Beiträge von Svanniversary

    Oder zu langsames Einlenken, ohne Gewichtstransfer ;) .

    Fahrtechnik ist alles ;) .


    Die Kurve im Video zieht zu. Da sind alle überrascht, dass sie noch nachlenken müssen und lenken dann tatsächlich zu schnell und nehmen das Auto nicht sauber auf.

    Die etwas agiler eingestellten Autos drücken dann zusätzlich noch ein wenig von hinten.

    Das Du kurz ins Untersteuern kommst ist normal, weil Du ja beim Beschleunigen Radlast nach hinten verlagerst. Da fährst Du dann kurz durch.

    Man muss nur vermeiden, dass man im Eingang oder Kurvenverlauf das Auto überfährt und dann sozusagen im Untersteuern hängt. Dann schiebst Du das Auto mit Gas ggf. nur weiter gerade heraus und bekommst es nicht neutral gestellt.

    Erstmal musst Du das Auto über die Vorderachse führen. Wenn die Führung da weg ist, dann kannst Du ihn weder kontrollieren, noch sinnvoll stellen.

    Also wichtigster Punkt 1 - Vorderachsen nicht überfahren.

    Ich würde die Kurve dann eher weit und und zum Ausgang weiter innen anfahren und wenn sie aufmacht gezielt Last anlegen. Dabei wird erst einmal leichtes Untersteuern auftreten und wenn ich dann weiter Gas gebe, komme ich hinten in den Schlupf, das Auto wird neutraler und lässt sich dann ohne Untersteuern, mit minimalem Slide hinten aus der Kurve beschleunigen.

    Gerade bei Spitzkehren gilt, langsam rein, schnell raus und am Ende der Kurve muss ich das Auto richtig positioniert haben. Untersteuernd an der Mittellinie ist nicht die richtige Position, gerade im öffentlichen Straßenverkehr ;) .

    Du kannst auch immer versuchen durch Lenkimpulse und ruckartiges Einlenken, dass Heck zu mobilisieren, aber das führt dann zu Impulsen und ist für mich eher dann angebracht, wenn es zu spät ist und es ums Retten geht.

    "Linientreu" made my day. Ich wünschte der eine oder andere Fahrer wäre das, auf der Straße ;) . Ja, alles harmlos, wie immer, so lange bis es das nicht mehr ist.

    Ich habe da genau zwei Sachen, die mich sensibel gemacht haben.

    Die berufliche Erfahrung, die zeigt dass es auch bei den Profis immer mal wieder schief geht, und der Idiot der auch meinte alles im Griff zu haben, der meine Frau 6 Wochen ins Krankenhaus gebracht hat. Das war auch alles halb so wild, aus seiner Sicht.


    Asumag , der eine nennt es "kurzes Schieben über die Vorderachse", der andere ein untersteuerndes, überfahrenes Auto. Nein, das liegt weder an den Umständen, noch an der Einstellung, noch am Auto, sondern einfach daran, dass der Fahrer sein Auto überfährt.

    Wie will ich ein Auto führen, das vorne überfahren wurde und warum überfahre ich mein Auto? Ich werde wohl nie Antworten auf diese Fragen bekommen ;) .


    Lasst uns ansonsten im Thema weitermachen. Ich wusste vorher, dass ich mich mit dem Beitrag unbeliebt mache (die wollen doch nur spielen) und dass sich das Verständnis in Grenzen halten wird. Sorry, musste ich loswerden, reicht jetzt sicher auch dazu. Werft ihn zu Poden den Purschen, er hat Jehova gesagt.

    Ja, geht alles noch. Untersteuern, das gerettet werden muss, weil die Vorderachse rutscht, ist aber mindestens Grenzbereich.

    Grenzbereich, an der Linie zum Gegenverkehr, im öffentlichen Straßenverkehr - letzte Rille ja/nein? Kann man diskutieren, aber am Ende sind auch das Nuancen und mir geht es ja in Summe um etwas anderes und nicht um dieses spezielle Video.

    Es fehlen einfach die Reserven, falls doch mal etwas unvorhergesehenes passiert, es rutschiger ist, als erwartet, usw., keine Exit-Strategie.

    Ich habe meine Meinung dazu geäußert und brauche das nicht auszudiskutieren.

    An Nuancen von, „hier ging es aber doch gerade noch“ bis „da war es drüber“ habe ich keinerlei Interesse.

    Sorry, dafür bin ich in dem Metier zu sehr Profi, als das ich dem irgendetwas abgewinnen könnte, dass im öffentlichen Straßenverkehr Grenzen auf letzter Rille ausgelotet werden.

    Es gab immer wieder Unfälle bei solchen Touren und das alleine reicht mir alles Beleg, dass es eben doch häufig mal drüber ist und dann hast Du entweder gerade Glück, oder es geht auch mal schief.

    Und leider war es bei allen Touren, an denen ich bisher teilgenommen habe, das waren so 4-5, deutlich drüber. Geschwindigkeitsüberschreitungen in Ortschaften und unübersichtlichen Stellen, massives, völlig unnötiges Kurvenschneiden, rutschen lassen an Stellen ohne Reserven und sehr vielen Situationen, die gerade noch gut gegangen sind, aber schon drüber waren. Ihr könnt mich ja gerne mal überzeugen, dass das jetzt ganz anders ist, aber mein Eindruck ist ein anderer.

