Von der Sonne kommt immer die gleiche Energiemenge auf der Erde an. [...] Die Energie wird, falls nicht anderweitig genutzt auf dem Boden in Wärme umgewandelt. Diese Wärme wird durch den Kontakt zur Luft an die Atmosphäre abgegeben.
Entnimmt man einen Teil der Energie, steht der Atmosphäre weniger Energie (= Wärme) zur Verfügung.
[...]
In Summe kommt immer die gleiche Energiemenge unten an. Entnimmt man einen Teil der Energie (Windrad/Photovoltaik/Thermiekraftwerk) steht dieser Teil der Atmosphäre nicht mehr zur Verfügung.
Ah, ich sehe Deinen Denkfehler: Du vergisst, dass ca. 1/3 der einkommenden Strahlung direkt wieder ins All reflektiert wird. Der Rest übrigens auch, nur eben erst nach X-facher Umwandlung und hauptsächlich in Form von Wärmestrahlung.
Das ist hier recht schön erklärt: Link
Es gibt auch schöne Lehrvideos auf YouTube und Co, die da mehr in die Tiefe gehen, ist für das Verständnis hier aber zunächst gar nicht nötig.
Reflektiert weniger (absorbiert mehr) Sonnenenergie (Sonnenstrahlung), "behält" die Erde dieses Mehr an Energie zunächst.
Im oben verlinkten Artikel ging es dabei u.a. auch darum, *wo* diese Mehrenergie auftritt. Es geht ja um lokale Absorption statt Reflektion (Solarkraftwerk in der Wüste). Dass eine lokale Änderung (Hotspot) auch globale Folgen haben kann, ist im Artikel (hier noch einmal der Link) mMn recht nachvollziehbar erläutert.
Die jeweils beschriebenen Umfänge spielen natürlich auch noch eine Rolle. Übertragen auf die Windräder könnten vielleicht mehrere Milliarden Räder, die die gesamte Oberfläche der Nordsee bedecken, evtl. Auswirkungen auf Luftströmungen haben (bin da kein Experte, kann ich mir aber zumindest mal plakativ bildlich vorstellen). Das Szenario müssen wir aber aus rein praktischen Gründen nicht beachten. Durch die paar Windräder an der Albkante wird der Albföhn bspw. nicht zu wehen aufhören und die Segelflieger können weiterhin in Lee aufsteigen (frei nach Wiki [Link]).
Bei einer etwas konstruktiveren Lösung, nämlich der global verteilten Energieerzeugung aus unterschiedlichen erneuerbaren Quellen, fällt das weniger stark ins Gewicht. In jedem Fall ist für den Bau von Energieerzeugungs- (eigentlich -umwandlungs-) -anlagen eine gewaltige Investition an Material und Geld nötig. Die kostet also jemanden etwas und diese Kosten werden letztendlich in €/kWh umgeschlagen - also den Strompreis. Daaaaa sind wir dann wieder bei der Effizienzbetrachtung. Denn da jeder Umwandlungsschritt nicht nur Energie kostet (Stichwort: Wirkungsgrad), sondern eben auch Geld (beteiligte Prozesse, Maschinen, Menschen), zahlst Du definitiv und in jedem Fall für den Ökosprit hinterher deutlich mehr, als für den Ökostrom ![]()
Hope that helps =)