Beiträge von Svanniversary

    Genau und sie sind daher auch nur unter ganz bestimmten Rahmenbedingungen - wenn überhaupt - besser, als ein guter UHP, wie der MPS4S (ich weiß nicht für unser Auto), oder der BPS. Dafür haben sie aber deutliche Nachteile an anderer Stelle, z.B. Gewicht, Komfort, Lautstärke, Nassgriff, usw.


    Ich bekomme meine BPS im normalen Straßenverkehr schon nur sehr selten ausgefahren. Was ist dann das Ziel mit diesen Reifen?


    Der Vorteil liegt aus meiner Sicht ganz klar, in der Temperatur- und Verschleißfestigkeit und reproduzierbarer Performance unter hoher Belastung. Fokus ganz klar auf der Rennstrecke, aber sicher nicht im Straßenverkehr, wo ich die kaum warm genug bekomme.

    Es sei denn, siehe oben, man nimmt einen wie den Nankang, der auch "normal" funktioniert, aber dann bin ich so dicht am UHP, dass ich auch den als Allrounder nehmen kann.


    Für die Optik kann das natürlich auch gewünscht sein. Verständlich, wie so vieles was toll aussieht, aber technisch eher Nachteile hat. Das muss dann jeder mit sich selber ausmachen. Es betrifft aber ggf. immer auch die eigene Sicherheit und die anderer und das ist für mich auch eine rote Linie.

    Hört sich gut an.


    Dann bekommst Du jetzt eine Fleissaufgabe zur Perfektionierung der Fahrtechnik ;) :

    Am Kurvenausgang genau so viel Gas geben, dass das Heck minimal anrutscht und das Auto wenige Grad Schwimmwinkel aufbaut, ohne auszubrechen, oder ESC Eingriff. Das fördert das Gefühl im Fuss.

    Wenn das dann klappt, kannst Du Dich zu den Könnern zählen, insbesondere da der Turbo den Schwierigkeitsgrad erhöht ;) .

    2° Sturz hinten finde ich gar nicht so extrem. Das ist bei den meisten Hinterradantriebs- und einigen Allradfahrzeugen voll im normalen Bereich.


    Traktion ist aber sowieso nicht die Stärke der Fiata Plattform. Da müsste der geringere Sturz eher helfen, es sei denn ich habe den Kammschen Kreis in der Kurve schon ausgereizt.


    Wichtig ist, wie er sich in der Kurve bei balanced Throttle verhält. Dabei sollte er neutral/ leicht untersteuernd sein, dann passt die Balance und den Rest muss ich dann im Gefühl/Gasfuss haben.


    Nach meiner Erfahrung hält sich der reine Traktionsgewinn durch die andere Federauslegung in Grenzen.

    Mit der 60er Feder kommst Du auf jeden Fall weiter in Richtung Neutralität. Die Feinbalance muss man dann sowieso über die Einstellung machen.


    MrPink , wenn ich mir die B14 Federn anschaue, dann sind das nmE tatsächlich keine progressiven Federn im eigentlichen Sinne, sondern sie bieten nur, wie Du schon schreibst, einen Längenausgleich.

    Üblicherweise sollte dass KL, also die Konstruktionslage sein. Das wäre beim MX vermutlich die gleiche Lage, wie beim Achse einstellen, also mit Fahrer und vollem Tank.

    Federraten gibt man üblicherweise für KL an.


    Ja, das mit der progressiven Feder macht es noch schwieriger.

    Unter Beladung findet ein gewisser Ausgleich statt, leer bei Kurvenfahrt erhöht sich dabei die Rate kurvenaussen und die Disbalance wird noch schlechter.


    Auch da habe ich persönlich keine Erklärung, warum man das so macht.

    Ggf. war der Einbauraum zu klein für eine Standardfeder?


    Alle anderen Fahrwerke setzen nmK auf lineare Federn, was das Fahrverhalten zuverlässiger und vorhersehbarer macht.

    Und deshalb sollte man die MPS ruhig mit etwas mehr Fülldruck fahren und dann knickt da auch nichts weg. Aber man kann natürlich generell jeden Reifen überfahren, aber da kann der Reifen nichts dafür.

    Beeindruckende Fahrt.


    Finde ich klasse und bewundere, was sich mancher so (zu)traut.


    So hart am Limit fahre ich da in der Regel nicht. Der Grad, dass es doch mal schief geht, ist leider sehr schmal, wie wir dienstlich dieses Jahr auch wieder erleben mussten. Zum Glück kein Personenschaden, aber ein Proto für die Presse.


    Insofern zolle ich meine (skeptische) Bewunderung ;) .