Beiträge von Svanniversary

    Also so weit würde ich wirklich nicht gehen. Mit meinem Sportline und der fahrdynamischen Ausbildung, die ich habe, schaffe ich es bei so gut wie jedem Mitfahrer Gefühle von Entsetzen bis Begeisterung auszulösen ;-).


    Ich finde zwar auch Fahrzustände und Ecken, bei denen ich Optimierungs-Potential sehe, aber im Großen und Ganzen ist das für ein normales Straßenfahrzeug schon ein sehr gutes Fahrwerk, das mehr kann als die meisten Fahrer ausnutzen.

    Aber nur, wenn Du reset bei 1 bar drückst. Wenn Du bei 2 bar reset gedrückt hast, wirst Du bei 1 bar mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dann eine Warnung bekommen, wenn alle 4 Reifen gleichmäßig auf 1 bar Fülldruck gesunken sind.


    Die modernen Systeme sind inzwischen auch intelligent genug, um einen (betragsmäßig höheren) Druckverlust zu erkennen, der an mehreren Reifen gleichzeitig auftritt. Wenn ich allerdings einfach die Kontrolle verpenne und alle vier Reifen über die Zeit gleichmäßig den Druck verlieren, muss der Fülldruck schon auf sehr niedrige Werte sinken, damit das System warnt.


    Dazu wird inzwischen nicht mehr nur die Drehzahl, sondern auch noch das Schwingungsverhalten der Reifen ausgewertet.

    0,1 - 0,2 bar Toleranz benötigt das System alleine, um Temperaturdifferenzen und verschiedene Reifen, die sich unterschiedlich verhalten, auszugleichen. Danach beginnt der eigentlich Bereich, in dem es dann arbeitet. Je nachdem wie gut es kalibriert ist, bzw. in welchem Zustand es kalibriert wurde, warnt es dann irgendwo im Bereich von 0,3 - 0,5 bar Druckverlust und z.T. bei noch höheren Werten.
    Das rettet einen davor, mit einem Platten zu fahren, eignet sich aber definitiv nicht zur echten Fülldruck-Kontrolle. Dafür braucht man dann direkt messende Systeme, die den Fülldruck messen und anzeigen.

    Das verbaute indirekte System zur Fülldrucküberwachung ist viel zu ungenau, um die Fülldruck-Kontrolle zu ersetzen. Es erkennt nur, wenn der Fülldruck deutlich zu niedrig ist und da liegst Du mit den 0,5 bar weniger gar nicht so verkehrt.


    Die 2,0 bar, die Mazda vorschreibt, passen zum MX-5, da er ein sehr leichtes Fahrzeug ist. Das kann man nicht mit den üblichen 2,5 - 3,0 bar vergleichen, die auf schweren Limousinen, oder anderen Fahrzeugen gefahren werden.


    Gerade weil der Wagen so leicht ist, reagiert er auch eher sehr sensibel auf den Fülldruck. Mal eben 0,3, oder sogar 0,5 bar mehr verursacht schon weniger Haftung der Reifen und ein schlechteres Übergangsverhalten. Es empfiehlt sich also den Fülldruck richtig einzustellen und maximal um 0,1 - 0,2 bar zu erhöhen.


    Probier mal die 2,0 bar aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst Du merken, dass der Wagen dann ganz anders fährt.

    Ich empfinde "kastriert" nach wie vor als sehr hartes Wort für eine alltagstaugliche und fahrsichere Fahrwerksabstimmung. Aber wie geschrieben ist klar, dass Slalom andere Anforderungen an ein Fahrwerk stellt, als normaler Alltagsbetrieb.
    Wirklich neutral ist der MX ja auch nicht, aber er ist trotzdem sehr fahraktiv zu bewegen.

    Ich schätze die Quote größer 90 %, aber ansonsten verstehen wir uns ;-).


    Obwohl ich finde, dass die Bilstein eine sehr angenehme, fühlbare, merklich höhere Dämpfung bieten, die dem Auto gut tut.
    Die Federraten sind dafür relativ dicht am Normalfahrwerk.


    Für Rennstrecken, Slalom, oder sonstigen Trackeinsatz gibt es einige Ansatzpunkte, aber wie Du schon bemerkst, gibt es nur wenige Fahrer, die entsprechende Anforderungen haben.

    Absolut einverstanden. Kann jeder so machen wie er möchte.
    Ich habe mich lediglich auf das "kastriert" bezogen.


    Auch wenn ich mir damit wohl keine Freunde mache - das Problem ist in den allermeisten Fällen der/die Fahrer/in und nicht die objektiven Qualitäten des Fahrwerks.


    Aber natürlich kann und sollte jeder an seinem Auto umbauen, was er möchte. Nach meiner eigenen Erfahrung sollte man nur aufpassen, dass man sich nicht selber in die Tasche lügt.
    Ein Gewindefahrwerk, mit in der Regel agilerem Fahrverhalten und schmalerem Grenzbereich, ist zwar schwieriger zu beherrschen, ändert aber nichts an den Fähigkeiten des Fahrers. Das kann sich also durchaus toll anfühlen und trotzdem im entscheidenden Moment alles noch schwieriger machen.

    Auch sehr schade dass sie den MX-5 dem Fahrwerk kastriert haben. Ich werde - vor dem Kauf - sicherlich noch ein besseres Fahrwerk testen.

    Wenn ich mal vom Sportline Fahrwerk ausgehe - das erst einmal voll beherrschen und ausnutzen, danach macht es dann auch Sinn über etwas anderes nachzudenken (ich kenne aber nicht wirklich viele Leute, die da in Verlegenheit kommen).