Atti´s Donutmaschine

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    • Atti´s Donutmaschine

      Liebe Freunde des gepflegten Kurvenkratzens,


      am Anfang war der Traum des Leichtbausportwagens. Die erste Umsetzung dieser Idee hörte auf den Namen Ford Sierra. 1200 Kilo, Heckantrieb und 2,9 Liter aus 6 Zylindern. Optimiert wurde damals die Kupplung, der komplette Abgasweg sowie das Gewicht des Wagens und natürlich das Fahrwerk. Komplett leergeräumt wog der Sierra dann ca. 1100 Kilo, mit denen das Koni-Fahrwerk gut zurecht kam. Mehr Umbauarbeiten oder gar Motortuning gab damals das Budget nicht her.

      Der Blick über den Tellerrand zeigte, dass diverse Lotus Super Seven Replikas auf Basis Ford Sierra entstanden. Allerdings hatten diese nur den 2 Liter 4-Zylinder an Board. Daher träumte ich von einem 2,9 Liter V6 in einem Super 7. Doch siehe ein paar Sätze weiter oben - das Budget sagte nein.

      Dies sollte sich ein paar Jahre später ändern und die Träume wurden von der Realität eingeholt. Allerdings nicht in Form eines Super 7 sondern einer Elise Cup 220.

      Ca. 6 Monate hatten wir sehr viel Spaß miteinander, kreuzten auf ca. 6.000 Kilometern quer durch die Alpen und den Bayerischen Wald. Die Elise ist mehr Renn- als Sportwagen, daher gierte ich allmählich doch nach mehr Leistung. Es gibt zwar diverse Tuningmaßnahmen, alle haben aber eines gemeinsam: der Sound wird nicht besser, da die Elise ja nur 1,8 Liter aus 4 Töpfen hat. Ich wechselte daher auf eine Exige V6. Leistung und Sound entsprachen absolut meiner Vorstellung. Doch der Rest des Wagens leider nicht. Für die Rennstrecke perfekt, auf der Straße leider nicht. Wir trennten uns dann ziemlich schnell wieder.

      Wie es der Zufall so will, kreuzte der MX5 dann meinen Weg. Irgendwo im Hinterkopf hatte ich, dass der Mixxer so ein Frisösen-Cabrio ist. Schmunzelnd willigte ich dann einer Probefahrt ein und beendete diese am Schreibtisch des Verkäufers.
      Bis auf die Leistung und das Fahrwerk ist der MX5 in meinen Augen der bessere Straßensportler. Ich habe mit ihm mehr Spaß als mit den beiden Lotus zuvor.

      Wenn da nicht die Sache mit der Leistung wäre.......


      Heute wurde mein Mixxer abgeholt. In den nächsten 4 - 6 Wochen wird der Edelbrock Kompressor montiert, Abgasgutachten erstellt, TÜV abgenommen und diverse Fahrwerte ermittelt.

      In diesem Threat werde ich während dieser Umbauzeit immer mal Bilder posten. Sobald der Wagen wieder bei mir ist, werde ich hier meine Eindrücke schildern.

      Bis dahin.........

      Attila

      Dateien
      • mazsps1.jpg

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      • mazsps2.jpg

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      MX5 ND 2,0 Edelbrock Supercharger, Friedrich Fächerkrümmer und Metallkat, Fox Endschalldämpfer, ACT Kupplung und Schwungscheibe, BC-Suspension, H&R Stabis, K-Sport Brakes, Compomotive Felgen, Michelin PS4,
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von DerAttila ()

    • Super, Attila :thumbsup: ! Ich bin wirklich sehr gespannt auf das Ergebnis des Umbaus. Ich selbst liebäugele nämlich mit einem BBR Turbo. Daher würden mich dann deine Eindrücke und wie sehr sich das Fahrzeug dadurch verändert sehr interessieren. Was auch gut zu wissen wäre, welche Folgekosten in Form von weiteren sinnvollen oder notwendigen Upgrades noch hinzukommen (Felgen-/Reifendimemsionen, Bremsanlage usw).

