Beiträge von Svanniversary

    Wärme und UV-Licht schädigen den Reifen, aber es diffundieren auch Weichmacher aus.
    Es hilft, wenn der Reifen regelmäßig durchgewalkt wird, weil er z.B. am Auto bewegt wird.


    Bei reiner Lagerung über die Zeit hat der Reifen auf jeden Fall einen Teil seiner positiven Eigenschaften verloren.
    Im Reifenhandel gilt ein Reifen bei fachgerechter Lagerung bis zu fünf Jahre ab Fertigung als Neuware.


    Die Eigenschaft, die mit zunehmenden Alter am meisten leidet ist der Nassgrip. Gerade beim MX-5 eine sehr wichtige Eigenschaft.

    Auch innerorts darf auf Straßen ohne durchgehend, ausreichende Beleuchtung mit Fernlicht gefahren werden.

    Schon, aber wie notwendig und sinnvoll das ist mit 50 km/h alle Anwohner mit Flutlicht zu beglücken ist eine andere Sache. Ich bin auch nicht so ein Freund von. Nicht alles was erlaubt ist, ist auch sinnvoll und notwendig.

    Es gibt um das Hochschalten. Ob der Hobbyfahrer etwas braucht oder nicht und wo das relevant oder völlig ohne Belang ist, das ist auch nur Deine persönliche Meinung, nehme ich an (Es klingt halt manchmal nicht so).(...)
    Natürlich erhöht es den Verschleiß, wenn der Motor absichtlich nicht runter tourt; mit ZMS zum Glück nicht so sehr. Insgesamt habe ich beim Verschleiß kein schlechtes Gewissen.

    Siehe mein gekürztes Zitat - klar, meine persönliche Meinung, meine Vorliebe. Deswegen hatte ich das extra so geschrieben und betont.


    Das kann ich dann in der Tat erklären. Das ist normale Triebstrangabstimmung. Es gibt Richtwerte und Studien mit welchem Tempo der Durchschnittskunde schaltet und darauf wird der Triebstrang, bzw. das Abtouren des Motors abgestimmt. Da wird bewusst eine Verzögerung eingebaut, so dass die Drehzahl nach der durchschnittlichen Schaltzeit ungefähr passt und ruckfrei geschaltet werden kann. Das ist bei normalen Straßenapplikationen so üblich. Wenn man den Motor frei abtouren lassen würde, wäre man sicher dichter an der realen Technik, würde aber bei 80 % der Kunden Irritationen hervorrufen, weil sich der Wagen schlecht schalten lässt und es oft ruckelt. Wenn man schneller, oder langsamer als die Richtwerte schaltet, hat man selber das Problem das es ruckelt. Technisch ist das die Kombination aus Drehträgheit und E-Gasapplikation des Motors.
    Klar merkt man hier, dass Mazda mit dem MX-5 eher den "normalen" Kunden bedienen möchte und nicht den "sehr sportlich schaltenden" Kunden im Lastenheft stehen hatte.


    Hinsichtlich Verschleiß denke ich an ganz verschiedene Themen:
    - Ich denke am bedeutendsten sind die Synchronringe. Schnelles durchreißen fördert hier massiv den Verschleiß und kann früher, oder später zu kratzenden Schaltvorgängen führen.
    - Das Getriebe ist in den unteren Gängen nicht dauerfest ausgelegt, sondern nur zeitfest für ein bestimmtes Lastkollektiv. Dauerfest legt man es erst in den hohen Gängen aus, in denen ein Fahrzeug über hohe Laufleistungen betrieben wird. D.h. Ausdrehen und volles Drehmoment in den unteren Gängen kann schlimmstenfalls zu vorzeitigem Verschleiß in den unteren Gängen führen, wenn man es sehr häufig macht.
    - Ähnliches gilt für die Kardan- und Antriebswellen. Je niedriger der Gang umso höher das Drehmoment, umso höher die Last und umso größer der Verschleiß. Häufig werden Fahrzeuge in den unteren Gängen drehmomentbegrenzt, als Bauteilschutz für die Antriebswellen.
    - Beim Motor erhöht häufiges Fahren im oberen Drehzahlbereich auch den Verschleiß. Den Punkt würde ich aber bei Betriebstemperatur nicht überbewerten.
    - Die Kupplung leidet natürlich auch, wenn die Anschlussdrehzahl nicht passt.


