Er ist etwas speziell, aber wenn man diese tierische Zielgenauigkeit verbunden mit extremem Grip bis kurz vor die Haftungsgrenze mögen will unter Inkaufnahme von Komfort- und Laufleistungsnachteilen, ist das einfach ein Reifen der maximalen Spass machen kann.
Immer genau überlegen was das Ziel ist und dann den richtigen Reifen suchen.
Der Semi bietet maximalen Grip, einen schmalen Grenzbereich und wenig Komfort. Mit dem fährt man schnell, aber man fährt ihn selten aus und noch seltener kann man mit ihm im Grenzbereich spielen, das Auto stellen und mit arbeiten.
Der BPS ist eine Stufe drunter als UUHP, saupräzise, aber auch etwas schmaler im Grenzbereich, kündigt nicht so gut an und ist auch unkomfortabler. Für den Fahrer der unterhalb des Grenzbereichs schnell sein will funktioniert das und der versierte Fahrer kann mit dem BPS auch sehr gut mit dem Auto arbeiten.
Die normalen UHPs bieten nicht diese Performance, aber sie sind viel vorherrsehbarer und beherrschbarer. Der Grenzbereich ist breit und gut fühlbar. Mit diesen Reifen kann auch der nicht so versierte Fahrer mit dem Auto arbeiten und dabei lernen. Bestes Beispiel dafür ist immer der Goodyear.
Da muss ich also überlegen, ob ich schon richtig gut Auto fahren kann und mich herausfordern will (UUHP, Semi), ich nicht so versiert im Fahren bin aber einfach schnell sein will (UUHP), oder ob ich nicht so versiert bin, aber mit dem Auto lernen und wachsen möchte (UHP).
So würde ich das jedenfalls machen und so arbeiten wir auch im Rennsport und in der Ausbildung von Ingenieuren.
Um das auch noch einmal einzuordnen, in der Kombi Öhlins mit BPS sind die Grenzen bei mir brutal hoch und auch ich taste mich da jedesmal sehr vorsichtig ran. Das ist richtig schnell und richtig gut, aber nichts um damit Schabernack zu treiben
.
Ich hatte auch für mich lange überlegt, ob ich den Schritt überhaupt gehe, oder ob ich lieber bei einem normalen UHP bleibe, mit dem man dann viel mehr mit dem Auto spielen und dieses auch einmal öfter an die Grenzen treiben kann.