Da es wahrscheinlich nicht allen klar ist, kurze Getriebekunde.
Die Zahnräder unserer Getriebe sind immer im Eingriff und laufen mit. Die Zahnräder, die gerade Kräfte übertragen sollen, werden mit einer Muffe mit der jeweiligen Ein- bzw. Ausgangswelle verbunden, die anderen laufen frei auf Lagern.
Diese Muffen gleiten über die Synchronringe, die die Wellen abbremsen und ein weiches Schalten ermöglichen.
Es gibt also zwei unterschiedliche Schadensarten in Getrieben, die man unterscheiden muss.
Hier liegt eine Schwäche der Zahnräder vor, so dass diese verschleißen. Das wirkt sich dann erstmal nur akustisch aus, bis die Schäden/Brocken so groß sind, dass es zu Kraftsprüngen (z.B. ruckeln bei Konstantfahrt), oder schlimmstenfalls zum Blockieren des Getriebes kommt. Die Schaltbarkeit kann dabei die ganze Zeit hervorragend sein, es sei denn es kommen Späne oder Teile in die Synchronringe.
Ein anderer Schaden betrifft die Synchronisation. Insbesondere wenn das Getriebe immer sehr schnell und hart geschaltet wird, oder sehr viel Laufleistung absolviert hat, dann verschleißen die Synchronringe und die Schaltbarkeit wird immer schlechter. Zuerst wird die Schaltung schwergängiger, dann wird das Schalten immer leichter, bis es kratzt und kracht, weil die Synchronisierung nicht mehr funktioniert. Bei diesem Schaden sind die Zahnräder absolut in Ordnung und solange man den Gang noch rein bekommt, kann man problemlos mit dem Getriebe fahren.