Beiträge von hifi_nok

    Letzten Sonntag, 16.Aug.


    Eine DURCHGEHENDE Kolonne in BEIDE Richtungen


    Toblach - Brixen - Bozen - Meran - Nauders.


    Überholen fast nicht möglich, Durchschnitt in Fahrt ca. 45 Km/h


    Hinweistafel auf dem kleinen Stück der Brennerautobahn zw. Brixen - Bozen:

    Straße Richtung Klausen: Stau, längere Wartezeit.

    Mein Punkt war ausschließlich aus meiner Sicht als Auto oder Motorrad Fahrer betrachtet, und da würde mich die Sperrung nicht (mehr) tangieren

    Geht mir ja nicht anders. Wir meiden die Dolos schon seit Jahren. Maximal noch an der Perepherie durchrollen, wenn es sich nicht vermeiden lässt.


    OK, ich verstehe natürlich die Argumente "zu laut, die Natur...." Gleichzeitig geht mit diese Heuchelei auf den Keks. Wieso eigentlich nur die Sommertouris? Ist das nicht laut, wenn bis in die Nacht Hüttengaudi und Apres Ski gefeiert wird und die Besoffenen in den Straßen grölen?


    Was ist mit der Natur, wenn die Betriebe im Winter die Touristen auf die Berge schaufeln - also in der Ruhephase der Natur? Das ist doch Comedy, wenn die Sessellifte auf Hochbetrieb laufen und weil zu wenig Schnee da ist, werden die Schneekanonen angeworfen. Weil die aber so viel Wasser benötigen, werden künstliche Seen für die Wasserversorgung der Schneekanonen angelegt, während im Sommer die Bäche und Flüsse austrocknen. Nicht selten wird auch noch Flutlicht auf den Pisten eingeschaltet.


    Oder hängt das etwa damit zusammen, dass die Lifte und Schneekanonen in privater Hand sind und die Kredite bedient werden müssen?


    Zuviel Touris in den Dolos? Ja, da stimme ich zu. Aber das gilt für das ganze Jahr, also runter mit den Zahlen bei den Wintersportlern, keine neuen Sessellifte. Alte Sessellifte werden nicht mehr renoviert und zurückgebaut. Kein weiterer Pistenausbau, keine Schneekanonen mehr.


    Erst dann ziehe ich den Hut vor einer ernstgemeinten Diskussion zum Schutz von Anrainern und Natur. Alles andere ist Bullshit.


    Wenn ich dann noch lese, dass die Sperrung erst einmal aufgehoben ist, weil man eine digitale Erhebung durchführen möchte, empfinde ich das als Angriff auf die menschliche Intelligenz. Es reicht ein Bleistift und ein Zettel. Eine ganz einfache Strichliste sagt aus, wie viele Fahrzeuge da täglich unterwegs sind. Danach werden die Meldezettel der Hotels durchgezählt. Das hätte man vor einigen Jahren ohne Digitalisierung hinbekommen.



    Hier kam das Beipiel Mallorca. So weit musst man gar nicht fahren. Rügen, Usedom.... reicht völlig aus.

    Ist ja soweit alles richtig, was ihr sagt. Aber was pasiert dann?


    Die Touri-Mengen sind ja nicht weg, sie sind dann woanders. Es entstehen Verdrängungseffekte. Sieht man ja in der Gegend rund um Lienz. Oder: "die Karawane zieht weiter", um die nächste Gegend zu zerstören.


    Und während in der Vergangeheit die Auto-Touristen im Sommer die Sella-Runde als Wallfahrtsort ansahen, sind's jetzt Scharen von Mountainbiker, die über die unbefestigten "Trails" durch die Landschaft fahren. Dazu Busse, die Unmengen an Wanderen ausspucken, die wiederum ihre "Komforteinrichtungen" wie Edelrestaurant auf der Bergspitze haben wollen.


    Als wir vor vielen Jahren über den Glockner fuhren und das riesige Parkhaus am Gletscher sahen, war mein erster Gedanke: "Sind die völlig bekloppt, wie soll das enden?"


    Gestern lief ein kurzer Bericht in der Tagesschau über die Pasterze, also der Gletscher am Glockner. Der interviewte Bergführer war besorgt darüber, dass der Weg für die Wanderer über den Gletscher jetzt schwieriger ist, weil man ja nicht mehr so "einfach übers Eis gehen kann."


