Beiträge von Svanniversary

    Nachdem unser Wagen jetzt auch vier Wochen da ist, möchte ich einmal ein paar Erfahrungen zum ESC berichten, die ich sehr positiv finde.


    Vorweg: Ich habe mehrere Jahre beruflich Fahrzeuge fahrdynamisch abgestimmt und ich mache bestimmte Versuche nur da, wo viel Platz ist und ich definitiv alleine unterwegs bin. Sicherheit im Straßenverkehr ist mir unheimlich wichtig und daher bin ich im normalen Verkehr auch eher sehr defensiv unterwegs.


    Was mir aufgefallen ist, ist das Mazda bei MX-5 offensichtlich sehr gezielt den Spassfaktor des Heckantriebs mit dem ESC unterstützt. Und zwar arbeitet das ESC geschwindigkeitsabhängig. Bei niedrigen Geschwindigkeiten und beim Anfahren werden relativ hohe Schwimmwinkel zugelassen (das ist gewissermaßen das Mass, wie weit das Heck kommen darf, bevor das ESC reagiert und es einfängt). Da kann man also das Heck mal leicht raus hängen lassen. Je schneller man fährt umso rigoroser und früher greift das ESC ein. Bei über 100 km/h reagiert es sofort, wenn das Fahrzeug auch nur minimal übersteuert.
    Man muss also bei niedrigem Tempo etwas aufpassen und bei höherem Tempo nimmt einen der Wagen an die kurze Leine, so dass die Fahrsicherheit steigt.


    ESC OFF scheint mir auch tatsächlich ernst gemeint zu sein. Ich konnte keinerlei Regeleingriffe mehr feststellen.

    Dann war es die Reibung im Lenkstrang. Dadurch war die Lenkung verspannt. Beim Starten rampt die Lenkunterstützung ein und überwindet die Reibung.


    Wenn es das auch nicht war, ist der Lenkwinkel- oder Drehmomentsensor defekt. Das glaube ich aber nicht und wünsche es Dir auch nicht.

    Der Grenzbereich wird in erster Linie über die Fahrwerkseinstellung festgelegt, ein gutes Fahrwerk erleichtet einem nur das erreichen und beherrschen des Grenzbereichs.

    Ähm, darf ich ergänzen?


    Das statische Verhalten im Grenzbereich hängt neben der Abhängigkeit von der Fahrwerkseinstellung noch wesentlich von der Elastokinematik und dem Verhältnis der Eigenfrequenzen von Vorder- und Hinterachse ab, gebildet durch die Federraten der Aufbaufedern und Stabis im Verhältnis zur Achslast. Die steifere Achse ist dabei die, die als erstes in den Grenzbereich kommt.
    Beim dynamischen Anlenken spielt auch noch das Verhältnis der Dämpferraten eine Rolle.


    Hintergrund ist u.a. das sich die Achseinstellwerte dynamisch unter Seitenkräften und Wankwinkeln verändern (sogenanntes Seitenkraft- und Wanklenken).


    ;)

    Zu 99,9 % regelt sich das von alleine. Bisher kenne ich keine Berichte über ungleichmäßige Lenkunterstützung links/rechts oder schief ziehen.
    Das kann man ja problemlos selber ausprobieren und dann entscheiden, ob man den Händler mal drauf schauen lässt.


    Ein weiteres Indiz ist die Reparaturanleitung zur Fahrwerkseinstellung. Da wird keine Neukalibrierung vorgeschrieben und damit scheint sie nicht notwendig zu sein.

    Mit tut das auch leid und ich will jetzt nicht unbedingt als kleinlich rüber kommen ...


    Aber, dann war die Bremskraft nicht ausreichend und die Bremse hat sich nicht gelöst. Denn das würde heißen, dass die Arretierung nicht gehalten hat. Das wiederum haben wir hier schon mehr als ausführlich diskutiert und @Harkpabst Tipp wurde mehrmals genannt und ist wirklich gut.