Das ist genau der Unterschied. Ich kenne beide Seiten und auch Zulieferer machen Fehler, genau wie Händler. Es kann durchaus am Hersteller liegen, aber es muss nicht …
Warum sollte ein Zulieferer gestresst sein und vor allen Dingen sollten ihm die Hände gebunden sein? Verstehe ich nicht. Das sind Verträge auf Gegenseitigkeit und ein Bosch, Conti, etc. behauptet sich da sehr gut. Wer desaströse Verträge eingeht, vielleicht auch weil er es muss, hat ein Problem und sollte dennoch einwandfreie Qualität liefern. Denn wenn er das nicht kann, dann ist er ganz vom Markt.
Auch die Zulieferer stehen im Wettbewerb und zu einem reduzierten Preis gehört auch immer jemand, der zu diesen Konditionen liefert. Einige können das mit ihren Kostenstrukturen, andere nicht, aber der Wettbewerb findet hier unter den Zulieferern statt und nicht zwischen Hersteller und Zulieferern.
Aber das führt hier sicher wieder alles zu weit und ist eher etwas für ein Gespräch am Tresen mit einem Bier in der Hand.
Ich habe natürlich viel mit Zulieferern zu tun und dabei eine hervorragende Zusammenarbeit erlebt, bei dem beide Seiten ihr bestes geben. Daher tue ich mich sehr schwer, mit dem vielzitierten Opferbild.
Davon unabhängig ist es wahrscheinlich einfach eine Frage der Grundhaltung, ob ich auch mal einen Fehler verzeihen kann und ggf. nach Jahren/Jahrzehnten eine Neubewertung mache, oder jemanden auf ewig ausschließe. So etwas würde ich persönlich nur auf Basis von einem Fall eher nicht tun, denn Mist passiert überall und dann dürfte man gar nichts mehr kaufen.