Falschparken und behindern des fliessenden Verkehrs mit Carsharing- Fahrzeug

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    • Falschparken und behindern des fliessenden Verkehrs mit Carsharing- Fahrzeug

      Hi Markus,

      keine Ahnung, ob Du dich damit auskennst? ich versuche es einfach mal zu beschreiben, da ich nicht genau weiß, wie ich mich in diesem Fall verhalten soll.

      Bei dem im Betreff genannten Fall wird mir vorgeworfen, ich hätte das — von mir zwar am Vormittag angemietete aber schon 30 min später wieder abgestellte Fahrzeug (12:40), um 20 Uhr abends falsch geparkt und so den fliessenden Verkehr (Kuhdamm) behindert zu haben.
      $1 Abs. 2, § 49 StVO; §24 StvG;--BKat. 20,00 euro

      Angeblich gibt es ein Frontfoto.
      Problem. Ich war um diese Uhrzeit zuhause und das schon seit 7 h. Und ein Carsharing auf dem Kuhdamm, das 7h an der gleichen Stelle steht, ist mehr als unwahrscheinlich.
      (Ich weiß noch nicht mal mehr, ob ich das überhaupt an der angegebenen Stelle abgestellt hatte und falls, dann sicherlich nicht so, dass es den fliessenden Verkehr behindert).
      Das Carsharing Unternehmen gibt mir keine Auskunft, wann und ob das Fahrzeug nach mir nochmal angemietet wurde. Sie haben nur meinen Namen an die Bußgeldstelle weitergeleitet…

      Was macht man denn bitte in so einem Fall. Foto existiert nicht, ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr der Halter des Fahrzeugs, weil schon 7 Stunden abgemeldet und meines Erachtens auch ordnungsgerecht geparkt.Wäre auch alles nicht das Thema, wenn in dem Schreiben nicht auch noch ein Verweis wäre auf "eventuell entstehende Kosten für eine Entfernung des Fahrzeugs, die gesondert berechnet werden könnten).
      Das finde ich sehr merkwürdig und ich würde eigentlich auch nie verkehrsbehindernd parken.

      Ich kann mir nur vorstellen, dass das jemand anders angemietet hat, da es nach meinem Termin nicht mehr anmietbar war, sonst wäre ich auch direkt damit wieder nach hause gefahren)
      Kann man dagegen Einspruch einlegen und lohnt sich das, oder ist das eher aussichtslos, weil 2 Polizisten als Zeuge...

      Die CarSharing Problematik hatte ich so nicht auf dem Schirm bisher.


      1000 Dank im Voraus.
      Viele Grüße
      Jens

      Life. Love. Work.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chenzon ()

    • Hi@'Skoddy'

      ja. Das Schreiben ist von el Polizeipräsidente. Bußgeldstelle.

      Steht nur „eventuell werden anfallende abschleppgebühren besondert berechnet“. Schon Strange. laut carsharing unternehmen wäre es eindeutig mit zuordnenbar. Aber gerade in so ner Gegend wie dem Ku’damm ist es mehr als unwahrscheinlich, das das Auto 7h nicht angemietet wurde. Wäre es noch available gewesen, hätte ich es sich wieder genommen. War ja schon pre-desinfiziert ;-).

      Aber wie kann man das beweisen?
      Umpffff.

      Life. Love. Work.

    • Skoddy schrieb:

      Du musst Deuine Unschuld gar nicht beweisen, Ganz im Gegenteil muss Dir nachgewiesen werden dass Du den Verstoß begangen hast.
      Momentan deutet eben alles daraufhin, dass er es war.

      Er hatte den Wagen laut Aussage des Betreibers zuletzt. Ist sich unsicher, wo er ihn genau hingestellt hat, und seine einzige Verteidigung ist, dass car sharing Fahrzeuge dort ja niemals 7h stehen würden....
    • Stimmen denn die Angaben zum Fahrzeug?

      Also Kennzeichen und Fahrzeugtyp/-farbe.

      Im denkbaren Bereich wäre ein Ablesefehler des Kennzeichens, dann passen aber in der in der Regel nicht die Kennzeichendaten zum Fahrzeug.

      Ansonsten stehen die Chancen schlecht. Der Vermieter gibt dich als letzten Mieter an, zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes/der Polizei als Zeugen....

    • Ist ja soweit richtig....

      Das Problem ist: Der Fahrer ist ja bekannt. Er glaubt es nur nicht.

      Ich persönlich glaube aber nicht, dass der Vermieter die Verfahrenskosten übernimmt, denn er hat ja den letzten Fahrer der zuständigen Behörde bekannt gegeben. Zumal die Verfahrenskosten u. U. über dem des Verwarnungsgeldes liegen.

