Schwierig zu beantworten, ohne das Fahrzeug auf einer Hebebühne von vorne bis hinten durchgecheckt zu haben
Die Autos sind allgemein sehr gut, eigentlich haben sie das Zeug zum Dauerläufer, vor allem mit dem 220er Motor (OM646).
ABER: Wenn es eine Wartungsleiche ist und demnächst alles mögliche aufgibt, verschleißt, ausschlägt und verrostet ist, hat man wenig gewonnen.
Eine Auwahl:
- Traggelenke und Streben Vorderachse ausgeschlagen
- Federbrüche
- absackende Luftfederung (T-Modell hat hinten immer Luftfeder!)
- korrosionsgeschwächte Bremsleitungen. Mercedes verbaut seit Jahren immer und immer wieder dieses Schnellrostmaterial an der Stelle. Wenn die nur mal da einkaufen würden, wo VW und andere Buden ihre Leitungen kaufen
- Rost an Radläufen hinten und Längsträgern/Radhäusern vorn (= bei Durchrostung an der Stelle quasi nicht mehr fachgerechet reparabel, ohne den Zeitwert des Autos zu überschreiten!). Beim Mopf (=Facelift) allgemein nicht mehr so das Thema, bei DER Laufleistung kann es aber schon wieder von Relevanz sein
- allgemeiner Korrosionszustand. Wenn das Blech nur noch für 1 TÜV gut ist, ist es ungünstig, überhaupt noch Geld reinzustecken
- SBC-Bremse ist zum Glück bei dem Modelljahr nicht mehr an Bord...
- Automatikgetriebe sind grundrobust, wollen aber auch mal irgendwann neues Öl sehen. Ölwechsel mal gemacht auf den letzten 100tkm?
- Radlager hinten bzw. der Magnetring für den Raddrehzahlgeber. Kann eine Sch...arbeit sein, bei der man den Radträger u.U. ausbauen muss, was bei der Laufleistung sicher kein Vergnügen ist.
Fazit: Kommt drauf an, ob wie sehr dir die 3-4k Euro wehtun, wenn die Karre nicht mehr lang hält. Oder ob du weiter investieren kannst und möchtest.