Beiträge von Svanniversary

    @Termy


    Das funktioniert schon, aber im Prinzip passen Federn und Dämpfer dann nicht mehr richtig gut zusammen. Die Federrate ist zu hoch bzw. die Dämpfung zu gering. Das führt dann auf schlechten und welligen Straßen dazu, dass die Räder springen können, das Auto in Kurven versetzt und generell das Fahrverhalten schlechter wird.


    Für mich ist das ein ziemlich schlechter Kompromiss, den ich wirklich nur eingehen würde, wenn mir Optik extrem wichtig ist, Fahrverhalten aber nicht so. Das ist nicht wirklich gefährlich, aber auch nicht wirklich gut.


    Als Kompromiss würde ich mir, wie es hier schon einige gemacht haben, ein paar gebrauchte Bilstein Dämpfer besorgen. Die in Verbindung mit den Tieferlegungsfedern ergeben wieder ein relativ stimmiges Setup. Es bleiben ein paar Nachteile, wie z.B. weniger Restfederweg, so dass das Auto auf sehr unebenen Straßen immer noch springen kann, aber im normalen Fahrbetrieb passt es dann ordentlich.
    Gebrauchte Bilsteins werden ja doch öfter angeboten, weil sie über sind, wenn man z.B. ein Gewindefahrwerk einbaut.


    Wenn man jetzt natürlich Federn und Dämpfer kauft, den Einbau rechnet usw. kann man sich schon fast ein ST XT Gewindefahrwerk kaufen. Das ist dann noch besser, weil wieder alles, inklusive der Federwege, zusammen passt.


    Da sind jetzt definitv die Sportsline Fahrer im Vorteil, weil die Bilstein schon an Bord sind.


    So, und jetzt springe ich mal über meinen Schatten ;-).
    Wenn ich die Tieferlegungsfedern einbaue, erhöhe ich unweigerlich den Verschleiß der Seriendämpfer. Da könnte man auch überlegen, dass erst einmal so zu machen und wenn man den Wagen länger fährt, so nach irgendwas > 50 tkm sind dann sowieso neue Dämpfer fällig und dann nehme ich die Bilstein oder eine andere Sportdämpfer-Lösung. Dann fahre ich eben ein paar 10 tkm mit einem Kompromiss herum, muss aber nicht gleich so viel Geld in die Hand nehmen.

    Hallo, ich habe meinen Wagen mit H&R Federn etwas tieferlegen lassen. Jetzt habe ich das Gefühl er springt hinten. Kennt jemand das Problem?

    Welche Dämpfer sind denn montiert? Die normalen oder die Bilstein?
    Bei den normalen hat @Inari vollkommen Recht und ich hatte das oben auch schon geschrieben.
    Die Kombi ist optisch nett, aber fahrdynamisch aufgrund zu geringer Dämpfung nicht so toll.


    Edit: Auf dem Handy gar nicht gesehen, jetzt haben wir zweimal "Tieferlegung". Ich meint den hier: Tieferlegung

    Muss ich echt mal testen mit Sportpaket und ohne.
    Habe gehört/gelesen, dass das Fahrgefühl durch das Sportfahrwerk nochmal ne ganz andere Hausnummer wäre. Is natürlich ne subjektive Sache.


    Mache mir bei den Sitzen eig nur Gedanken, da ich auch etwas untersetztere Bekannte habe, die sich in den Sitzen dann evtl nicht wohlfühlen würden.
    Über das Material lässt sich natürlich streiten, aba Alcantara soll ja nich so arg aufheizen und erkalten wie das classic Leder, wenn ichs richtig verstanden habe.

    Geht es dann um den Beifahrersitz? Der ist bei Recaro breiter und nimmt sich nicht viel mit den Seriensitzen. Der Fahrersitz ist dafür spürbar enger.

