Passt - fast ;-).
Die Feder ist immer im Eingriff und fängt gleichzeitig mit dem Dämpfer Wankwinkel auf. Genauso hat der Dämpfer auch immer seinen Beitrag, nur mehr oder weniger, je nach Einstellung der Druckstufe. Den Beitrag des Dämpfers erfährt man ganz intuitiv, weil das nämlich darüber bestimmt, wie der Wagen den Lenkwinkel annimmt und wie weich oder hart ich ein Auto in die Kurve stellen kann.
Insofern gibt es dabei kein wirkliches zu weich oder zu hart, sondern nur eine schnelle/harte (Dämpfung hart), oder langsame/weiche (Dämpfung weich) Fahrzeugreaktion beim Anlenken. Daran passt man seine Fahrweise intuitiv an und merkt dann am Kurvenein- und -ausgang wie das Auto reagiert.
"Nach meinem Verständnis bestimmt folglich immer die Federrate den Wankwinkel." - ja, genau, wenn damit der statische Wankwinkel bei konstanter Kurvenfahrt gemeint ist.
Gute Improvisationslösungen zur Veränderung der Feder- oder Stabirate kenne ich in dem Sinne nicht. Es gibt Federneinleger (Spring Rubber), aber das ist wirklich keine so tolle Lösung, zumal ich damit das Blockmass und die Federwege ändere. Zum Stabi kenne ich gar keine Lösung.
Wenn Du wirklich primär für Trackeinsatz optimieren möchtest, würde ich zusammen mit KW eine Lösung suchen, z.B. die Clubsport Federn im V3, o.ä.
Du musst dabei definitiv immer beide Achsen verändern, weil sich die Balance des Fahrzeugs über die Wankabstützung ändert. Federung und Dämpfung verhalten sich dabei gegensätzlich.
Die Achse mit den härteren Federn/Stabis ist die schwächere Achse, d.h. härtere VA = mehr untersteuern.
Die Achse mit der geringeren Druckdämpfung ist die schwächere Achse, d.h. weichere Druckdämpfung an der VA = mehr untersteuern.
Mit Deinem Versuch die Hinterachse über die Dämpfung besser zu machen, hast Du also im Prinzip in die falsche Richtung gedreht. D.h. auch man kann über die Druckstufe (in Grenzen) die Balance anpassen. Z.B. weniger übersteuern mit vorne weniger und hinten mehr Druckstufe.
Wie Du richtig bemerkt hast, muss man dabei immer darauf achten, dass die Achsen noch zusammenpassen, weil das Auto sonst über eine Achse wegwankt und auch auf Unebenheiten nicken kann, z.B. wenn die Zugstufe vorne und hinten stark unterschiedlich ist.
Da der ND eine sehr ausgewogene Achslastverteilung hat, würde ich prinzipiell immer erst einmal beide Achsen sehr ähnlich einstellen und dann jeweils die eine Achse in die eine und die andere Achse in die andere Richtung drehen, um das gewünschte Verhalten zu erreichen.
Also beim obigen Beispiel weniger übersteuern mit hinten einem Klick mehr Druckstufe (in Richtung hart) und ggf. vorne einem Klick weniger.