    Mein Gedanke war sofort: "Dann baut doch eine Designer-Brücke, damit noch mehr Leute mit Flipflops durch die Natur laufen können."


    In weiten Teilen ist der gesamte Alpenraum zum Rummelplatz verkommen. Schuld haben aber nicht nur die Touris, denn die holzen keine Wälder ab, um noch eine Komfort-Sesselbahn am Berg zu installieren oder graben die Almwiesen um, damit die MTB eine schöne Downhill-Strecke haben.


    Was mir in der ganzen Diskussion um Streckensperrungen usw. fehlt, ist auch eine Kritik über das Verhalten der Ortsansässigen, wie sie ihre eigene Natur "verkauft" haben.

    Bis gestern galt, dass die berühmte Sella-Runde ab September 26 gesperrt wird - dauerhaft. Nur noch Hotelgäste und Anlieger dürfen durch. Außerdem ist eine Sackgassenregelung im Gespräch.


    Hier nur eine Meldung von vielen:

    Das Ende einer Ära? Grödner Joch Sperrung 2026 rüttelt an der Sella Ronda - ALPENJOURNAL
    Die Dolomiten-Idylle soll leiser werden – doch der Preis dafür ist hoch: Wenn die Grödner Joch Sperrung 2026 wie geplant in Kraft tritt, bricht eine der…
    alpenjournal.de


    Gestern, am 13.8.26 meldet der ADAC: "nee, ist verschoben".

    https://www.adac.de/news/verkehr-durchfahrtsverbot-groedner-joch/


    Fakt ist, die meisten Hoteliers in der weiteren Umgebung raten von Tagesausflügen dorthin ab.

    Warum gibt es keine verpflichtenden Weiterbildungen?


    Es muss kein Drifttraining für Alltagsfahrer sein, aber nach dem Ablegen der Führerscheinprüfung bleibt es jedem selbst überlassen, ob und wie er dazulernt. Erst nach starker Auffälligkeit wird eingegriffen, was nicht nur vom Betroffenen, sondern auch von seinem Umfeld als Makel bewertet wird.


    Das ist sicherlich ein sehr guter Ansatz. Hier könnte ja auch ein Ansatz sein: Wer alle 2 Jahre ein Sicherheitstraining macht, bekommt Rabatt bei der Versicherung (manche Versicherer machen das sogar).


    Wobei das mit der "Weiterbildung" auch nicht ganz einfach umsetzbar ist. Wie willste das handeln, wenn zum 1. Januar neue Vorschriften in der StVO gelten. Sollen da Millionen Autofahrer zur Weiterbildung? Vom administrativen Aufwand ganz zu schweigen.


    Aber zu diesem ganzen Irrsinn in Sachen multimedialer Berieselung im Auto. Vielleicht kommt ja irgendwann mal die Erkenntnis in der Politik an, dass das für die Verkehrssicherheit eher kontraproduktiv ist. Dann dürfen Autos vielleicht keine Videos mehr abspielen oder mich nicht mehr mit Zwischengeblöke nerven, weil eine SMS angekommen ist.


    Tatsächlich sind wir an einem Punkt, wo die Gefahr besteht, dass wir "blödinformiert" werden. Das ist eine ganz interessante Geschichte: Viele fragten sich nach der Wende, wieso eigentlich die DDR-Überwachungsorgane so eine falsche EInschätzung "zu Lage der Nation" abliefern konnte. Es gab da tatsächlich die Theorie, dass die so viele Infos hatten, dass sie nicht mehr richtig selektieren konnten, was wichtig und unwichtig war.


    Wenn ich heute im Auto sitze, kommen im Sekundentakt jede Menge Informationen auf mich zu. Ich muss jetzt selektieren, was wichtig ist. Wenn ich einen "sinnbefreiten Laberchat" höher priorisiere, als einen Ball, der auf die Straße rollt, kann es zur Katastrophe kommen.


    Aber dazu bedarf es eigentlich gar keine gesetzlichen Regelungen. Das fängt bereits in der Verkehrserziehung bei den Kids an. Und zwar nicht in der Schule, sondern bei den Eltern.


    Zitat

    Du möchtest deinem Kind helfen, damit es sicherer durch den Straßenverkehr kommt? Dann hat Ulm ein paar Empfehlungen für dich!