    • DerAttila schrieb:

      Exige V6. Leistung und Sound entsprachen absolut meiner Vorstellung. Doch der Rest des Wagens leider nicht. Für die Rennstrecke perfekt, auf der Straße leider nicht. Wir trennten uns dann ziemlich schnell wieder.
      Hallo Attila,
      du ich mit der Exige für die nächste Saison als Spassauto liebäugle, wollte ich nachfragen, was dich an dem Wagen gestört hat? Das Einsteigen ist wirklich eine Qual, wäre aber für mich noch akzeptabel.
      VG
      Günter
    • br0ken schrieb:

      Super, Attila :thumbsup: ! Ich bin wirklich sehr gespannt auf das Ergebnis des Umbaus. Ich selbst liebäugele nämlich mit einem BBR Turbo. Daher würden mich dann deine Eindrücke und wie sehr sich das Fahrzeug dadurch verändert sehr interessieren. Was auch gut zu wissen wäre, welche Folgekosten in Form von weiteren sinnvollen oder notwendigen Upgrades noch hinzukommen (Felgen-/Reifendimemsionen, Bremsanlage usw).
      Der Umbau wird bei SPS Motorsport gemacht. Aktuell wird dort auch ein BBR-Kit verbaut in einem anderen Wagen. Frag doch einfach mal nach Weihnachten dort an. Bis dahin läuft meiner mit dem Kompressor. Da kann dann bestimmt schon jemand Aussagen machen bezüglich des Unterschieds.

      Für meinen Fahrstil sind weitere Upgrades wahrscheinlich nicht unbedingt notwendig. Ich will mit dem Wagen nicht auf den Track. Ich will einfach aus der Kurve raus etwas mehr Bumms haben. Wahrscheinlich lass ich an den Stabis noch was machen, damit der Wagen in Wechselkurven nicht mehr so sehr über die Mittellage rollt. Vielleicht dann noch ein Gewindefahrwerk, aber mit einer eher komfortablen Auslegung.

      LineR schrieb:

      Bei wem lässt du das machen?
      SPS Motorsport

      VM_5 schrieb:

      Bin gespannt ,aber auch auf die gesamten Kosten.
      Dazu kann ich rein gar nichts sagen, da mein Wagen quasi der Prototyp für die Abgastests ist. Was der Umbau dann später nach der Abnahme kosten wird, kann man bei SPS erfahren.

      crossi schrieb:

      DerAttila schrieb:

      Exige V6. Leistung und Sound entsprachen absolut meiner Vorstellung. Doch der Rest des Wagens leider nicht. Für die Rennstrecke perfekt, auf der Straße leider nicht. Wir trennten uns dann ziemlich schnell wieder.
      Hallo Attila,du ich mit der Exige für die nächste Saison als Spassauto liebäugle, wollte ich nachfragen, was dich an dem Wagen gestört hat? Das Einsteigen ist wirklich eine Qual, wäre aber für mich noch akzeptabel.
      VG
      Günter
      Das Einsteigen war noch nicht mal das Problem, das weiß man ja vorher.

      Was war das Problem? Wo fang ich da jetzt an???

      Beginnen wir beim Fahren. Unter 3000 Umdrehungen läuft die Maschine wie ein Sack Nüsse. Darüber wirds angenehm, allerdings auch sehr laut. Wirft man einen Blick auf unsere Straßen, so merkt man, dass man nicht alleine unterwegs ist. 80% einer Ausfahrt fährt man irgendwem hinterher. Mit maximal 80 Sachen. Auf der Landstraße. Im 3. Gang, damit man über den 3000 Umdrehungen liegt, da der Wagen sonst rumpelt und stottert. Nach 10 Minuten hat man Tinitus. Dazu diese ultrabequeme Sitzposition. Wo legt man seinen Arm ab? Wo stellt man den linken Fuß hin? Ist die Klimaanlage schon an oder geht sie mal wieder nicht? Wo kommen diese Störgeräusche her? Ach, das ist ja das Radio.