    Natürlich kommt es bei all den Punkten darauf an wie oft und wie rabiat man das macht. Aber steigern tut man die Lebensdauer damit definitiv nicht.
    Ich denke der Punkt ist, dass der Verschleiß durch starkes Hochbeschleunigen in den unteren Gängen an sich, deutlich kritischer zu bewerten ist, als der Verschleiß, der durch schlechte Drehzahlanpassung aufgrund verzögertem Abtouren entsteht. Dadurch schädige ich insbesondere "nur" die Kupplung, die als Verschleißteil einfach und im Gegensatz zu Motor/Getriebe auch kostengünstig getauscht werden kann.

    - Ich möchte deine o.g. Punkte noch mal aufgreifen: Ich würde mal davon ausgehen, dass die Automatik im manuellen Modus kurz vor dem Begrenzer hochschaltet? Das persönlich würde mich nicht stören, da es nicht allzu viele Situationen gibt in dem man das Auto kurz vor dem Begrenzer für längere Zeit halten will und wenn kann man dies ja auch mit dem Gas steuern. Das muss man beim Handschalter ja auch, sonst läuft man in den Begrenzer.

    Stimmt. Der MX-5 macht es ja auch nicht, wie oben bereits geschrieben wurde.
    Wenn eine Automatik das macht, kann es bei sehr ambitioniertem Fahren stören, weil der Schaltvorgang zur Unzeit stattfindet, oder ich mich plötzlich im falschen Gang wieder finde. Aber ich stimmte Dir voll zu, dass das für die Praxis kein wichtiger Punkt ist.

    - Heel&Toe habe ich im Moment noch nicht vor es anzulernen, was nicht heißt, dass es immer so bleiben muss. Bevor man es im Grenzbereich einsetzen kann, muss das Ganze schon in Fleisch und Blut übergegangen sein - so wie bei mir Rev Matching schon ganz automatisch von der Hand geht. Das heißt ich müsste es viel im Alltag üben, aber ehrlicherweise ist mir so eine Spielerei im öffentlichen Straßenverkehr zu riskant, daher lasse ich das. Und wenn man es nur halbgar kann nutzt es einem auf dem Track wenig, wenn man per Heel&Toe herunterschaltet, aber die Bremse vollkommen falsch dosiert. Für jemanden der alles rausholen will, ist das aber natürlich Pflicht, gar keine Frage.

    Da schließe ich mich den Vorrednern an. Das ist nice to have und hohe Schule, ich denke aber auch, dass man das relativ gefahrlos im Alltag trainieren kann. Beginnen kann man sogar im Stand, in dem man Fußhaltung und Dosierung übt. Dann kann man das immer mal wieder einbauen, am Besten wenn hinter einem alles frei ist. Schlimmstenfalls ruckelt es ein wenig, aber Übung macht den Meister. Aber natürlich geht es auch ohne. Ich finde persönlich auch, dass einem so ein gut gelungener Schaltvorgang mit Heel&Toe ein Lächeln ins Gesicht zaubert und ein gutes Gefühl gibt, bei dem man sich als Herr über die Maschine fühlt ;) .

    - Bezüglich Schalten in der Kurve: Da ich den Spider „nur“ 1-2 Mal im Jahr so richtig Auslauf auf einer Rennstrecke oder einem Testgelände gebe, bin ich natürlich niemand der überall die 100% rausholt.Ich bin mehr als glücklich, wenn ich konstant die “90%“ mit einem sauberen Fahrstil und eine gute Kurvenlinie erziele :) Denn wenn man als mittelmäßig begabter Fahrer die 100% anvisiert, werden auch schon mal schnell 110% und man verliert die Linie, wird unsauber und verliert dann eine Menge Zeit.


