Nein, schlicht nein, aus der Praxis, nicht aus der Theorie. Ich kenne einen sehr netten Kollegen, der aktiv in die Lobbyarbeit eingebunden ist.
Ich finde das maximal schräg der Industrie die Schuld an den politischen Auswüchsen zu geben.
Und noch einmal die Frage, worum geht es jetzt und was stört speziell an der Cybersecurity, als Verbraucherschutz? Wie geschrieben, Warntöne und -meldungen sind ein anderes Thema.
Es geht mir um die m. E. schlechte Implementationqualität neuer Funktionen (Sicherheit, Überwachung, Fahrhilfen, Bedienung).
Aus meiner Sicht als Kunde ist das ein Konglomerat aus verpasster qualitative Einflußnahme der Industrie auf eine kundenfreundliche Implementation.
Die Automobilindustrie versteckt sich hinter dem Gesetzgeber und der Gesetzgeber hinter m. E. übertriebenen Sicherheitsanforderung.
Während es bisher für den Kunden (wenn auch teilweise schon mit Steuergeräte Parametrisierung) möglich war, das Fahrzeug und seine Funktionen (nicht Leistungssteigerung) auf seine Bedürnisse einzustellen, wird man neuerdings mit wiederkehrenden schwer konfigurierbaren Funktionen konfrontiert, die m. E. sogar schädlich für die Verkehrsicherheit sind. Solange die nicht immer wieder neu abzuschalten sind, sind mir die auch egal.
Durch das ständige Aufoktruyieren ungewollter Funktionen fühle ich mich in meiner persönlichen (Wahl)-Freiheit eingeschränkt und mache deshalb grundsätzlich erstmal denjenigen verantwortlich, der mir ungefragt so eine Leistung verkauft, bzw. unterschiebt und erst in zweiter Linie diejenigen, die das initiiert haben.
Wobei die Wahlfreiheit diese Funktionen zu nutzen oder auch nicht, ja grundsätzlich (noch) gegeben ist, nur durch die Implementation, durch die Hintertür immer wieder erzwungen wird, was das eigentliche Problem ist. Das meine ich auch mit "übergriffig".
Noch als Anmerkung: Ich habe kein Problem mit irgendwelchen Regularien, wie z. B. der für Cybersecurity an sich, nur wenn ich mir die offenen Punkte, die eine Reparatur und damit den Betrieb eines Fahrzeug nach Auslaufen der Online-Hersteller Unterstützung defacto unmöglich machen, vor Augen führe, vor allem ohne beim Kauf explizit darauf hingewiesen zu werden, halte ich das für sittenwidrig.