Beiträge von Svanniversary

    Das ist zulassungs- und typprüfrelevant, da es Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch im Zyklus hat. Deshalb muss Mazda es immer wieder beim Neustart reaktivieren und es gibt keine offizielle/legale Möglichkeit das zu deaktivieren.


    Das gleich droht uns für die Lane Departure Warning und den Side Assist auch, weil die NCAP die Regeln ändern will und dann nur noch Systeme anerkennt, die nach dem Neustart aktiv sind.

    Kann man eigentlich den Kompressor des Reifenpannen-Set auch regulär zum Luft aufpumpen nehmen oder wie handhabt ihr das? Habt ihr einen extra Kompressor dafür in der Garage? Für Luft bezahlen an der Tankstelle kommt für mich nicht in Frage.

    Das würde ich nicht tun. Die Dinger sind auf sehr wenige Zyklen ausgelegt, da so eine Reifenpanne ja nicht all zu oft in einem Autoleben vorkommt.
    Bei regelmäßiger Benutzung gehen die dann schnell kaputt.
    Was ganz übel ist, sind lange Laufzeiten, z.B. für Luftmatratze und Gummiboot.


    Und Ersatz, der wieder in das Package passt, ist dann sehr teuer.


    Ich habe eine manuelle Luftpumpe, ähnlich der oben gezeigten, und einen elektrischen Kompressor.

    Wenn man bremst und die Verzögerung links wie rechts unterschiedlich ist misst der Sensor links wie rechts verschiedene Werte. Wenn man Sportlich längere Zeit unterwegs ist merkt man das indem er im Cockpit immer Meldet das der Luftdruck nicht stimmt obwohl nur eine Bremse anders verzögert wie die andere. Den Hersteller war das bewusst und genau das ist der Grund warum man mit einem Knopf man das reseten kann. Das gleiche passiert auch wenn man Slalom rennen fährt. Da geht es ziemlich schnell an obwohl der Luftdruck stimmt aber das dauern harte bremsen kann der Sensor nicht messen.

    Deswegen arbeiten die Systene normalerweise mit sehr langen Trägheiten und nur bei Geradeausfahrt. Wenn die Bremse betätigt wird, oder bei Kurvenfahrt, werden die Werte verworfen.
    Das ist einer der Gründe, warum die Warnschwellen so niedrig sind und die Warnungen erst verzögert kommen.


    Bei einem Slalom solltest Du nie eine Warnung bekommen, weil gar kein ausreichender Auswertezyklus erreicht wird.

    Also so weit würde ich wirklich nicht gehen. Mit meinem Sportline und der fahrdynamischen Ausbildung, die ich habe, schaffe ich es bei so gut wie jedem Mitfahrer Gefühle von Entsetzen bis Begeisterung auszulösen ;-).


    Ich finde zwar auch Fahrzustände und Ecken, bei denen ich Optimierungs-Potential sehe, aber im Großen und Ganzen ist das für ein normales Straßenfahrzeug schon ein sehr gutes Fahrwerk, das mehr kann als die meisten Fahrer ausnutzen.

    Aber nur, wenn Du reset bei 1 bar drückst. Wenn Du bei 2 bar reset gedrückt hast, wirst Du bei 1 bar mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dann eine Warnung bekommen, wenn alle 4 Reifen gleichmäßig auf 1 bar Fülldruck gesunken sind.


    Die modernen Systeme sind inzwischen auch intelligent genug, um einen (betragsmäßig höheren) Druckverlust zu erkennen, der an mehreren Reifen gleichzeitig auftritt. Wenn ich allerdings einfach die Kontrolle verpenne und alle vier Reifen über die Zeit gleichmäßig den Druck verlieren, muss der Fülldruck schon auf sehr niedrige Werte sinken, damit das System warnt.


    Dazu wird inzwischen nicht mehr nur die Drehzahl, sondern auch noch das Schwingungsverhalten der Reifen ausgewertet.

    0,1 - 0,2 bar Toleranz benötigt das System alleine, um Temperaturdifferenzen und verschiedene Reifen, die sich unterschiedlich verhalten, auszugleichen. Danach beginnt der eigentlich Bereich, in dem es dann arbeitet. Je nachdem wie gut es kalibriert ist, bzw. in welchem Zustand es kalibriert wurde, warnt es dann irgendwo im Bereich von 0,3 - 0,5 bar Druckverlust und z.T. bei noch höheren Werten.
    Das rettet einen davor, mit einem Platten zu fahren, eignet sich aber definitiv nicht zur echten Fülldruck-Kontrolle. Dafür braucht man dann direkt messende Systeme, die den Fülldruck messen und anzeigen.

    Das verbaute indirekte System zur Fülldrucküberwachung ist viel zu ungenau, um die Fülldruck-Kontrolle zu ersetzen. Es erkennt nur, wenn der Fülldruck deutlich zu niedrig ist und da liegst Du mit den 0,5 bar weniger gar nicht so verkehrt.


    Die 2,0 bar, die Mazda vorschreibt, passen zum MX-5, da er ein sehr leichtes Fahrzeug ist. Das kann man nicht mit den üblichen 2,5 - 3,0 bar vergleichen, die auf schweren Limousinen, oder anderen Fahrzeugen gefahren werden.


    Gerade weil der Wagen so leicht ist, reagiert er auch eher sehr sensibel auf den Fülldruck. Mal eben 0,3, oder sogar 0,5 bar mehr verursacht schon weniger Haftung der Reifen und ein schlechteres Übergangsverhalten. Es empfiehlt sich also den Fülldruck richtig einzustellen und maximal um 0,1 - 0,2 bar zu erhöhen.


    Probier mal die 2,0 bar aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst Du merken, dass der Wagen dann ganz anders fährt.

    Ich empfinde "kastriert" nach wie vor als sehr hartes Wort für eine alltagstaugliche und fahrsichere Fahrwerksabstimmung. Aber wie geschrieben ist klar, dass Slalom andere Anforderungen an ein Fahrwerk stellt, als normaler Alltagsbetrieb.
    Wirklich neutral ist der MX ja auch nicht, aber er ist trotzdem sehr fahraktiv zu bewegen.