Beiträge von Svanniversary

    Das ist das eine und ein E-Fahrzeug hat eben seine ganz anderen Reize. Deswegen ist weder das eine noch das andere schlechter.


    Aber zu Deinen Punkten mal ehrlich:

    - Knackiges Getriebe - oder doch lieber Motorsport DKG, oder doch nicht? Macht Spass, ist aber auch nur eine von vielen Möglichkeiten der Kraftübetragung. Rein sportlich hat pure Beschleunigung ohne jegliche Zugkraftunterbrechung durchaus ihren Reiz.

    - Sound? Wenn ich wirklich Sound wollte, würde ich keinen Vierzylinder fahren. Der MX-5 klingt ganz nett, ja, aber mehr für mich auch nicht.

    - Gewicht? Ja, ist ein dicker Minuspunkt, wirkt sich aber lange nicht so negativ aus, wie man meinen sollte, da der Schwerpunkt sehr niedrig ist und man eine gute Gewichtsverteilung von 50:50 auch haben kann. Wäre für mich aber schon wichtig, dass ein E-Sportwagen verhältnismäßig leicht ist.


    Das ist wieder dieses entweder oder und nur das eine ist so toll, dass mir total abgeht. Frag den eingefleischten 911er Fahrer zum Thema Fahrleistungen und Sound und der wird wohl kaum vom MX-5 schwärmen. Ich bin eher so der Typ, der den MX-5, den 911er und sicher auch einen gut gemachten E-Sportwagen geil findet. Jeden auf seine spezielle Art. Ich habe ja sogar im Toyota Starlet mit knapp 100 PS einen Riesenspass, wenn ich ihn beim Slalom quälen darf.

    Ich gebe aber auch gerne zu, dass ich das Thema Automobil aufgrund beruflicher Abnutzung vielleicht etwas weniger emotional sehe, als viele andere. Ich mag ein Auto nicht, weil es ein bestimmtes Auto ist, oder eine bestimmte Technik hat, sondern ich mag es einfach dann, wenn es mir viel Fahrspass bereitet. Aktuell trifft das auf den MX-5 genauso zu, wie auch auf den ID.3, auch wenn es bei letzterem eben eine völlig andere Art des Fahrspaßes ist.


    Was mich dagegen speziell am E-Auto reizt:

    - nahezu lautloses Fahren, offen durch die Natur, finde ich cool

    - Drehmoment und Leistung ohne Ende

    - Spontane Gasreaktionen, wie sie der allerbeste Saugmotor nicht hinbekommt

    - günstige Unterhaltskosten mit Laden zu Hause


    Die E-Mobilität hat ihren ganz eigenen Reiz und ich würde gerne einen guten E-Sportwagen fahren. Vielleicht auch gerne zusätzlich zum vorhandenen MX-5.

    Induktive Ladeschale im Auto. Bei mir ab Werk, lässt sich aber ggf. auch nachrüsten.

    Der Hauptvorteil liegt bei mir in der Einfachheit bei kürzeren Strecken. Carplay ist dann immer am Start und das Handy bleibt in der Tasche.

    Auf richtig weiten Strecken nehme ich aber auch aufgrund der besseren Ladung und des stabileren Betriebs das Kabel.

    Ich nutze die Klemmen in Verbindung mit einem CTEK-Ladegerät.

    Klemmen und nicht fest verbaut, da man damit einfacher vor den Batteriesensor kommt. Mit einem Festverbau war das mit meinem Auto schwieriger, weil die Standard Kabelschuhe nicht gepasst haben.

    Im Motorraum ist auch genug Platz, dass man die Haube auch mit Klemmen auflegen kann.

    Ich gebe Euch mal meine Erfahrungen und Einschätzungen zu dem oben verlinkten Video von Jonathan.


    In der starken Ausprägung, wie im Video, kann ich das nicht nachvollziehen. Ich bin selber bisher ca. 30 Minuten Track mit dem Reifen gefahren, rechts herum, also auch da sehr einseitige Belastung auf den linken Rädern.

    Profiltiefeunterschied links/rechts ist mit viel Wohlwollen max. 0,1 mm, also so gut wie nicht vorhanden.


    Die Beobachtungen aus dem Video kann ich nachvollziehen. Der Reifen war 2-3 Runden voll da und hat dann etwas abgebaut, wobei ich das Gefühl hatte, dass er durch die Wärme auch zu viel Fülldruck hatte (hatte vorher und im Stint nicht korrigiert). Auch bei mir ist das Auto dann (im sehr moderaten Rahmen) untersteuernder geworden. Aber, s.o., im Verschleiß hat sich das bei mir nicht so einseitig niedergeschlagen. Dennoch sah der Reifen natürlich direkt danach etwas zerrupft aus, aber auch nicht mehr, als andere Reifen, die ich schon auf dem Track unter ähnlichen Bedingungen gefahren bin.


    Die Vergleichbarkeit ist aber wahrscheinlich auch nicht sehr gut, weil

    - mein MX-5 sehr gut ausbalanciert ist, an sich schon sehr wenig untersteuert und anders als im Video Hinterradantrieb hat

    - der MX-5 sehr leicht ist

    - ich meinen Fahrstil im Stint angepasst habe, also etwas Speed heraus genommen habe, als der Reifen anfing mehr zu untersteuern (sonst hätte ich ihn überfahren)


    Vielleicht kann man das zumindest als Indizien nehmen, dass der Reifen keine schweren Autos mit Untersteuern mag, aber auf leichteren und ausbalancierteren Fahrzeugen besser klar kommt.

    Ich werde aber auch irgendwie das Gefühl nicht los, dass Jonathan den Reifen auf dem Golf ganz schön überfahren hat. Was allerdings für ihn sehr untypisch wäre.


    Ich teile auf jeden Fall die Einschätzung von Jonathan, dass man die Ergebnisse vom Track nicht in den Alltag übertragen kann. Da verhält sich der Reifen bei mir bisher sehr unauffällig und liegt gleich auf mit einem S001, oder S005. D.h. etwas verschleißfreudiger, als die Michelin, aber in einem normalen Rahmen.


    Meine persönliche Einschätzung dazu - für den Alltag kann man das weitestgehend ausblenden, was im Video gezeigt wird und auf leichten, ausbalancierten Fahrzeugen ist das auch kein Thema.

    Wenn der Trackeinsatz im Fokus steht würde ich aber ggf. bei Verfügbarkeit auch eher zu einem der anderen beiden Reifen greifen. Für mich bleibt es einfach, da der Potenza Sport der einzige Reifen aus dem Trio ist, der in unserer MX-5 Dimension verfügbar ist. Ich bin nach wie vor sehr zufrieden und würde ihn Stand heute auch wieder nehmen.


    Ich bin sehr gespannt und interessiert an Euren Erfahrungen mit dem Reifen auf dem Track.


    P.S.: Text aus einem anderen Forum kopiert und angepasst.