Jep, in Verbindung mit einer Drehmomentsteigerung kenne ich das auch. Leistung sollte aber eigentlich erst einmal egal sein. Wie Du sagst, muss ein ZMS genau auf ein bestimmtes Drehmoment und ein bestimmtes Lastkollektiv ausgelegt werden.
Wenn das ZMS schon zur Gewährleistung der Festigkeit des Getriebes mit dem Seriendrehmoment notwendig ist, dann wird es ohne ZMS bei noch mehr Drehmoment für das Getriebe nicht besser werden.
Man sieht in den Unterlagen von Schäffler, dass ein ZMS die Drehmomentkapazität des Getriebes erhöht, also das ein Antrieb mit ZMS ein höheres Drehmoment erträgt.
Die Punkte, die Du da aufführst beziehen sich nmE auf die Auslegung des ZMS, d.h. ich kann mit einem ZMS generell nur ein begrenztes Drehmoment übertragen, weil ich es nicht beliebig stabil auslegen kann. Diese Grenze liegt aber weit über dem, was der MX-5 Antrieb entwickelt.
Im Vergleich konventionelle Kupplung vs. ZMS bei identischer Auslegung hat der Antrieb mit ZMS wiederum die größere Drehmoment-Kappa, bezogen auf Getriebe und Triebstrang.
Beim ND ist ja höchstwahrscheinlich auch nicht die Kupplung bzw. das ZMS die Schwachstelle, sondern das Getriebe.
Mit dem Umbau auf eine konventionelle Kupplung für den Track vermeide ich also Schäden am ZMS, gefährde aber ggf. das Getriebe.
Generell ist die normale Kupplung mit Sicherheit für den Track die deutlich einfachere und robustere Lösung. Beim ND in Kombination mit einem schwachen Getriebe könnte es aber damit dann zu anderen Problemen kommen, die noch teurer werden.
Ich meine aber das Ansprechverhalten, also der Zeitraum von Gas geben (egal ob wenig oder viel) bis irgendeine Reaktion eintritt - also das "Loch" durch die Denkpause der Elektronik. Die Drosselklappe arbeitet ja erst ab diesem Zeitpunkt. Da hat das Schwungrad sicherlich auch einen Einfluss drauf, aber meine Aussage bezog sich auf die Diagramme von Chipmonk77. Aber korrigiert mich, wenn ich "Throttle Response" falsch verstanden habe. Nur verstehe ich dann nicht, wieso die Linien anfangs komplett auf Null liegen.
Der Zeitpunkt des TippIn ist nicht eingezeichnet. Ggf. liegen die Linien auf null, weil zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Gas gegeben wurde.
Das E-Gas ist deutlich besser als sein Ruf und es ist bei normaler Applikation auch weit von „da passiert erstmal nichts“ entfernt. Die Ursache für die verzögerte Gasannahme ist in der Regel die Applizierung diverser Funktion, wie Anti-Ruckeldämpfung, vermeiden von Triebstrangschlagen u.ä. Das sieht man auch gut in den oben verlinkten Diagrammen (das sogenannte Anti-Jerk).
Das sind in erster Linie Komfortfunktionen, aber sie ermöglichen gleichzeitig eine dosierbare und geschmeidige Gasannahme.
D.h., dass also schon unmittelbar nach Gaspedalbetätigung etwas passiert und eine Denkpause durch die Elektronik existiert da nicht, da diese in wenigen Millisekunden regelt. Es wird aber eben nicht digital gestellt, sondern geregelt und dabei werden bewusst Dämpfungsfunktionen und Verzögerungen eingestellt, um Schwingungen des Triebstrangs zu minimieren.
Diese Funktionen müssen umso aggressiver bedatet werden, je mehr Elastizität im Triebstrang vorhanden ist. D.h. wenig beim sportlichen Fronttriebler und recht stark beim MX-5 mit konventionellem Antrieb.
Man könnte das sicher auch so bedaten, dass das E-Gas schneller anspricht, aber dann könnte man auch keinen harten TippIn machen, da dieser Schwingungen des Aggregates und der Kardanwelle auslösen würde, was man gerade im Grenzbereich noch weniger gebrauchen kann.
Wer in den 80ern BMWs und Mercedes ohne elektronische Einspritzanlagen gefahren ist, wird sich erinnern, dass man unter bestimmten Randbedingungen sehr fein Gas geben musst, damit die Fuhre sich nicht aufschaukelt (vgl. Bonanza-Effekt).
Auch hier löse ich also mal wieder technische Probleme, um mir damit andere technische Probleme einzufangen. Aber auch hier kann man sicher davon ausgehen, dass Mazda einen guten Kompromiss gesucht und gefunden hat.
Jan, wenn Du vorher einen sehr sportlich abgestimmten Fronttriebler gefahren bist, dann wird der Hauptgrund warum dieser deutlich aggressiver angesprochen hat, in den o.g. Gründen liegen. Das ist ein Preis, den man für das Hinterradantriebs-Konzept zahlen muss.
Ich stelle das selber auch immer wieder fest, wenn ich mal einen GTI, o.ä. im Vergleich fahre.