativen suchst, könntest Du mal sehen, ob sich hier über das Forum nicht die Möglichkeit bietet, mal einen MX-5 kennen zu lernen, der schon entsprechend angepasst wurde, hinsichtlich Fahrwerk und Einstellungen, und vielleicht eher dem entspricht, was man sich unter einem sportlichen Fahrzeug vorstellt.

    Hallo Thilo,


    wie weit bist Du denn mit der Fahrwerkseinstellung schon gegangen? Der Einfluss ist durchaus erheblich und das Eigenlenkverhalten und Feedback des Fahrzeugs verbessern sich massiv, wenn die Einstellung passt.


    Viel ist dabei natürlich auch einfach Gewohnheit und da ist der MX schon eher ein "normales" Auto und bietet viel weniger Feedback, als die von Dir genannten Fahrzeuge. D.h. aber nicht, dass man ihn mit geschultem Popo-Meter nicht trotzdem sehr sauber und kontrolliert fahren kann.


    Das Thema Kennlinie hatten wir oben ja bereits. Als Laie kann man da nichts mache, da über Lenkungs- und Fahrzeughersteller gültige Parameter erzeugt werden müssen. Die einzige relevante Frage in dem Zusammenhang ist, ob es sowieso nur eine Kennlinie für alle MX gibt, oder mehrere. Sollte es z.B. für den leichteren G131 eine Kennlinie mit weniger Unterstützung geben, könnte man diese auch auf den G160 flashen. Die Frage was es da an Möglichkeiten gibt, wird aber nur der Mazda-Händler beantworten können.


    Natürlich kannst Du die elektrische Lenkung auch sehr einfach tot legen, aber damit wirst Du überhaupt keinen Spass haben. Die Übersetzung des Lenkgetriebes ist natürlich auf die Unterstützung ausgelegt, so dass sich ohne Unterstützung schon rein mechanisch hohe Lenkmomente ergeben. Dazu kommt noch, dass Du die träge Masse und Reibung der Unterstützungseinheit mit bewegen musst. In Summe ergibt das eine sehr schwergängige Lenkung mit hoher Reibung, also genau das Gegenteil von dem, was man in einem sportlichen Auto haben möchte.
    Dazu kommt, dass eine stillgelegte Servolenkung ein schwerwiegender Mangel des Fahrzeugs ist und Probleme mit Rennleitung, TÜV und Versicherung geben kann.


    Und, meine subjektive, aber beruflich trainierte, Meinung: Die Lenkung ist eine der besseren elektrischen Lenkungen und das Auto lässt sich hervorragend damit bewegen. Man muss sicher etwas gefühlvoller fahren und sich mehr auf den Schwimmwinkel als das reine Lenkradgefühl konzentrieren, aber das funktioniert hervorragend. Man kann das also ggf. als Herausforderung sehen, weiter an seinem Fahrkönnen und Fahrstil zu arbeiten. Das Auto bietet dafür beste Voraussetzungen.