    Und ja, das was da im Video zu sehen ist, ist noch im Rahmen. Ich sehe aber dennoch Fahrer, die es ausreizen und leicht überfordert sind. Wirklich toll kann ich das nicht finden.


    Vielleicht als Nachsatz

    Ich kann super im öffentlichen Straßenverkehr üben und mich verbessern. Das mache ich aber nicht dadurch, dass ich Kurven schneide und meinen Verkehrsraum maximal ausreize. Das mache ich in dem ich mir Reserven lasse.

    Was ich immer wieder erlebe, ist dieses letzte Rille und gerade noch gut gegangen und das brauche ich nicht.


    Das Trainingsargument kann ich leider gar nicht gelten lassen. Du brauchst keine 10 Trainings im Jahr. Aber eines im Jahr, aufbauend, oder alle paar Jahre wird wohl drin sein.

    Was ich üblicherweise erlebe sind mehrere tausend Euros, die in Zubehör investiert werden, während gleichzeitig nichts für das eigene Fahrtraining gemacht wird. Heizen kann man aber natürlich trotzdem.

    Das klingt doof, aber ich kann Dir versichern, dass Du mit üben im öffentlichen Straßenverkehr und zwei bis drei Trainings nie ein wirklich guter Autofahrer werden wirst (Ausnahmetalente ausgeklammert). Wie bei jedem Skill gehört da laufendes Training dazu und gerade beim Auto auch immer wieder der geschützte Übungsraum, in dem ich das Auto auch mal richtig anstellen und ausbrechen lassen kann. Nur so kann man es lernen.

    Wenn ich das mit neuen Mitarbeitern angehe, dann können die so nach 3-6 Monaten Erfahrung im Prüfgelände langsam etwas mit den Autos anfangen.


    Was macht man dann damit? Nicht trainieren und es trotzdem im öffentlichen Straßenverkehr krachen lassen? Das scheint mir die schlechteste aller Lösungen zu sein.

    Ich sehe nur zwei Möglichkeiten, trainieren und besser werden, oder nicht trainieren und akzeptieren, dass man dann Demut üben und normal fahren sollte.


    Jetzt sind wir aber ganz weit vom Thema weg und müssen entscheiden, ob wir das hier abbrechen, oder ggf. einen Mod bitten, das in einen eigenen Thread zu verschieben.

    Wir können das auch gerne mal bei einer unserer Fahrwerk Talk Stammtisch Sessions weiter diskutieren.

    Das liegt aber tatsächlich auch daran, dass er da überfahren wird. Man kann den schön ausbalancieren und dann liegt er auch anders.

    Das hat viel mit Nachlenken zu tun und dann zwinge ich ihn natürlich in diese Diagonale und er taucht ein. Das ist bei anderen Autos auch nicht anders und der eine oder andere sportliche Fronttriebler hebt dann hinten zusätzlich noch das Beinchen.


    Umgekehrt geht es deutlich besser, gerade mit Hinterradantrieb - langsam am Kurveneingang, schnell am Kurvenausgang. Wenn ich die Kurve eher innen nehme und sehr genau weiß was ich tue, habe ich dann sogar Platz für einen ganz leichten Slide an der Hinterachse. Da kommt aber kaum einer hin, wenn man wie im Video, gerade die Vorderachse überfährt und nur am Retten ist.

    Das wäre am ehesten noch meine Erklärung dafür, dass sich mal jemanden absetzen konnte. Da passte die Linie soweit, dass man früh aufs Gas konnte und gut aus der Kurve herausgekommen ist.

    Da sind wir wieder an diesem Punkt an dem mein Bauchgrummeln beginnt.

    „Wir hatten unheimlich viel Spass und dass wir fast im Gegenverkehr waren, ist doch nicht schlimm, oder?“

    Ich bin ja für Spass haben und gleichzeitig Reserven und Respekt für andere. Das Video ist mindestens grenzwertig in der Hinsicht, denn wirklich kontrolliert sieht das nicht bei allen aus.

    Macht doch bitte Trainings und tobt Euch da aus, wo es niemanden gefährdet.


    Falls Ihr Euch jemals gewundert haben solltet, warum ich seit längerer Zeit keine Touren mehr fahre - genau das ist der Grund.


    So, alles gut, Moralapostel aus, weiter machen.

    Sorry, ich kann da nichts ableiten.

    Was ich sehe sind durchgängig unterschiedliche Linien, die alle nicht passen und dadurch irgendwie gerettet werden müssen, was dann zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.

    Gerade das Eintauchen an Vorder-/Hinterachse hängt ja ganz stark davon ab, ob sauber mit konstantem Lenkwinkel gefahren wurde, oder ob aufgemacht oder nachgelenkt werden musste. Alles ist dabei, so dass ich die Vergleichbarkeit leider nicht finde.


    Muss das so ruckeln, oder mache ich etwas falsch?