Aufgrund der geringen Größe und der langen Laufzeit von bis zu einem Jahr lassen sich AirTags sehr leicht etwa im Innenfutter einer Jacke, eines Rucksacks oder einer Handtasche verstecken, um damit Personen unbemerkt zu überwachen: Solange das AirTag immer wieder in der Nähe seines Eigentümers auftaucht, etwa weil man im gleichen Haushalt wohnt oder sich an der Arbeit regelmäßig über den Weg läuft, erscheint keine Meldung im iPhone der überwachten Person. Auch bleibt das AirTag stumm.
Erst, wenn es für längere Zeit vom Eigentümer getrennt ist, bei Redaktionsschluss betrug die Frist mindestens drei Tage, alarmiert das AirTag akustisch. Allerdings erst, wenn man es anfasst oder stark beschleunigt – die Bewegungen einer normalen Autofahrt reichten in unseren Tests nicht aus, um den Alarm zu triggern.
Von der versprochenen iPhone-Warnung vor einem unbemerkten Begleiter sollte man nicht viel erwarten: In einem unserer Versuche dauerte es über 8 Stunden, bis uns das iPhone ein fremdes AirTag meldete, in mehreren anderen Fällen erhielten wir selbst nach Wochen keine einzige Warnung. Welche iPhones unter welchen Umständen und nach welcher Zeit überhaupt eine Warnung anzeigen, verrät Apple auch auf Nachfrage nicht. Es ist also davon auszugehen, dass neben den Android-Besitzern auch eine ganze Menge iPhone-Besitzer keine Warnung vor fremden AirTags erhalten.