      Für die Rennstrecke sind das alles Punkte, die absolut nicht interessieren, keine Frage. Diese Autos werden aber als Straßenautos verkauft.

      Also wieder zurück auf die Straße. Man hat mir gesagt, dass man mit keinem Auto Kurven schneller fahren könnte. Warum aber schiebt die Fuhre dann so extrem über die Vorderachse, sofern man mit der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs ist? Weil der Anpressdruck noch nicht da ist unter 100 Km/h. Kreisverkehre sollte man maximal mit Krankenfahrstuhlgeschwindigkeit fahren, da man sonst den Bordstein küsst mit der Frontclam. Oder mit mehr als 100 Km/h durchfahren, denn dann hat man genug Anpressdruck.
      Sofern der Straßenbelag neu ist. Hat er Wellen und Schlaglöcher, wie 80% unserer Straßen, fängt die Vorderachse an zu hüpfen und man wandert automatisch wieder gegen den Bordstein.

      Fazit Teil 1: Rennstrecke unumstritten ein perfektes Auto, Straße nicht zumutbar, weil langsam nicht fahrbar. Und irgendwie interessiert mich halt die STVO doch ein bisschen.

      Lassen wir mal die Fahrbarkeit außen vor und schauen uns den Rest an.
      Das Chassis ist eine 25 Jahre alte Entwicklung. Damals extrem steif bei extrem wenig Gewicht im Vergleich zu einer herkömmlichen Stahl-Ponton-Karosserie. Wie gesagt: damals. Heute restlos überholt. Siehe nur als Beispiel unsere Mixxer. Herkömmliche Stahl-Pontonkaro und leichter als dieses "Leichtbauwunder" Lotus (Trockengewicht 1153 Kilo). Dafür verlangen sie bei Lotus aber Geld, als wäre das ganze Auto aus Carbon.
      Knarzende GFK-Karosserie in Retro-Optik teilweise so schlecht laminiert und lackiert, dass nach den ersten Regenschauern Blasen im Gewebe entstehen.
      Zugekaufter Standard-Toyota-Motor, dem man lediglich einen Kompressor draufpappt. Der komplette Motor bleibt vollkommen unangetastet. Die Leistung steigt zwar durch den Kompressor, die restliche Charakteristik des Motors bleibt aber. Dieser Motor kommt aus dem Camry. Das Getriebe ist ein Dieselgetriebe, das ebenfalls unverändert übernommen wird. Man tauscht lediglich die Ausgangswelle, also die Endübersetzung.
      Das Fahrwerk ist eine Mischung aus Billstein und Eibach, kaum abgestimmt auf den Wagen. Erst mit einem Nitron-Fahrwerk lernt der Wagen richtig zu rollen.
      Der Innenraum ist extrem spartanisch. Radio gibts zwar ist aber das Billigste vom Billigen, ebenso die Lautsprecher. Ok, auf der Rennstrecke interessiert das nicht, aber, wie oben schon geschrieben, werden diese Fahrzeuge als Straßenautos verkauft.
      Auch die Klimaanlage könnte man für den Renneinsatz weglassen, wäre da nicht die Sache mit der Sauna im Innenraum. Die Klimaanlage taugt aber auch nur, um die Scheiben frei zu halten. Kühlleistung spürt man keine.
      Über die Komforteinbußen könnte man hinwegsehen bei einem Rennwagen, aber, siehe oben: Straßenfahrzeug.

