Beiträge von Svanniversary

    Du sagst also, der Reifen ist völlig egal, weil man die Fahrweise anpassen kann und muss? Sehe ich komplett anders.


    Erstmal Zustimmung dazu, dass ich natürlich meine Fahrweise an die Umweltbedingungen anpassen muss. Ich möchte allerdings nicht meine Fahrweise anpassen müssen, um einen schlechten Reifen zu kompensieren, denn das funktioniert nicht.
    Leider gibt es da im Straßenverkehr immer wieder diese Situationen, die sich völlig der eigenen Kontrolle entziehen, wie spielende Kinder, Wildwechsel, Vorfahrtsmissachtungen u.ä. Solche Situationen kann ich nicht durch angepasste Fahrweise ausschließen oder kompensieren. D.h. in so einer Situation ist es entscheidend, dass das Fahrzeug im optimalen Zustand ist und kurze Bremswege und ein sicheres Fahrverhalten realisiert. Dazu gehört ein guter Reifen und ein guter technischer Zustand.


    Bei dem genannten Reifen kommt noch dazu, dass es nicht nur darum geht, dass das Gripniveau niedrig ist, sondern auch darum, dass das Übergangsverhalten schlecht ist. D.h. der Reifen reißt sehr hart ab, was sowohl ungeübte Fahrer als auch die Regelsysteme des Fahrzeugs überfordern kann. Um es noch einmal zu beschreiben: Aufgrund des fehlenden Übergangsbereich wechselt der Reifen auf nasser Fahrbahn schlagartig zwischen Haften und Gleiten, ohne dass sich das ankündigt und ohne das Reaktionszeit bleibt. Das führt zu sehr heftigen und schnellen Fahrzeugreaktionen, die wirklich nur sehr geübte Fahrer beherrschen und auch dass nur unter größerem Platzbedarf, der im öffentlichen Straßenverkehr meistens nicht zur Verfügung steht.


    So etwas ist und bleibt von seinen Eigenschaften ein technisch schlechter Reifen, der unnötige und vermeidbare Gefahren verursacht. Ich persönlich weiß für mich keinen Grund, warum ich dieses Verhalten gut finden oder tolerieren sollte (ich habe ja geschrieben "kein Reifen den man empfehlen kann").


    Die professionellen Reifentester sehen das übrigens genauso und werten Reifen mit solchen schlechten Eigenschaften ab.


    Fazit für mich weiterhin: Der Reifen fliegt so schnell wie möglich runter und dann gibt es einen besseren Reifen.

    Ich hatte einen ab Serie montierten Potenza auf meinem damals neuen NC (vor genau 3 Jahren) und fand ihn im Trockenen sehr "grippig", im Nassen aber fast schon gefährlich, weil wirklich schon eine kleine Unachtsamkeit beim Gasgeben das Heck kommen ließ. Man kann das durch ausgeprägte Vorsicht weitgehend komplensieren, aber im Nassen fand ich den Potenza wirklich sehr schwierig, da ich i.d.R. mit der Front voraus durch die Kurven fahren möchte...

    Passt zu dem wie ich den Bridgestone auf dem ND kenne und das haben wir an anderer Stelle (ich meine im Sommerreifen-Thread) sehr ausführlich diskutiert. Der Bridgestone funktioniert trocken ganz gut, das Gripniveau im Nassen ist aber mäßig und er hat einen sehr schlechten Übergangsbereich. D.h. er kündigt nicht an bevor er abreißt, sondern ist dann schlagartig weg, was zu sehr überraschenden und schnellen Fahrzeugreaktionen führt.
    Das mag sein, dass man das im Alltag bei vorsichtiger Fahrweise nicht erlebt. Das Problem ist, dass man es genau dann erleben wird, wenn man es am wenigsten brauchen kann - bei einem Ausweichmanöver, oder wenn es rutschiger ist, als man erwartet hatte.


    Für mich definitiv kein Reifen den man empfehlen kann und wenn mein Werkssatz abgefahren ist, wird mein Auto diesen Reifen nicht noch einmal sehen.

    Meine Erfahrungen waren ganz ähnlich (hatte ich im Vorstellungsthread kurz geschrieben):
    "Egal was ich bisher gefahren bin, am Meisten haben mich immer die kleinen, leichten Sportwagen begeistert. Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit, zuerst einen Porsche 911er Carrera 4s und dann einen Cayman S für ein paar Tage fahren zu dürfen. Beide Wagen sind längsdynamisch der absolute Hammer und sie erreichen auch Kurvengeschwindigkeiten jenseits von gut und böse. Die wollen aber auch beide, insbesondere der 911er, in die Kurve gezwungen werden. Leichtfüßig und sensibel ist eher was anderes (z.B. der MX5 wink.png )."


    Nach inzwischen 2 Monaten und 2.000 km kann ich das nur noch einmal wiederholen. Ich ertappe mich immer wieder bei dem Gedanken, dass ein Audi TT oder ein Boxster mehr Leistung und bessere Fahrleistungen hat und sicher auch eine andere Materialqualität. Aber jedesmal, wenn ich dann mit unserem Kleinen unterwegs bin, denke ich "da fehlt nichts und der Spaß ist sogar noch größer".


    Was ich am MX-5 einfach total mag ist diese viel beschriebene Leichtigkeit und Unkompliziertheit, bei einem absolut überragenden Preis-/Leistungsverhältnis. Der Cayman schiebt brachial und erreicht sicher auch höhere Kurvengeschwindigkeiten, aber die Möglichkeiten in denen ich das abseits der Rennstrecke ausnutzen konnte, kann ich an einer Hand abzählen. Mit dem MX-5 fahre ich jede einzelne Kurve bewusst mit grandiosem Fahrspaß und wenn man sich mal den fahrdynamischen Grenzen nähert, dann ist das überschaubar und der Wagen stellt einen niemals vor Probleme.
    Und Längsdynamik wird meiner Meinung nach sowieso überschätzt. Im öffentlichen Straßenverkehr einmal drauf getreten und nach spätestens 3-4 Sekunden ist der Beschleunigungs-Spaß vorbei. Kurven machen immer und immer wieder Spaß und genug Leistung, um das Auto auszufahren und sportlich unterwegs zu sein, hat der Mixxer allemal, egal mit welchem Motor.


    Jens, @stiffler, ich glaube das brauchst Du keine Angst zu haben. Der Boxster ist auf jeden Fall ein fantastisches Auto, aber er ist eben auch etwas ganz anderes als der MX-5. Wenn überhaupt könnte ich mir ganz gut vorstellen einen Mixxer und einen Boxster zu fahren ;-). Aber selbst, wenn ich mir das leisten könnte, würde ich dafür zu Hause garantiert die rote Karte bekommen.

    Habe ich genauso gemacht und es gibt auch aus technischer Sicht überhaupt nichts, was dagegen spricht.
    Ich habe die Diamantschliff Winter-Kompletträder von Mazda gekauft und diese Felgen dann für die Bridgestone Sommerreifen genommen, während die Originalräder die Winterreifen bekommen haben.


    Die einzigen Nachteile:
    - Kosten und die
    - Gefahr, dass die Felgen Kratzer oder Beschädigungen bei der Montage bekommen.


    Die Gefahr der Felgenschäden hat man aber immer, auch wenn man später auf andere Reifen wechselt.


    Die Reifen selber vertragen das problemlos, auch mehrfach.