Vor knapp zwei Wochen habe ich meine 27 Jahre alte Yamaha beim örtlichen Schrauber abgegeben, nach knapp zwei Jahren war mal wieder Zeit für eine kleine Inspektion und der TÜV war mal wieder drei Monate überfällig. Da das Motorrad im Winter in der Garage stand, war das nicht so tragisch. In der Werkstatt gabs da erstmal große Augen. Inspektion ist kein Thema, TÜV gibts nicht. Die Reifenbindung muss erst ausgetragen werden, das kann der Prüfer, der in die Werkstatt kommt, nicht austragen, dafür bedarf es einer besonderen Genehmigung. OK, ist klar. Bisher Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Reifenhersteller für das Motorrad, nach umfangreichen Tests, da kann das natürlich nicht jeder Prüfer austragen
Heute war das Wetter nicht ganz so tragisch, Moped abgeholt, knapp 135 Euro für ne kleine Inspektion gezahlt und dann ab zum befreundeten Kawa Händler. Von dort aus konnte ich nach Anruf direkt zum TÜV weiterfahren und mich dort um die Austragung der Reifen kümmern. Ging erfreulich flott, auch an einem Freitag Nachmittag. Die AU und Hauptuntersuchung haben sie gleich mitgemacht. Mit einem geringen selbstverschuldeten Aufschlag kamen 106 Euro für die Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung zusammen. Das Gutachten wegen der Austragung der Reifen hole ich mir am kommenden Montag ab, da bin ich noch einmal direkt nebenan. Kostet noch einmal knapp150 Euro. Wenn ich dann die Änderung in die Papiere eintragen lasse, hat mich das 27 Jahre alte Wintermoped, das ich vor etwas über 6 Jahren für 1500,-Euro gekauft habe, mal eben 400 Euro gekostet, um es wieder vernünftig und legal auf der Straße bewegen zu können. Immerhin, der Prüfer meinte selber, das mit der Verpflichtung zum Austragen der Reifen und nicht mehr Anerkennung der Unbedenklichkeitsbescheinigung kann er auch keinem Kunden verkaufen.
Offensichtlich ist es das Ziel, den Bestand dieser alten Fahrzeuge auf der Straße zu reduzieren, eine logische Erklärung gibt es nämlich nicht.