Beiträge von Svanniversary

    Hallo Udo,


    die Sache mit dem Gewicht spielt auf jeden Fall eine Rolle.


    Da fallen mir ein paar Themen zu ein:
    - höhere Standhöhe im G131, da die Federn auf das höhere Gewicht ausgelegt sind
    - höhere Eigenfrequenze aus dem gleichen Grund, sprich die gleichen Federn erzeugen im G131 ein härteres Fahrwerk (Eigenfrequenz ist abhängig von Federsteifigkeit und Masse)
    - das Gleiche gilt für die Dämpfung, die bezogen auf das Gewicht tendenziell auch zu hoch ist (das ist aber weniger ein Problem, als die zu harten Federn)


    Ich denke das Thema Federsteifigkeit und Härte ist im Rahmen und sollte vertretbar sein. Die Standhöhe könnte ein Problem sein. Bei den üblichen Federraten von ca. 25 N/mm, also 50 N/mm pro Achse, würde ein Mindergewicht von 50 kG immerhin eine um 10 mm höhere Standhöhe ergeben.


    Ich sehe allerdings keinen Grund, warum man das nicht auch mit 16 " Reifen fahren könnte.

    @MX505 darf man deine Einstellungen erfahren

    Klar.


    Vorne
    10 Minuten Gesamtspur
    1° 00 Minuten Sturz


    Hinten
    14 Minuten Gesamtspur
    1° 10 Minuten Sturz


    Der Nachlauf vorne hat sich dann mit 7° 20 Minuten ergeben.


    Ziel der Einstellung war es, dass Auto recht frei zu lassen und nicht zu sehr zu verspannen. Gleichzeitig wollte ich eher moderate Einstellungen, da der Wagen auch viel im Berufsverkehr dahin rollt und ich keine Probleme mit den Reifen bekommen wollte.
    Die Einstellung geht schon sehr in Richtung neutral, sprich das Heck ist etwas loser, als bei den Standard-Einstellungen. Für einen erfahrenen Fahrer ist das Auto aber noch sehr gutmütig mit leichter Untersteuer-Tendenz.
    Der Wagen ist nicht so stark vorgespannt, dass heißt er kann noch ein wenig im Reifen und Fahrwerk arbeiten, so dass man eine sehr saubere Linie fahren muss. Dann lässt er sich aber extrem leicht und spielerisch fahren und stellen.


    Um das ganze etwas zu entschärfen kann man hinten auf 1° 20 Minuten Sturz gehen und ggf. auch die Gesamtspur noch etwas erhöhen.


    Bin nach wie vor sehr zufrieden damit.

    Ich denke, das ist einfach der japanischen Fertigungs-Strategie geschuldet: So wenig Varianten wie möglich auf dem Band, Varianz fängt der Händler ab. D.h. jegliches Zubehör, was nur in kleineren Stückzahlen geht, wird beim Händler nachgerüstet, wie z.B. Rückfahrkamera, Sportauspuff, Tieferlegung, silberne Blenden usw. Über das Band laufen nur die 4 Grundversionen und das war es.
    Die Bilstein-Federn werden ja als Original-Zubehör angeboten, aber eben nicht ab Werk, sondern zur Nachrüstung beim Händler.


    Was mich am ehesten erstaunt ist, dass es da keine Kopplung an das Bilstein-Fahrwerk gibt. Einzige Vermutung, die ich dazu habe ist, dass man der Meinung ist das merkt die Omi nicht, ist noch fahrbar und auch noch sicher genug. Aber meine persönliche Meinung, schön bzw. ein gutes Fahrwerk ist etwas anderes (Einschränkung: Bilstein + Tieferlegung ist noch einigermaßen im Rahmen).

    Die Bilstein sind gelb und die Domstrebe ist vorne im Motorraum als schwarze Strebe erkennbar.


    Beides wird in Hiroshima eingebaut, so dass die Fehlerquote gering ist.


    Die Kamera wird immer beim Händler nachgerüstet und der hat das verbummelt.

    Da widerspreche ich dir auch überhaupt nicht, Sven.


    Mir ging es rein um das von dir gebrachte Beispiel mit den "Ausweichen" auf einer öffentlichen Straße unter gleiche Rahmenbedingungen.

    Bei so einem Ausweichmanöver schmeißen die Fahrer in der Regel ihr Auto weg, egal mit welchem Fahrwerk. ESP hilft solche Unfallzahlen zu senken, ist im MX aber auch eher wenig hilfreich, weil sehr spät eingreifend.


    Deshalb gibt es ja auch grundsätzlich die Empfehlung gerade bei Wildwechsel etc. lieber darauf zu halten, als auszuweichen.


    In dem Kontext ist die ganze Diskussion eher akademisch, weil die wenigsten in der Lage sind, das auszufahren und sauber zu beurteilen.


    Einfach nur meine Erfahrung: Es ist einfacher ein gutmütiges Auto in so einer Situation zu retten, als einzuschätzen ob man jetzt genau richtig lenkt, um nicht über den Grenzbereich zu kommen.


    Genau das hat sich letztes Wochenende sogar bei viel langsameren Geschwindigkeiten bestätigt. Beim Ausweichmanöver auf der Gleitfläache war der häufigste Fehler, das so viel gelenkt wurde, dass das Auto ausgebrochen ist. Bei höherem Tempo ist das noch viel kritischer und es wird immer schwieriger.
    Solche Manöver, z.B. als doppelter Spurwechsel bin ich schon bis über 200 km/h gefahren und da muss man erstens wissen was man tut und freut sich zweitens, wenn das Auto sehr gutmütig reagiert.