Nachtrag:
Zum Thema Gewicht und Reifengröße, und bitte mit Rücksicht auf meine laienhafte Betrachtungsweise der technisch-physikalischen Größen und Hintergründe
… hier ein paar Facts:
Die Öhlins-Dämpfer mit den übernommenen OE-Domlagern bringen jeweils um die -800g auf die Waage im Vergleich zur Serie.
Die 16“ OE-Felgen inkl. RDKS mit den CPC6 in 205/45 bringen ein Radgewicht von 14,4kg (Serie 15,2kg)… das ergibt dann errechnete ~7,6kg für den Conti
Reifen und Dämpfer zusammen minimieren die ungefederten Massen also um ~6,4kg und der leichte Reifen selbst sorgt für ein nochmals geringeres Massenträgheitsmoment (unbekannter Größe) als der OE-Yoko.
Außerdem ist der Abrollumfang ggü. der Serienbereifung vom G132 1,7% geringer, ggü. der Serienbereifung vom G184 wären das sogar -4,1%…
Dementsprechend ist die Drehzahl bei einer relativen Geschwindigkeit durchgängig höher. Bei unseren ND übersetzt sich eine höhere Drehzahl über einen großen Drehzahlbereich in ein Plus an Drehmoment - immer in der Korrelation zu dem Drehmoment bei der ansonsten niedrigeren Drehzahl der Serie bei der jeweils gleichen relativen Geschwindigkeit. Konkret errechnet sich bei der Beschleunigung im 2. Gang bis knapp 80km/h ein Plus an Drehmoment ggü. Serienzustand, Massenträgheitsüberwindung und die kürzere Übersetzung kommen aus einer niedrigen Geschwindigkeit heraus auch stärker zum Tragen. Das (zugegeben geringe) Drehmoment des G132 liegt außerdem zwischen 1.500rpm und 7.500rpm nie unter 90% des Maximums bei gut 4.000rpm. Neben der besseren Beschleunigungsleistung am Rad durch die höhere Drehzahl allein (aufgrund der kürzeren Übersetzung, diese ist bedingt durch den geringeren Abrollumfang), addiert sich also über einen großen Drehzahlbereich (vor allem in den niedrigen Gängen) nochmal ein zusätzliches Plus an Drehmoment - und trägt zur Beschleunigungsleistung bei. Bei höheren Geschwindigkeiten kommen andere Effekte zum Tragen, Fahrt-/Luftwiderstände, etc. - welche einen zunehmend bedeutenderen Anteil übernehmen
Bitte korrigiert mich, wenn ich da (oder insgesamt) „Stuss“ schreibe
Worauf ich damit aber eigentlich nur hinaus will:
Niedrigeres Massenträgheitsmoment, geringeres Radgewicht, geringerer Abrollumfang, dadurch höhere Drehzahl, über einen großen Bereich mit zusätzlichem Drehmoment-Plus bei dieser höheren Drehzahl, geringere ungefederte Masse, potentiellen Leistungsplus durch verringerten Strömungswiderstand im Abgasstrang, insgesamt geringeres Gewicht der meisten Austausch-Bauteile.
Viele Kleinigkeiten, die kombiniert aber spürbare Effekte haben können. Mehr oder weniger große Nuancen, die jedoch (auf einem insgesamt niedrigen Leistungsniveau) Wirkung zeigen und dementsprechend auch sinnvoll sind. Bei einem Trackday mit insgesamt höheren Geschwindigkeiten würde vieles davon total untergehen, dagegen könnte man durch solche Veränderungen bei einer Slalom-Veranstaltung definitiv niedrigere Durchgangszeiten erzielen.
Und zusätzlich kann man sich dann auch noch guten Gewissens die 5mm Spurplatten hinten zu je 160g gönnen…