Beiträge von Lord_Vader

    Einen ND bisher nicht, aber ich kenne den Vergleich NB mit Serien-Stabis + BC-Racing und NB mit härteren H&R Stabis + BC-Racing...und natürlich meine eigenen NCs und NDs mit Serien-Stabis und Gewindefahrwerk.

    Also ein direkter und realer Vergleich der ersten beiden Setups und nicht nur theoretisiert.


    • "Der Unterschied ist fühlbar": Ja, absolut korrekt.
    • "Stellt eine deutliche Verbesserung dar": Mitnichten. Meine Ausführungen dazu sind in den vorangegangenen Posts hinreichend beschrieben. Sven hat das ganze technisch & physikalisch ebenfalls im Detail ausgeführt.

    Ich frage mich immer wieder warum fundierte mechanische und physikalische Fakten immer als "Meinung" abgetan werden. Die entsprechenden Punkte wurden schließlich entsprechend begründet und näher ausgeführt.


    Das erinnert mich immer wieder an eine Bekannte, derzufolge die Planetenbewegung um die Sonne auch nur eine "Meinung" war und sie es ja besser wisse mit ihrem astrologischen Hintergrund; und der Merkur ja irgendwann im Jahr anhalten und rückwärts laufen würde.


    Das ist hier und in einigen anderen Beispielen mal wieder das gleiche Schema :rolleyes:


    Ja, es fühlt sich mit härteren Stabis nochmal direkter an & man hat noch weniger Wanken. Schön und gut, aber ist das fahrdynamisch auch sinnvoll auf kurviger Landstraße mit Unebenheiten und auch Strecken wie der NOS?! Eher nein, führt zu schmalerem Grenzbereich und ist mitunter schwerer zu kontrollieren / einzufangen, wenn man mal zu schnell unterwegs war. Macht nur in der Nische Sinn z.B. auf topfenen Rennstrecken mit bestem Asphalt.


    Abseits davon ist es eher nachteilig und anstrengender zu fahren, wenn man bei schneller Fahrt nicht gleich abfliegen will.

    Jetzt kommt das Argument "Ich fahr ja gar nicht so schnell". Ja schön, wozu braucht man dann härtere Stabis? Nur für das subjektive Feeling beim Daherrollen? Okay...jedem das seine. Aber bitte nicht entgegen der Fakten als "eindeutige Verbesserung" deklarieren.


    Das hat die gleiche Qualität, wie "Ein sportliches Fahrwerk muss immer knüppelhart sein". Läuft auf das gleiche Ergebnis raus: Auf ideal planer Fahrbahn toll und von Vorteil...fahr mal NOS oder Landstraße und die Karre springt nur und fliegt allzu leicht ab.


    Wenn sich jetzt jemand auf den Fuß getreten fühlt in seiner "Meinung" dann tut es mir leid...ich hab die Physik nicht gemacht, die ist halt einfach da.


    Aber vielleicht wird's die relative Mondfeuchte schon richten.

    Ich sehe halt fahrdynamisch aus den bereits genannten Gründen keinen wirklichen Vorteil bei härteren Stabis; eher das Problem, dass das Fahrzeug für den ungeübten Fahrer, sollte er mal unbeabsichtigt in einer überraschenden Situation zu schnell sein, doch recht giftig werden kann.


    Kurz zusammengefasst würde ich das so einstufen:

    • Subjektiv gefühlte Performance-Verbesserung
    • Objektive Performance-Verschlechterung außerhalb von Nischen-Strecken
    • Schmälerer Grenzbereich = weniger Sicherheitsreservern -> ungeübte Fahrer in der falschen Situation doch schnell überfordert.


    Daher würde ich das ganze für denjenigen, der z.B. kein Track auf topfebenen Rundkursen wie dem Hockenheimring fahren will, eher als rausgeschmissenes Geld bezeichnen.

    Ich hab in meinem ND ja auch das Öhlins drin und bin mit entsprechender Dämpfereinstellung schon "knackig & direkt" unterwegs.

    Mag sein, dass man das mit Stabi zusätzlich noch etwas gefühlt verschärfen kann, aber solange das ein subjektiver Eindruck ist...was bringt es mir dann?


    Zumal der ND ohnehin schon mal etwas schneller gefahren durchaus ein anspruchsvolles Fahrzeug ist; wenn ich dann noch über steifere Stabis den Grenzbereich weiter verschmälere, dann muss man schon sehr geschickt am Lenkrad drehen können, sollte man mal schneller auf den Landstraßen unterwegs sein...das wird dann mitunter auch für den geübten Fahrdynamiker auf Landstraße oder Strecken wie der NOS eher anstrengend und fahrdynamisch nachteilig.


    Ein Freund von mir hat einen NB mit BC Racing und H&R-Stabis. Joa...geht schon mega direkt und mit noch weniger Wanken ums Eck. Aber wenn ich mit dem Ding schnell fahren will, dann hätte ich doch mehr Schweißperlen auf der Stirn als bei meinem Setup...und bin mit meinem Fahrzeug jetzt nicht langsamer in den Kurven...eher im Gegenteil. Und das ist schon anspruchsvoll genug.


    Ich bin dahingehend ganz bei Sven & Wolfram.


    Ist halt wieder die alte Frage: Geld hinlegen für Placebo-Effekt bzw. etwas was man das auf der Straße oder auch den meisten Track-Strecken nicht nutzen kann...oder will ich mein mein Fahrzeug mit dem Geld für Umbaumaßnahmen wirklich performanter machen?!

    Also ich grüße eigentlich immer, ganz egal ob NA, NB, NC oder ND. Habe aber auch festgestellt, dass die meisten anderen MX-Fahrer (glücklicherweise nicht alle) in den letzten paar Jahren etwas grüßfaul geworden sind... :(


    Umso mehr freu ich mich allerdings, wenn's doch zurück kommt oder ich zuerst gegrüßt werde. 8)

    Ist wie gesagt kein hartes "Absinken" sondern eher ein Art "Schweben" mit tippen auf die Fahrbahn.

    Also, so wie ich diese Beschreibung interpretieren würde, klingt das „Schweben“ und „Tippen“ eher genau danach, dass das Fahrwerk genau das tut, was es soll.


    „Schweben“ Würde ich jetzt so verstehen, dass das Fahrzeug selbst ruhig liegt, sich eben nicht aufschaukelt und sich auch nicht durch zu harte Einstellung ständig hoch und runter dotzt und schlagartig absinkt (das wäre es, was man eigentlich allgemein als „Hoppeln“ bezeichnen würde), sondern dauerhaft ruhig und möglichst eben liegt.

    Während ich das „Tippen“ so verstehen würde, dass das Rad im gleichen Moment durchaus viel Bewegung nach oben und unten macht, wenn der Fahrbahnbelag schlecht oder wellig ist, aber das Fahrzeug selbst halt ruhig bleibt.


    Wenn ich das damit richtig interpretiert habe, dann würde ich sagen: Glückwunsch, das Fahrwerk arbeitet prima und tut genau das was es soll. Denn es soll ja dafür sorgen, dass das Rad auch bei Wellen und Unebenheiten stets den Kontakt zur Straße sucht, aber diese Bewegung nicht an das restliche Fahrzeug durchgereicht wird, sondern dieses eben ruhig darauf „liegt“.

    Das ist doch genau das Ziel eines guten Fahrwerks.


    Wie oben erwähnt, ist wäre das, was man umgangssprachlich als „Hoppeln“ bezeichnet ja eher der andere Fall.