      Reden wir zum Schluss noch kurz über die Qualität. Als die Motorkontrollleuchte nach den ersten 500 Kilometern anging, schickte mir mein Händler doch glatt ein Diagnosegerät per Post. Ich solle den Fehler einfach löschen, das Gerät immer dabei haben und bei Bedarf einfach kurz anstecken und "Delete" drücken. Das ist natürlich eine sehr einfache Lösung. Aber auch im Interesse des Kunden? Egal, es gibt keine Andere.
      Es gibt auch keine andere Lösung als 240 Gramm Wuchtgewicht in den Felgen, um das Zittern abzustellen.
      Gar keine Lösung gibt es für das Leistungsdefizit. Es stehen zwar 350 PS drauf, es sind aber nur rund 320 PS drinn. Is halt so heißt es dann. Siehe hierzu auch den ganz aktuellen Supertest in der Sport Auto. 380 Cup wurde getestet, sollte 380 PS haben, hatte aber nur 343 PS. Liegt halt wahrscheinlich an der Streuung und PS braucht man ja eh nicht, um Spaß zu haben.

      Letztendlich war es aber dann eine völlig unfähige Werkstatt, die mich dazu zwang, den Wagen genervt wieder zu verkaufen.

      Wenn Du tatsächlich überlegst, einen Lotus als Spaßkiste zu kaufen, dann such Dir eine Elise Sport mit 192 PS, nicht das aktuelle Modell sondern den Vorgänger mit den Doppelscheinwerfern. Dieses Modell macht die wenigsten Zicken aller Baureihen, darf noch richtig hoch drehen, werden relativ günstig gehandelt und es gibt massig vernünftiges Tuning dafür. Aber mach nicht den Fehler und gebe 70.000 plus aus für ein vollkommen unausgereiftes, aufgeblasenes Auto, das mehr steht als es fährt. Und wenn es fährt nicht wirklich viel Spaß macht. Denn außer Optik und Sound ist da nicht viel. Spätestens wenn Dich der BMW 330D-Fahrer auslacht, fängst Du an, darüber nachzudenken.

      Aber das stellt nur meine Meinung dar. Jeder darf und soll gerne anders darüber denken.

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    • Ich würde es ja gerade einen subjektiven Bericht nennen, wie alleine der letzte Absatz nahelegt. ;) Das heißt ja nicht, dass er weniger Wert wäre.

      Wenn ich das Geld übrig hätte, stünde bei mir zusätzlich ein Caterham in der Garage. Am Liebsten mit Rover-Motor. Der hat bei keiner Geschwindigkeit Anpressdruck, bietet für keine Extremität eine Ablage- oder Abstellfläche, macht aber definitiv auch im Rahmen der StVO Spaß. Nur die dauernden Wehwehchen muss man eben genauso hinnehmen.

      Viel mehr bin ich aber auf dir kommenden Berichte zum Kompressorumbau gespannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir so etwas für meinen Daily Driver leisten werde, geht zwar gegen Null, aber mit handfesten Fakten träumt es sich zumindest noch schöner.

    • Harkpabst schrieb:

      Nur die dauernden Wehwehchen muss man eben genauso hinnehmen.
      Das wäre völlig akzeptabel, wenn es sich um ein gebrauchtes und günstiges Auto handeln würde, dass man sich als Hobbyschrauber kauft.
      Nicht aber, wenn man sich bei einem Vertragshändler einen Neuwagen leistet, der exakt genau so viel kostet wie z.B.: das Konkurrenzfahrzeug Porsche Cayman. Abgesehen davon, dass an jeder Ecke ein Porsche steht ist er aber technisch und verarbeitungsmäßig perfekt.

      Dass, was Lotus momentan dem Kunden bietet ist einfach nur unverschämt.

      Enzo Ferrari bezeichnete Lotus einmal als "Garage Boys". Das sind sie immer noch.

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    • Kleines update:

      Wenn der Wagen schon beim Tuner steht, dann kann man ja geplante Umbauten gleich mit machen lassen.

      BC Fahwerk, K-sport Bremse, Compomotive Felgen und Michelin Pilot sport 4 Reifen kommen noch dazu. Fehlt nur noch die Sportkupplung und die leichte Schwungscheibe.

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