    Daher funktioniert das Schalten in der Kurve ganz Ok für mich, zumindest in langsameren Kurven ist es bei konstantem Lenkeinschlag kein Problem, da es das Fahrzeug noch nicht aus der Ruhe bringt. Natürlich ist das kein best practice sondern eher „mist ich brauche doch den niedrigeren Gang, dann schalte ich halt in der Kurve“ ;)

    So isses ;) . Und wenn das Auto irgendwann dabei unruhig wird, merkt man dass man daran arbeiten muss. Generell finde ich das das frei nach Röhrl ("Sicher und sportlich Auto fahren mit Walter Röhrl") auch eine schöne Übung für den Alltag ist den richtigen Ablauf zu üben:

    • Zielbremsung mit konstanter Verzögerung und Herunterschalten
    • Schaltvorgänge vor der Kurve abschließen
    • Einlenken und dabei im gleichen Maße die Bremse öffnen

      • Schnell genug, dass das Auto nicht untersteuert
      • Langsam genug, dass das Auto nicht übersteuert
      • Kurze Rollphase
    • Kurvenfahrt mit konstanter Querbeschleunigung (Balanced Throttle)
    • Lenkung öffnen und dabei im gleichen Maße Beschleunigen

    Das muss alles nicht im Grenzbereich und bei maximaler Verzögerung und Beschleunigung stattfinden. Das kann man auch ganz bummelig beim Blümchen Pflücken üben.

    Das Fernlicht wird aber meines Wissens nach innerorts ausgeschaltet. Die Daten von Ortschaften kommen aus dem Navi. Somit dürfte eigentlich niemand geblendet werden. Zu erkennen am Fernlichtsymbol.

    Andere Marken machen das, aber nach meiner Kenntnis hat Mazda nur eine einfache Geschwindigkeitsschwelle eingebaut. Das MZD und das Lichtsteuergerät sind nmK nicht vernetzt.

    Aber wahrscheinlich ist das mit dem DKG auf dem Moped wie damals mit dem ABS. Wollte auch keiner haben, weil ja der Bremsweg mit ABS länger ist.

    Ich glaube es gibt heute wenig objektive Gründe, die gegen eine Automatik sprechen, wenn man mal von veralteten, zähen Wandlerautomatiken absieht.
    Es ist ein Bauchthema, weil bei vielen die Emotionen mit dem Handschalter größer sind. Ich und die Maschine, eine Einheit mit voller Kontrolle ... Ich bin da jedenfalls absolut nicht frei von, auch wenn mich mein GTI Handschalter jeden morgen im stockenden Berufsverkehr nervt ;) .

    Wie ist denn der Unterschied im Vergleich zum direkten Vorgänger G160? Hintergrund ist die geänderte Abstimmung des G184 bzw. ND2... wie aus diesem Mazda-Chart ersichtlich:

    So aus dem Bauch heraus - ähnlich. Mir ist da kein großer Unterschied aufgefallen. Könnte sein, dass der G184 auch das tipout minimal mehr verschleift, aber das sind wirklich Feinheiten.

    Meine Information bzgl. Bauteilschutz bezog sich auf ein anderes Fahrzeug. Jedoch weniger bzgl. Antriebsstrang sondern eher Temperaturgradienten und dergleichen. (PS: Weiter oben meinte ich mit Lastwechsel den Motor und nicht das Fahrzeug/Antrieb)

    Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich verstanden habe was Du meinst. Unter Motorlastwechsel verstehe ich wechselnde Lastzustände, was dann natürlich in den Triebstrang eingeleitet wird, so dass man das nicht trennen kann (wenn die Kupplung zu ist). Bei offener Kupplung sollte das nicht stören, es sei denn es geht um sehr schnelles Hochschalten. Da habe ich meine ganz eigene Meinung zu - ich halte es nicht für sinnvoll. Man gewinnt höchstens ein paar Zehntelsekunden, was im öffentlichen Straßenverkehr und selbst als Hobbyfahrer auf der Rennstrecke völlig ohne Belang ist, steigert aber den Verschleiß signifikant und die Gefahr sich zu verschalten. Darüber hinaus fördert das starke Fahrzeug-Lastwechsel, was auch fahrdynamische Nachteile hat.
    Oder geht es noch um etwas anderes?



