Beiträge von Svanniversary

    Ich behaupte mit steigenden Kraftstoffpreisen kannst Du rechnen, denn die Erhöhungen für die nächsten Jahre sind schon beschlossen.

    Ich weiß auch nicht, wie Du rechnest, denn mein ID.3 ist jetzt schon deutlich günstiger im Unterhalt, als ein vergleichbarer Golf.

    Wenn ich z.B. auf öffentliche Ladeplätze angewiesen bin, wo man mir 60 Cent oder sowas pro KWh abknüpft, dann bin ich bei den Kosten auf 100 km auch nicht günstiger als mit derzeit akutellen Verbrennern

    Das geht auch öffentlich deutlich günstiger mit den entsprechenden Verträgen. Und Benzin wird nicht günstiger, da kommt irgendwann der Breakeven und das wird nicht mehr lange dauern.

    Ich kann nicht auf der einen Seite die teuersten Ladetarife und die günstigsten Benzinpreise gegeneinander vergleichen. Das ist leider immer wieder die typische Argumentation der Benzinlobby.

    10-20 Jahre? Ja, sehr realistisch, nicht jeder aber die Masse. Der Rest wird damit leben müssen, dass Mobilität mit dem Verbrenner sehr teuer wird.


    Ich verstehe Deine Gedanken schon, sehe aber zwei Probleme. Erst einmal gibt es kaum Gasfahrzeuge und wenig Infrastruktur. Wenn ich da bei beiden Punkten nachbessere, dann muss ich viel Geld in die Hand nehmen, dass ich gesamtwirtschaftlich auch in nachhaltige Energie investieren könnte.

    Und das zweite, wahrscheinlich größere Problem fossile Überbrückungstechnologien bringen uns ökologisch im Prinzip nicht weiter und sind daher schlicht politisch nicht gewollt.


    Aus Sicht des Nutzers macht es natürlich für viele Sinn einfach wie bisher weiter zu machen, oder das Wägelchen noch über die nächsten 20 Jahre zu retten, aber gesamtwirtschaftlich und politisch ist der Trend ein anderer. Ich denke es wird eine wichtige Aufgabe für die Politik, dass Mobilität bezahlbar bleibt, z.B. auch in dem alte Fahrzeuge weiter genutzt werden können. Gleichzeitig wird und muss sie aber auch Anreize setzen, damit die Energiewende vorankommt.

    Tankstellen: Viel häufigere Belieferung nötig, da weniger Energiedichte und aufwändig beim

    Handeling.

    Das Thema wurde noch gar nicht angesprochen. Wasserstoff ist hochflüchtig und wird am effizientesten bei sehr niedriger Temperatur gespeichert. D.h. alle Tankstellen müssen umgebaut werden, ein Teil des Treibstoffes wird bei Transport und Lagerung einfach verloren gehen (durchaus signifikant) und für die Kühlung und Lagerung muss weitere Energie aufgewendet werden.

    So schön das wäre, energetisch ist das einfach unsinnig.

    Wir können froh sein, wenn so etwas für Schwerlastverkehr, Langstreckenfahrer etc. funktioniert, aber für die Basismobilität ist das Stand heute keine Alternative.

    Bei 50% Ökostrom noch mehr Strombedarf durchs Akku laden zu erzeugen ist nicht weniger dämlich.

    Den Punkt verstehe ich nicht. Drei- oder fünfmal mehr Strom mit H2, oder eFuel zu verbrauchen ist sicher keine Alternative und ein Verbrenner liegt in der Primärenergie auch um Faktor 2-3 höher UND ist fossil.

    Bleibt vielleicht noch Atomkraft, oder welche Alternative siehst Du da?


    Die Lösung für die Speicherprobleme liefert die E-Mobilität gleich mit, denn wenn genug E-Fahrzeuge am Grid hängen, dann ist auch genug Speicher für Spitzen vorhanden, so dass wir die Energie selber speichern und nutzen können.


    andy_yo , klar die Batterie muss in die Gesamtenergiebilanz mit hinein. Diese Gesamtbilanz ist aber selbst heute schon besser, als beim Verbrenner und da ändern auch H2 und eFuel nichts daran, weil die Faktoren 3 bzw. 5 die Gesamtbilanz über Laufzeit natürlich in diesen Größenordnungen verschlechtern. Es ist und bleibt auch beim E-Fahrzeug so, dass die Betriebsenergie der größere Brocken ist und nicht die zur Herstellung aufgewendete Energie.