      Der Themenersteller müsste sich jetzt mit dem Carsharer auseinandersetzen. Sollte sich herausstellen, dass dort ein Fehler vorliegt, kämen dann aber sehr ernste Fragen nach dem Abrechnungsmodus auf.

    • hifi_nok schrieb:

      Der Fahrer ist ja bekannt
      Echt? Gibt es einen Zeugen der den Fahrer gesehen hat dass er das Fahrzeug dort falsch geparkt hat? Ich glaube nicht. Es haben mehrere Leute Zugang zu diesen Fahrzeugen. Wenn er den Vorwurf bestreitet wird kein Sachbearbeiter einen Bußgeldbescheid erlassen.

      Es ist richtig dass die Verfahrenskosten höher liegen. Diese gehen aber an den Halter des Fahrzeugs. Es ist nicht Aufgabe des Mieters sich u die Fahrereigenschaft und sonstige Belange des Carsharers zu kümmern.
    • Ich weiß natürlich nicht, ob Jens orientierungslos war, vergesslich....

      Aber es gibt für das "Verschwinden" des Autos auch eine ganz banale Erklärung.

      Die Firma, in der mein Kumpel gearbeitet hatte, hatte einen Servicevertrag mit einem Car-Sharer. Die sind durch's Stadtgebiet und haben die Autos "eingesammelt" für Reinigungs- und kleinere Servicearbeiten. Danach wurden die Autos wieder im Stadtgebiet abgestellt/bzw. abgeholt.

      Ob's so war, kann nur der Vermieter wissen.

    • Skoddy schrieb:

      Es haben mehrere Leute Zugang zu diesen Fahrzeugen.
      Ja, richtig, aber die Zugangsdaten für das Fahrzeug sind personalisiert und dürfen auch nicht weitergegeben werden, hier mal ein Auszug einer AGB
      Zitat
      Jeder KUNDE erhält ein personalisiertes Zugangsmedium (Kundenkarte) und/oder Zugangsdaten, die nach Setzen einer Kunden-PIN und in Kombination mit einer Smartphone-Applikation ebenfalls den Zugang zu Fahrzeugen mit eingebauter Zugangstechnik ermöglichen. Eine Weitergabe des Zugangsmediums, der Zugangsdaten und/oder der Kunden-PIN ist nicht gestattet, der KUNDE verpflichtet sich, insbesondere seine Zugangsdaten und Kunden-PIN strikt geheim zu halten und Dritten nicht zugänglich zu machen......


      Ganzer Text

      Ich vermute einmal, dass das bei andereen Anbietern nicht viel anders aussieht.

      Mit diesen Zugangsdaten kann somit festgehalten werden wer, wann, wo, wie lange... das Fahrzeug hatte. Es ist somit im Prinzip nichts anderes als ein elektronisches Fahrtenbuch. Alles andere wäre auch gar nicht möglich und ist im Prinzip bei jedem Mietfahrzeug so.

      Was haben wir also:
      2 Ordnungshüter, die die Verkehrsordnungswidrigkeit anzeigen und
      1 Fahrzeughalter, der genau eingrenzen kann, wer das Fahrzeug zur fraglichen Zeit fuhr/bzw. abgestellt hat.

      Weiterer Lesestoff:
      tagesspiegel.de/mobil/parken-i…r-richtwert/11069046.html


      Im Übrigen kann bei 20 Euro nicht mal gemeckert werden (wenn es dabei bleibt), einige Carsharer hauen nämlich auch ihre Verwaltungsgebühren zusätzlich rauf.

      welt.de/finanzen/verbraucher/a…n-fuer-den-Mietwagen.html

      autozeitung.de/carsharing-fals…buehren-kosten-76187.html
    • Hier auch noch ein ordentlicher Artikel, der ein bisschen tiefer geht.

      Zitat
      Auswirkungen hat diese Sachlage auch auf den Umgang mit Anhörungsbögen im Zusammenhang mit Verkehrsordnungswidrigkeiten. Hier ist der Carsharing-Anbieter regelmäßig gehalten, die sich aus der Zuordnung des einzelnen Fahrzeugs zum Carsharing-Nutzer ergebenden personenbezogenen Daten im Rahmen der Anhörung den Ordnungsbehörden weiterzugeben.

      Ganzer Text

    • Die AGBs des Vermieters sind eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen Vermieter und Nutzer. Das Ordnungsamt interessiert sich dafür nicht. Es wird auch keinen Richter geben der wegen eines Parktickets eine Hausdurchsuchung beim Vermieter anordnen wird.

      Wenn der Betroffene angibt nicht der Fahrer gewesen zu sein der das Auto falsch geparkt hat wird das Verfahren gegen den Betroffenen in der Regel eingestellt.