    Gut, ich verstehe, das es dann vielleicht kaum noch jemand kauft und für die Unfallquote ist es auch gut; niedrige Versicherungsbeiträge sind wichtig.
    (...)
    Nur bin ich tendenziell an einem Punkt, an dem mich nicht die Mechanik oder meine begrenzten menschlichen Fähigkeiten "langsam" machen (bzgl. Fahrerlebnis), sondern die Elektronik. Es ist ok aber 100%ig klar komme ich damit nicht.

    Unfallquote - dann sind wir beim Fahrzeug-Lastwechsel? Mit Komfortfunktion meinte ich im Wesentlichen die Schwingungsreduktion, also übertrieben das, was man früher als Bonanza-Effekt beschrieben hat.
    Das verschleifen von Lastwechseln, auch um eine starke Fahrzeugreaktion mit Übersteuern zu vermeiden, kann durchaus auch ein Grund sein. Wäre dann aber tatsächlich eher eine Applikation in Richtung Fahrsicherheit im Sinne der Motorschleppmomentregelung. Das sollte aber normalerweise nicht stören, es sei denn der Wagen ist viel zu untersteuernd eingestellt. Mein Auto kann ich auch mit E-Gas problemlos mit Lastwechsel im Heck leicht machen. Aber wie geschrieben, ich glaube ich habe noch gar nicht verstanden worum es Dir geht.


    Bei welcher Fahrsituation macht Dich das langsam? Ich muss gestehen, dass ich das in meinem aktuellen Setup zwar wahrnehme, ich aber überhaupt nicht das Gefühl habe, dass mich das in irgendeiner Weise limitiert.

    Hoffentlich habt Ihr bei mir jetzt keine schlafende Hunde geweckt oder ich fahre hoffentlich einfach nicht gut genug, um das zu merken...
    Bisher konnte ich das hier genannte E-Gas Thema für mich noch nicht als störend feststellen.

    Dann ist alles gut. S.o., ich nehme das zwar wahr, aber stören tut es mich auch nicht ;) .

    Ganz ehrlich, und vielleicht sollte ich das als Mitarbeiter bei einem OEM nicht schreiben, Bauteilschutz wird überstrapaziert und ist häufig nur eine faule Ausrede.


    Und wenn es tatsächlich Bauteilschutz ist, dann heißt das nur, dass so gespart und unterdimensioniert wurde, dass es nicht mehr schön ist. Vielleicht läuft das noch unter Leichtbau, aber einen dynamischen tipout sollte so ein Triebstrang schon überleben.
    Die höchste Belastung tritt beim Knallstart auf, also beim Fliegen lassen der Kupplung und da nehme ich beim MX keine besonderen Maßnahmen war.
    Daher glaube ich eher an eine komfortorientierte Applikation.

    Ich spekuliere mal ein wenig...
    Das ist wahrscheinlich tatsächlich eine Komfortapplikation. Ich vermute für die Emission hätte man das schneller können.
    Frontmotor mit Kardanwelle, Differential und Seitenwellen bedeutet immer relativ viel Elastizität im Triebstrang.
    Das wird dann durch eine entsprechend flache tipout Rampe, also eine verzögerte Gaswegnahme, verschliffen, so dass keine Schwingungen entstehen.


    Ich finde auch, dass es beim MX geht, aber es ist schon deutlich wahrnehmbar.
    Mit E-Gas kann man so herrlich viel applizieren und das macht man dann natürlich auch ;) .