Die Sterne für den Crashtest werden für Insassen und Passantensicherheit vergeben - nicht für Style und Features. So ist zumindest der Grundgedanke.
Ich will hier mal eine Präsentation von 2016 einwerfen, die beim Thema "Fußgängerschutz" und der aktiven Motorhaube (oder Haubenairbag) explizit auf die Radfahrer eingeht: [Link].
Ziel ist es, dass beim Unfall ein Abstand zwischen Motorblock (nicht nachgiebig) und menschlichen Körper (zerbrechlich) gebracht wird und dadurch (Verformung der Motorhaube) Energie abgebaut wird. Wann das System auslöst, hängt von mehreren Faktoren ab. Ein gutes System erkennt hoffentlich auch einen Radfahrer, der seitlich gegen das Auto fährt. Wie das beim ND umgesetzt ist (der ja nicht sooo viele Sensoren hat), wüsste ich tatsächlich auch gerne. Will jemand mal seinen Wagen mit laufendem Motor in die Einfahrt stellen und sich ein Fahrrad schnappen? 
Was den erhobenen Zeigefinger angeht möchte ich folgende (zum besseren Verständnis leicht überspitzte) Differenzierung anstoßen:
- Jemand baut sich ein Lenkrad ohne Airbag ein. Ist nicht erlaubt. Kann man aber machen. Ist mir egal. Da sage ich nichts.
- Man baut sich einen großen Bullenfänger ans Auto oder schicke Nieten/Spikes an die Karosse. Ist nicht erlaubt und gefährdet unnötigerweise Andere. Klar melde ich mich dann mal, dass das nicht okay ist. Ich könnte ja auch einer der Anderen sein 😉
Also: Bringt man sich mit der Modifikation nur selber in Gefahr (s. auch tiefere Sitzschienen, die nicht TÜV-konform sind), ist es die Sache des Fahrers und der Hinweis, dass es eben nicht legal ist, genügt. Sobald man mit einer Maßnahme aber auch andere gefährdet - und dazu gehört eben auch das Weglassen potenziell nützlicher Maßnahmen - ist es nicht nur nicht erlaubt, sondern auch moralisch äußerst fragwürdig. Da muss man sich Kritik durchaus gefallen lassen. So wird es bisher ja auch hier im Forum gelebt, was ich sehr gut finde.