    • Eine Sache, die du konkret unternehmen kannst: weniger Elterntaxi spielen.
    • Laut Ulm ist es problematisch, wenn Kinder und Jugendliche nur „auf dem Rücksitz durch die Gegend kutschiert“ werden.
    • Denn dann lernen sie wenig darüber, wie Verkehr funktioniert und welche Regeln gelten.
    • Deswegen lautet ihre Empfehlung:

    Immer, wo es geht, auf das Elterntaxi zu verzichten und eben den Kindern wirklich das nahe zu bringen, wie sie sich richtig im Straßenverkehr zu verhalten haben.
    Ganzer Text


    Irgendwie muss der Staat ja auch weiterhin Geld verdienen können mit Knöllchen, was würde passieren wenn plötzlich alle nach Regel fahren .... :S

    Der Staat verdient damit KEIN Geld, weil er Schilder hinstellt. Der Staat verdient daran Geld, weil sich manche nicht daran halten - aus welchen Gründen auch immer. Das heißt, JEDER hat es selbst in der Hand, ob er eine "freiwillige Zusatzgebühr" überweist.


    Irgendwie ist da auch ein Bruch in der Logik zu erkennen. "Der Staat" verlangt, dass ein Warnsystem bei einer Km/h-Überschreitung eingebaut wird, damit letztlich der Fahrer eben nicht zahlen muss. Dann wird gemeckert, weil man gewarnt wird.


    Was haben wir also? Ein buntes Schild am Wegesrand, evtl. ein Warnhinweis im Auto - und wenn man "erwischt wird", hat wer Schuld...? Na klar, "der Staat", weil er da Schilder hinstellt.

    Da hast du natürlich 100%ig recht.


    Ziemlich "irritierend" wenn im Mazda 100 Km/h angezeigt wird, das externe GPS-Gerät zeigt 70 Km/h an, weil es in der Karte so hinterlegt ist und das Schild am Wegesrand zeigt 80 Km/h an.


    Mein Tipp: Lieber das Schild beachten.

    Was für ältere MX-5 meinst Du? Meiner ist von 2024. Das ISA wird über das TSR gespeist und da werden mit einer Kamera die Verkehrszeichen gescannt. Und der Tacho ist natürlich voreilend, wie bei allen Autos. Man sieht das ja schön, wenn man mit Google Maps navigiert. Da wird nämlich die GPS-Geschwindigkeit unten rechts angezeigt. Reale 50 km/h fährt man wenn der Tacho ca. 52 km/h anzeigt. Das ISA-Gepiepe springt aber schon bei 51 km/h oder gefühlt bei 50,1 km/h an, anstatt bei vielleicht 53 oder 54 km/h, wie es m. E. sinnvoller wäre.


    Mit dem Tacho ist das in den Verkehrs- und Zulassungsgesetzen geregelt. Ein Tacho darf NIEMALS eine Abweichung nach unten haben.


    Er darf aber "voreilen" - maximal 10% + 4 Km/h. Bei 50 Km/h also

    50 Km/h + 10% = 55 Km/h + 4 Km/h = 59 Km/h


    GPS-Messungen unterliegen im Consumer-Bereich (also im Handy) ebenfalls einer gewissen Unschärfe. Durch die Drift, Mehrwegeempfang, Abschattungen usw des GPS-Signals wird oftmals interpoliert oder über eine gewisse Distanz ein Mittelwert berechnet. Da gibt's verschiedene Verfahren.


    Der "Warnpiepser" ist meistens nervig - keine Frage. Aber wenn er bei 54 piepst, wo 50 erlaubt sind, kann es evtl. schon "zu spät" sein. Das hängt damit zusammen, wie die Toleranzbereiche der verschiedenen Messungen sind. Weiterhin regeln die einzelnen Länder diese Toleranzbereich in Europa unterschiedlich. Aber die Programmierer benötigen an der Stelle eine klar definierte Grenze für den Piepston. Und da bietet sich natürlich die "offizielle Geschwindigkeitsregelung" an und nicht ein ungefähres Bauchgefühl.


    Auf die Frage eines TV-Reporters an ein eher jüngeres Publikum "Wenn das Haus brennt, was rettest du: Haustier oder Handy?".


    Rate mal ;)


    Früher ging ich davon aus, dass die operative Entfernung des Gehirns vermutlich tödlich endet. Heute bin ich mir nicht mehr sicher, solange das Handy noch geladen ist.