Fachanbieter für Bremstechnik, o.k. Ich unterstelle Partei.
Das Komfortmaß für die gefederte Masse ist die Aufbaueigenfrequenz. Die ist aber unabhängig von der Radmasse. Die Radeigenfrequenz wiederum ist (nahezu) unabhängig von der Aufbaumasse. Ich finde da also überhaupt keinen fahrzeugtechnischen Zusammenhang, um das in Relation zu setzen.
Auch das Argument der Masseverhältnisse kann ich nicht nachvollziehen. Die Cornermodulmasse ist immer (vernachlässigbar) leicht im Verhältnis zur (gefederten) Karosserie. Da ändert auch 1kg mehr, oder weniger nichts daran.
Die Radlastschwankungen, Radprellen, Dämpfung werden schlechter, wenn das Rad schwerer ist. Das ist korrekt wiedergegeben und auch der Grund, warum geringere Massen von Vorteil sind, aber den Bezug zur gefederten Masse kann ich beim besten Willen nicht herstellen.
Das Hauptproblem ist hier, dass ungefedert im Prinzip heißt, dass dieser Anteil der Masse den Straßenanregungen 1:1 folgen muss und das gelingt umso schlechter, umso höher die Massenträgheit ist.
Anekdote am Rande, ungefedert ist formal fahrzeugtechnisch falsch, obwohl es sich so eingebürgert hat. Die sogenannte ungefederte Masse ist nämlich gefedert auf der Reifenfeder und damit gar nicht völlig ungefedert.
Dafür ist die Aussage mit dem 1 kg rotatorisch = 5 kg translatorisch physikalisch nachvollziehbar, da sich die rotatorische Massenträgheit bei der Beschleunigung und beim Bremsen im Verhältnis überproportional auswirkt.
Naja, wenn jemand eine Idee hat, was mit diesem Verhältnis gefedert zu ungefedert gemeint ist, immer her damit. Ich kann es trotz meiner Erfahrung nicht einordnen, oder belegen.