Ich stehe für eine Probefahrt/Beurteilung zur Verfügung und ich weiß sehr genau, an welchen technischen Schrauben da gedreht wurde, was man womit erreichen kann, und habe auch die eine oder andere Theorie für mich warum.
V shaped steering response ist sozusagen guter Industriestandard. Das kannst Du in den Lehrbüchern nachlesen. Das jetzt als Feature zu verkaufen finde ich zumindest interessant. Das heißt „jetzt endlich auch bei Mazda“, oder wie
?
Und wenn der Drehwinkel-/Drehmomentsensor das Lenkgefühl verschlechtert und sogar für Reibung verantwortlich sein soll, dann ist bei der Konstruktion oder Abstimmung etwas ganz furchtbar schief gegangen. Auch da mutig, dass als Feature zu verkaufen.
Ich glaube ja ohne weiteres, dass da stetige sinnvolle Weiterentwicklung betrieben wurde.
Alleine die Bedeutung dessen was da verändert wurde schätze ich deutlich pragmatischer ein, als Du.
Ich lese aber durchaus heraus, dass Marketing und Buzzwords bei Dir gut funktionieren
.
Ja, ich müsste den mal fahren und werde dann auch offen meine Begeisterung teilen, wenn sie hier fantastische Optimierungen erreicht haben.
Leider hatte ich dazu noch keine Gelegenheit.
Vielleicht noch eine letzte Anmerkung, die mich etwas ratlos zurücklässt.
Warum der ganze Aufwand für etwas (Response und Linearität), was ich auch durch geeignete Elastokinematik, Lenkungs- und Feder-/Dämpferabstimmung lange schon hätte erreichen können?
Das es geht zeigen Fahrwerke wie das Öhlins (und das würde nach meiner Einschätzung auch mit deutlich moderateren Federraten für die Serie funktionieren).
Nicht gewollt war lange die offizielle Aussage von Mazda, weil playful and tailhappy.
Jetzt aber dann doch, so wie es andere ganz normal bei jedem ihrer Autos umsetzen.
Wie geschrieben, als jemand der damit jeden Tag zu tun hat, hinterlässt mich das eher ratlos als begeistert, genauso wie der Fakt, dass das Fahrwerk bis heute im Werk nur sehr grob eingestellt wird, obwohl der MX so sensitiv darauf reagiert.
Auf mich wirkt das dann eben doch eher wie Detailverbesserungen, die man auslobt, um das Auto im Marketing stetig im Gespräch zu halten, ohne sich hier an den ganz großen Wurf zu trauen und dem Auto mal einen anderen, sportlicheren Charakter mitzugeben. Ganz böse formuliert wurde nichts am Charakter verändert, aber sie haben das Fahrverhalten jetzt wenigstens soweit linearisiert, dass es mit dem restlichen Benchmark auf Augenhöhe fährt.
Ist ja auch sicher so gewollt und für andere Märkte vielleicht sinnvoll, aber dann muss man da auch eher pragmatisch darauf schauen.
Wie geschrieben, ich lasse mich im Praxisversuch gerne vom Gegenteil überzeugen, aber mir fehlt die Gelegenheit.
Mir fehlt bei den Themen leider die Fanbrille und ich kann mir das nur unter professionellen Aspekten anschauen. Bisher leider immer mit leicht ernüchternden Ergebnissen.