    Nein, hier in D ist sich nix mit Wechselkennzeichen.
    Einen Benziner, so um die 20 Jahre mit Frontantrieb z.B. Audi 80 oder 100 für schmales Geld kann für den Winter durchaus Sinn machen, wenn man in alpinen Gefilden mit reichlich Streusalzeinsatz wohnt.

    Brr, schon wieder so einer ;-).


    Das sind wunderschöne Youngtimer, insbesondere mit den tollen 5-Zylinder Motoren. Die muss man pflegen und erhalten und nicht im Winter tot fahren.

    Meine Ansichten zum Bilstein Serienfahrwerk haben sich soweit bestätigt. Das Fahrwerk bietet ein Handling, dass gleichzeitig großen Fahrspaß mit hoher Sicherheit kombiniert. Es ist etwas Leben im Auto, aber dafür ist das Auto auch sehr leichtfüßig und spielerisch zu bewegen. Gleichzeitig kündigt sich der Grenzbereich sehr breit an und ist auch sehr gut beherrschbar.

    Da ich von einigen Leuten angesprochen wurde, u.a. auch per PN. Dazu noch einmal ein paar Worte.


    Nochmal zu meinem Anspruch an ein Fahrwerk - ich mache das beruflich und habe selber mehr als vier Jahre lang Autos abgestimmt. Meine Erwartungshaltung und die Art wie ich ein Fahrwerk beurteile ist ganz sicher anders, als bei fast allen anderen Fahrern und meine Ansprüche entsprechend auch.


    Und ich habe lange mit mir gerungen, ob mir das Bilstein Fahrwerk nicht reicht. Ich finde es nach wie vor sehr harmonisch, es unterstreicht den leichten und spielerischen Charakter des Autos, es ist sehr fahrsicher und es ermöglich bereits eine sehr sehr gute Fahrdynamik.
    D.h. ich stehe dazu, dass ich das Fahrwerk für sehr gelungen halte und es immer noch für die meisten Nutzungsprofile uneingeschränkt empfehlen kann. Auch die Kombi Eibach/H&R und Bilstein funktioniert sehr ordentlich und ist eine preiswerte Lösung, um das Auto tiefer zu bringen. Nicht empfehlen würde ich persönlich die Variante Tieferlegungsfedern in Verbindung mit den Standarddämpfern. Diese Kombi ist unterdämpft und fahrdynamisch nicht so sinnvoll.


    Und wenn es dann wirklich ein echte fahrdynamische Verbesserung sein soll, führt imho kein Weg am kompletten (Gewinde-) Fahrwerk vorbei. Da konnte ich leider noch nicht viele Varianten fahren, aber von der Papierlage und den Berichten erfahrener User habe ich das Gefühl "you get what you pay for". D.h. die teuren Fahrwerke sind in der Regel auch die Besseren. Wenn ich da eine Empfehlung ausprechen soll, dann sind es tatsächlich die hier oft genannten üblichen Verdächtigen, das ST XT mit fester Abstimmung als preiswerter Einstieg, das BC-Racing mit eingeschränkter Ganzjahrestauglichkeit für gehobene Ansprüche und das KW V3, das schon sehr dicht am Rennfahrwerk ist und eigentlich für höchste Ansprüche geeignet sein sollte. Aber das werde ich ja bald sehen und berichten.
    Edit: Ganz vergessen, in der Stärke des fahrdynamischen Upgrades handele ich mir in der Regel auch Nachteile ein. Im Besonderen sind das dann weniger Bewegung im Fahrzeug und damit schnellere und härtere Fahrzeugreaktionen und damit verbunden ein höherer aber schmalerer Grenzbereich, der schwieriger zu beherrschen ist. Das Auto wird im Fahrwerk steifer, aber auch weniger leichtfüßig. Lastwechsel kündigen sich weniger an und sind dann umso abrupter und schneller. Je nach Erfahrung kann ein Auto dadurch also auch durchaus anstrengender und mit weniger Sicherheits—Reserven zu fahren sein.


    Soweit meine höchstpersönliche und sicher auch subjektiv geprägte Einschätzung. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen.