Das ist Bestandteil der Cybersecurity Richtlinie.
Die einzig universell erreichbaren Funktionen sind OBD Mode 1-9. Gründe warum dein nicht-Mazda Tool nicht mehr zugreifen kann sind
- Geänderte Steuergerätestruktur: Der CanBus liegt nicht mehr offen auf dem OBD sondern hinter einem Gateway das als Interpreter für Anfragen dieselben an die Steuergeräte leitet.
- Geänderte Identifier in Botschaften (29 bit statt 11 bit): wenn dein Tester nicht weiß nach was er fragen soll, kann er auch keine Antwort verarbeiten, Ausnahme bilden die OBD genormten
- Geänderte Steuergeräte IDs: Wo ein Steuergerät über die ID 720 angesprochen wurde muss nach einer solch starken Änderung nicht zwangsläufig etwas zurückkommen.
Als Verbraucher und Tüftler find ich es schade, da nichts mehr machen zu können.
Als Dienstleister bin ich froh, dass ich nicht mehr hinterfragen muss ob der Abschuss von Steuergerät x durch den Kunden verursacht wurde.
Ein Paradadebeispiel dafür sind gebrickte CMUs des MZD Connect Infotainments weil man meint, dass man ungeprüft irgendwelche Software drauf installieren muss. Genau das Clientel steht dann nämlich nicht dafür gerade und ist der Ansicht der Hersteller müsse das bezahlen.
Das geht mit dem neuen CX5 soweit, dass Softwareupdates mit USB nur noch durchgeführt werden können, wenn man das vorher mit dem Tester freischaltet.
Also ja, die Hersteller mussten tätig werden, weil es Gesetze gibt und ja, man hat sich das z.T. auch mit berechtigtem Interesse zu Nutze gemacht. Gleichzeitig ist es auch gut, dass nicht mehr jeder einfach machen kann wie er denkt.
Ich denke da immer an die Fraktion "ich bin mündiger Bürger und stelle mein Abblendlicht nach Gusto ein, dass es mir passt". Meiner Meinung nach gehören die Verstellschrauben verplombt und wer bei HU erwischt wird darf erstmal was bezahlen.