    Vielleicht ein separater Thread, oder in die E-Mobilität verschieben?


    Nur so viel hier dazu - mir leuchtet nicht ein, wo bei einem Ökostromanteil von nicht einmal 50 % in D und dreimal so hohen Primärenergiekosten für Wasserstoff, der Überschuss herkommt?

    Über Wasserstoff kann man nach meiner Ansicht frühestens nachdenken, wenn man wirklich mehr als 100 % Ökostrom produziert und bis dahin ist es noch ein langer Weg.

    Aus meiner Sicht ausgenommen sind Anwendungen, wie Schwerlast-, Schiffsverkehr, etc. die sich wahrscheinlich sinnvoll nur mit Wasserstoff oder ähnlichen Energieträgern darstellen lassen. Da wird man die Kröte schlucken müssen, dass man mehr Energie investieren muss.


    Das ist übrigens generell der Nachteil der alternativen Treibstoffe, die viele für die Lösung halten, weil man sich dann ja nicht ändern muss und alles so schön kuschelig bleiben kann, wie aktuell.

    Für die Energiemenge eines mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugs, kann ich drei BEVs betreiben. Bei E-Fuels sind es sogar 5 BEVs.

    Ey, ey, lass Dich nicht so vom Marketing Blabla blenden. Wenn das alles so ist, dann fasse ich mal die Kernaussage zusammen:

    - Mazda macht jetzt auch ASR und EDS, was bei allen anderen OEMs seit Jahren in Serie ist


    Ich bin wirklich kein großer Freund von Brake Torque Vectoring, weil eben immer über die Bremse gearbeitet wird. Das kennt man z.B. bei BMW, wenn nach einer gar nicht zügigen Runde auf dem Track die hinteren Bremsen heiß sind, obwohl man eher moderat unterwegs war.

    Mir fehlt nach wie vor der zündende Gedanke, was das insbesondere beim G184 mit LSD noch bringen soll. Die letzten 0,2 %? Wem hilft es, außer dem Marketing, dass man noch mal was neues gebracht hat? Wichtiger wäre wohl ein wirklich sportlich abgestimmtes Fahrwerk und ein guter Sportreifen ab Werk. Da sind so die kleinen Widersprüche, die ich persönlich bei Mazda nicht aufgelöst bekomme.

    Der kleine Motor ohne LSD mag etwas mehr profitieren, aber auch da behaupte ich, dass sich der reale Nutzen im Alltag stark in Grenzen hält.

    Klar schadet es wahrscheinlich auch nicht, aber ich halte mich da mal an Mazda, die vor einigen Jahren noch geschrieben haben, dass ein so hervorragend ausbalanciertes Auto, wie der MX-5, dass nicht braucht ;) .


    Echtes TV unter Zug ist dagegen eine andere Nummer, z.B. wie bei Porsche, R-Golf, etc. Das bringt ein echtes Plus an Performance, fährt sich aber leider auch sehr unintuitiv und ganz anders, als man ein „normales“ Auto fahren würde. Selbst das finde ich schwierig, weil man den Fahrstil noch stärker ans jeweilige Fahrzeug adaptieren muss.

    D.h., wenn Du die Kurvengrenzgeschwindigkeit erreichst, bricht das Auto mit dem Heck aus und Du kannst keine Kurve stabil, durchfahren? Oder geht es nur um dynamisches Übersteuern, also solches, dass nicht primär durch das Setup, sondern die Fahrtechnik ausgelöst wird?

    Ich gehe erst einmal davon aus, dass Dein Auto genauso quasistatisch untersteuert, wie jedes vernünftige Serienauto.


    Man liest das immer oft, mit dem Übersteuernden (geilen) Auto, aber das wird missverstanden, denn an einem quasistatisch übersteuerndem Auto hat im normalen Straßenverkehr normalerweise niemand Spass.

    Was dagegen in der Regel gemeint ist, ist ein weniger untersteuerndes. neutrales Setup, was wiederum ein normales Ziel sein kann und bei vielen Autos angestrebt und mitunter auch erreicht wird.


    Sorry, für diese „komischen“ Fragen, aber wenn man über die Terminologie und das was gemeint ist keine Klarheit hat, dann endet jegliche Diskussion in Missverständnissen.