Beiträge von Svanniversary

    So ist es. Raff und Gier gibt es im Volumensegment schon lange nicht mehr. Das ist im Prinzip nur noch ein Kampf ums Überleben und die Hersteller sind froh, wenn sie eine Marge durchsetzen können, mit der sie noch etwas verdienen.


    Mazda hat im ersten Halbjahr 2022 ca. 514.000 Fahrzeuge verkauft und einen Gewinn von 618 Millionen Euro gemacht.

    Mazda steigert Gewinn
    Mazda hat im ersten Halbjahr seines bis zum 31. März 2023 laufenden Geschäftsjahres weltweit 514.000 Fahrzeuge verkauft. Das sind etwa 145.000 Autos weniger…
    www.auto-medienportal.net

    Der Gewinn pro Fahrzeug lag also knapp über 1.200 € was schon sehr gut ist, aber sicher nichts mit Raff und Gier zu tun hat und auch in keinem Fall solche Preissteigerungen erklärt.

    Die lassen sich nur aus den gestiegenen Kosten für Mazda erklären, die an den Kunden durchgereicht werden.



    Man sieht die Zahlen sind alle verfügbar und man kann sich selber ein Bild machen - wenn man denn möchte ;) .

    Ja, ist richtig. Merkst Du aber auch schon. Das H&R mit vergleichbaren Dämpfern und 50/30er Raten wäre dann wahrscheinlich nochmal der bessere Tipp, wenn es komfortabler sein soll.


    Die Dämpfer vom R&T laufen sehr geschmeidig (wenig Reibung), was ein großer Vorteil ist, aber hinsichtlich Wankabstützung, also Voröffnung sind die eher auf der fahrdynamischen Seite. Genau da wirkt aber auch die Verstellung, so dass ich es komfortabler einstellen kann, was aber auch sofort zu schlechterer Anbindung führt.

    NmE ist das Verhalten mit der Einstellung wie folgt v/h:

    - 10/11 bis 13/14 extrem linear, ziemlich optimales Fahrzeugverhalten, da kann man schön spielen, je nachdem wo man unterwegs ist

    - ab ca. 13/15 wird es dann schon leicht nichtlinear und man opfert viel Fahrdynamik bzw. Ansprechen für den Komfort


    Geschmeidig wird es erst ab ca. 12/13. Darunter ist es schon sehr stößig. Ab Einstellungen größer 14, gerade hinten, verliert man schon viel Anbindung. Das ist nicht schlimm, weil es immer noch fahrdynamisch i.O. ist, aber man verliert viel von dem, was den sehr guten Charakter des Fahrwerks ausmacht.

    Das bestätigt mich (leider) wieder, dass so eine Dämpferverstellung an sich eine gute Sache ist, sie sich aber nur in sehr engen Grenzen sinnvoll nutzen lässt, ohne dass ich das Auto ungünstig vertrimme.

    Mit Tempo ist die Kolbengeschwindigkeit gemeint. Nicht die Fahrgeschwindigkeit. Der Dämpfer selber weiß nicht wie schnell das Auto fährt. Das ist rein mechanisch abhängig davon, wie sich die Kolbenstange bewegt.

    Den Ansprechkomfort regulierst Du über die Dämpferverstellung (bypass). Du verlierst damit aber auch gleichzeitig Anbindung und Wankabstützung. Mit dem Bypass machst Du einfach einen Kanal weiter auf, der die Dämpferventile komplett umgeht, also frei strömendes Öl.


    Das DFV öffnet bei hohen Drücken bzw. Strömungsgeschwindigkeiten, also bei eher derben Stößen und großen Einfederungen.


    Eine steife Lowspeed-Dämpfung stützt das Wanken ab und bindet das Auto gut an, reagiert aber gleichzeitig stößiger.

    Ja, ein Fahrwerk mit 70/40er Federn ist ganz sicher nicht erste Wahl, wenn es komfortabel sein soll.

    Das Öhlins zeichnet aus, dass es für die gebotene Fahrdynamik noch relativ viel Restkomfort bietet. Aber natürlich ist es unkomfortabler, als andere weichere Fahrwerke. Da schlägt wie immer die Physik zu.


    Wenn ein Kompromiss aus Fahrdynamik und Komfort gesucht wird, der eher auf der komfortablen Seite liegt, würde ich zum Bilstein B14 greifen.

    Und - es hat eine Verstellung ;) .


    Man darf eben nur nicht erwarten, dass man in weich die volle Fahrdynamik bekommt, oder in hart den vollen Komfort.


    Das ein Fahrwerk mit 70/40er Federn eher auf der fahrdynamischen Seite ist, dürfte dann auch nicht überraschen.


    Weicher ist natürlich komfortabler, aber eben auch fahrdynamisch schlechter.


    Das alles ist doch nicht wirklich überraschend, oder?

    Sven, meinst du, ich kann mal zu NET fahren? Bei dem Fahrwerk muss wirklich alles passen und ich möchte es von Profis durchchecken und einstellen lassen. Ich denke, die wären der richtige Ansprechpartner dafür.

    Klar, die schauen da bestimmt mal drauf, gegen Auftrag oder Kaffekasse. Sind sehr nett die Jungs.

    Voraussetzung: Eine (halbwegs) lineare Federkennlinie, oder?

    Ja, so wie eingezeichnet muss es eine lineare Feder sein, so wie es fast alle normalen Federn sind. Man erkennt das daran, dass Drahtdicke, Federdurchmesser und Windungsabstand an der ganzen Feder konstant sind. Das Öhlins hat lineare Federn.


    Prinzipiell ist es bei einer z.B. progressiven Feder aber auch nicht anders. Solange ich mit der Vorspannung unter der statischen Last des Fahrzeugs bleibe ist der Arbeitspunkt derselbe. Erst wenn ich die statische Last überschreite, erhöht sich die Steifigkeit und da sollte man gemäß Einbaueinleitung und Gutachten nie hinkommen, denn dann gibt es keinen sinnvollen Ausfederweg mehr.

    Du schreibst es selber ;) - "Das es in dem Punkt besser geht, hat das SPS Street gezeigt".

    Zu Lasten von Wankwinkel, Radkontrolle und Anbindung. Immer diese Zielkomrpomisse ;) .


    Wenn Du das Öhlins ganz aufdrehst, solltest Du schon in einen ähnlichen Komfortbereich kommen. Die Federn sind ja vergleichbar. Aber man verliert dann eben auch (fast) alles, was das gute Fahrwerk ausmacht.